Alkohol als Ursache unterschiedlicher Krebsarten
Die Wissenschaftler haben es sich nicht leicht gemacht: Daten von mehr als 100.000 Männern und 250.000 Frauen wurden ausgewertet, und das in acht Ländern: Deutschland, Frankreich, Spanien, Italien, Großbritannien, Niederlande, Griechenland und Dänemark. Krebsregister, Selbstauskünfte und Versicherungsberichte wurden herangezogen. Bekannte Krebsverursacher wie Rauchverhalten, falsche Essgewohnheiten und Hormonersatztherapien wurden berücksichtigt und aus dem Ergebnis herausgerechnet. Die Studie ergab ein klares Bild: Alkoholkonsum und Krebsrisiko stehen in einem deutlichem Zusammenhang: .
Zu den häufigsten, durch Alkoholkonsum hervorgerufenen Krebserkrankungen gehörten Mund- und Rachenkrebs, Leberkrebs und Darmkrebs sowie Brustkrebs bei Frauen.
Deutschland erzielte in dieser Studie übrigens einen traurigen Rekord: Zusammen mit Dänemark fand man dort die meisten Menschen, die schon über einen langen Zeitraum in ihrem Leben Alkohol zu sich nahmen und dabei mehr als die gesundheitlich unbedenkliche Menge tranken.
Fazit: Ein Gläschen in Ehren kann niemand verwehren. Aber eben nur eines.
Den Wortlaut der Studie in englischer Sprache finden Sie unter:
Ein kleines Glas Bier (0,25 l) enthält bei einem Alkoholgehalt von ca. 4,8 Vol.-% ungefähr 10 g reinen Alkohol, ein Glas Sekt (0,1 l) mit einem Alkoholgehalt von 11 Vol.-% enthält etwa 9 g reinen Alkohol, ein Achtel Glas Wein (0,125 l) mit einem Alkoholgehalt von 11 Vol.-% enthält etwa 11 g reinen Alkohol, mit einem Gläschen Spirituosen (4 cl), etwa einem Schnaps oder Magenlikör, mit einem Alkoholgehalt von ca. 33 Vol.-%, nehmen Sie auch ungefähr 11 g reinen Alkohol zu sich.