Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)
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Alkohol

Alkohol - Genussmittel - Rauschmittel - Suchtmittel

Zu viel Alkohol - ein gefährliches Vergnügen


Was Sie über Alkohol wissen sollten

Wie kann ich Alkohol genießen, ohne dass es meiner Gesundheit schadet? Was sind die Risiken eines zu hohen Alkoholkonsums? Was sind verbreitete Irrtümer über Alkohol? Der Film beantwortet die wichtigsten Fragen.

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Transkription:

Zahlen, Daten, Fakten

Alle eingespielten Filmszenen sind in Zeitlupe. Bei diesen Einspielern spricht eine Frauenstimme aus dem Off. Der gesamte Film ist mit sanfter Musik unterlegt.

Beschreibung: Die Kamera schwenkt in Zeitlupe in einem Getränkemarkt über gestapelte Bierkästen, ein Paar Hände greift nach einem Kasten. Weiter werden Cognacflaschen gezeigt, dann sieht man eine Frau, die mit einer vollen Bierkiste den Markt verlässt.

Frauenstimme aus dem Off: „Alkohol, für jeden über 18 Jahre ist er leicht verfügbar. Für viele Menschen gehören Situationen, in denen Alkohol getrunken wird, zum Alltag.“

Beschreibung: Fußgängerzone. Passanten werden zu ihrem Umgang mit Alkohol befragt.

Junge Frau: „Gemütliches Abendessen, klar: Cocktailbar abends.“

Junger Mann: „Wenn ich jetzt zum Beispiel mit meinen Skatbrüdern mich treffe.“

Frau 2: „Ich hatte mal einen Freund, der hat viel sehr getrunken, und da hab ich dann auch mitgetrunken.“

Frau 3: „Eigentlich ganz gerne abends vor dem Fernseher, wenn der Tag so erledigt ist und die Kinder im Bett liegen.“

Beschreibung: Man sieht groß ein volles Pilsglas in einer Männerhand. Das Bild öffnet sich schnell, bis man vier Personen erkennt, die seitlich hinter einem Gartengrill stehen. Rechts neben einem Mann mit Schnäuzer und dem Pilsglas steht eine Frau, sie hat ebenfalls ein Pilsglas in der Hand. Die beiden unterhalten sich. Rechts neben der Frau steht ein junger Mann mit einer Flasche Bier in der Hand. Er schaut zu einem weiteren jungen Mann, der vorne rechts im Bild von der Seite zu erkennen ist. Er steht vor dem Grill und hat eine Bierflasche in der einen Hand, in der anderen eine Grillzange.
Dann schwenkt die Kamera zu dem Mann mit Schnäuzer und der Frau, jeder hat ein Pilsglas in der Hand, der Mann sagt etwas zu der Frau.

Off: „Im Durchschnitt trinkt jeder Deutsche rund 10 Liter reinen Alkohol pro Jahr. Das entspricht umgerechnet gut 400 Flaschen Bier.“

Beschreibung: Hier wird eine Grafik eingeblendet, in der vor verschwommenem Hintergrund der Text 2 Tage/Woche zu erkennen ist, darunter das Symbol eines vollen Bierglases mit Henkel, das mit zwei roten Pinselstrichen dick durchgestrichen ist.

Off: „Die Empfehlung für gesunde Erwachsene: mindestens zwei Tage pro Woche keinen Alkohol. Das ist die Basis für risikoarmen Konsum.“

Beschreibung: In einer weiteren Grafik werden der Reihe nach das Symbol einer Frau eingeblendet mit anschließend einem Pils-, Sekt- und Schnapsglas daneben und dann das Symbol eines Mannes mit jeweils daneben zwei Pils-, Sekt- und Schnapsgläsern.

Off: „Ansonsten sollten Frauen maximal ein Standardglas Bier oder Sekt oder Schnaps pro Tag trinken. Männer höchstens jeweils zwei pro Tag. Seine Grenzen zieht aber mancher deutlich später.“

Beschreibung: Wieder Straßenumfrage.

Junger Mann: „Ich würde mal sagen, so bei 4 bis 5 guten Cocktails.“

Mann: „7 bis 8 Gläser, dann ist Schluss.“

Die linke von zwei Frauen: „Wenn ich anfange, schon ein bisschen zu wackeln.“

Junger Mann:Wenn ich so 5 bis 6 Bier getrunken haben, dann hör ich eigentlich auf.“

Beschreibung: Ein mittelalter Mann mit grauen Haaren, in schwarzem Hemd mit offenem Kragen und beigem Jackett, auf das ein Namensschild geheftet ist, kommt auf der Straße ins Bild. Im Hintergrund geparkte Autos und ein Haus mit großer Glasfront. Während die Stimme aus dem Off erklingt, sieht man in einer Überblendung Dr. Kuhlmann die Treppe zur Klinik hinaufgehen, er öffnet die Tür.

Off: „Dr. Thomas Kuhlmann ist Chefarzt einer Fachklinik für Abhängigkeitserkrankungen. Der Mediziner weiß, dass viele Menschen die Grenze zwischen Genuss und riskantem Konsum nicht kennen.“

Beschreibung: Dr. Kuhlmann links im Bild vor einer Bücherwand und einer Zimmerpalme. Das schlichte Holzregal ist kreuz und quer mit Fachliteratur gefüllt. Eingeblendet erscheint in weißer Schrift: Dr. Thomas Kuhlmann, Chefarzt und Suchtmediziner.

Dr. Kuhlmann: „10 Bier oder 4 bis 5 Cocktails sind auf jeden Fall nicht mehr risikoarm, sondern riskant.“

Beschreibung: Vor dem unscharfen Hintergrund zweier Bildausschnitte des Bodymaps eines männlichen Körpers ist im Mittelpunkt eben diese „Landkarte“ des menschlichen Körpers scharf zu sehen - mit einer Bierflasche in der Hand.

Off: „Durch riskanten Alkoholkonsum können das Herz-Kreislaufsystem sowie alle inneren Organe dauerhaft geschädigt werden. Dabei sind Gehirn und Leber besonders gefährdet.“

Beschreibung: Bei den entsprechenden Textstellen im  Off werden  die genannten Organe vergrößert und farbig hervorgehoben. Danach ist wieder Dr. Kuhlmann vor seinen Büchern zu sehen.

Dr. Kuhlmann: „Wenn jemand also über längere Zeit deutlich höhere Dosen trinkt, als die über die wir gerade gesprochen haben, erhöht sich das Risiko, dass die Leber verfettet.“

Beschreibung: Die Bodymap einer Frau wird eingeblendet. Während Dr. Kuhlmann weiterspricht, werden das genannte Gehirn sowie die Leber optisch hervorgehoben.

Dr. Kuhlmann: „Alkoholkonsum führt dazu, dass auf Dauer es zu Gedächtnisproblemen kommt, zu Konzentrationsproblemen, dass die Fähigkeit, komplizierte Sachverhalte aufzunehmen, eingeschränkt ist.“

Beschreibung: Zu sehen ist der Babybauch einer Schwangeren, die ein weißes T-Shirt-Kleid trägt mit dem Fotodruck eines Frauenkopfes sowie den Schriftzügen: You broke my heart … but I still love you (Rest ist nicht zu erkennen). Die Schwangere geht an besetzten Biertischen vorbei. In der nächsten Szene wird sie an einem Biertisch vor einem Restaurant von einer anderen Frau mit Küsschen begrüßt. Dann sieht man kurz das lächelnde Gesicht der Schwangeren. Im nächsten Bild reicht die Bedienung der Schwangeren ein Glas Sekt, das die Schwangere ablehnt, indem sie verneinend mit dem Zeigefinger wedelt.

Off: „Wenn Frauen während der Schwangerschaft Alkohol trinken, gefährden sie nicht nur den eigenen Körper, sondern riskieren dauerhafte körperliche und geistige Entwicklungsschäden beim ungeborenen Kind.“

Beschreibung: Bildausschnitt der Schwangeren, wie sie an dem Biertisch sitzt. Zu erkennen ist ein Teil des Tisches und ihr Babybauch, über den sie seitlich mit ihrer linken Hand streicht.

Off: „Deshalb die Empfehlung: Während der Schwangerschaft nur Antialkoholisches trinken.“

Beschreibung: Während der letzten Worte gießt die Bedienung der Schwangeren ein Glas Sprudel ein.

Beschreibung: In der nächsten Einstellung fährt die Kamera schnell über grüne Baumkronen und landet bei spärlich besetzten Biertischen unter diesen Bäumen. Rechts im Vordergrund ist der Rücken einer Frau zu erkennen, die allein an einem  Tisch sitzt. Dann sieht man eine Bedienung, die zwischen besetzten Tischen ein Tablett mit ein paar Gläsern Bier, aber auch nicht alkoholischen Getränken trägt. Die Kamera fährt über Biertische, man erkennt volle Bier- bzw. Weizengläser, angeschnitten einen Mann, der ein Weizen trinkt, und danach, wie jemand hinter einer Theke ein Bier zapft.

Off: „Rund ums Thema Alkohol gibt es immer noch jede Menge Irrtümer. Ein weit verbreiteter Mythos ist z.B., dass man sich auf’s Trinken vorbereiten kann.“

Beschreibung: Straßenumfrage

Frau: „Vorher was ganz Fettiges essen. Pizza oder Ölsardinen oder so!“

Beschreibung: Die Frau lacht zum Schluss laut auf, dabei erscheint der dicke, umrandete rote Schriftzug eines Stempels schräg rechts unten im Bild: IRRTUM. Dazu ertönt ein schriller Signalton. Anschließend ist wieder Dr. Kuhlmann zu sehen.

Dr. Kuhlmann: „Nein, in dieser Form stimmt das nicht. Wenn Alkohol konsumiert wird, ist er im Körper. Das heißt: Die Wirkung setzt langsamer ein, wenn etwas gegessen wird. Aber der Alkohol entfaltet, was den Körper angeht, grundsätzlich die gleiche Wirkung.“

Beschreibung: Während der Doktor spricht, wird ein Teller mit einer reich belegten Pizza gezeigt, aus der sich jemand ein Stück herausschneidet. Man sieht dann in einem vergrößerten Ausschnitt, wie sich ein Mann an einem Tisch dieses Stück in den Mund schiebt. Von dem Mann sind nur Oberkörper und Kinn zu erkennen.

Off: „Auch wie sich Alkohol schnell wieder abbauen lässt - da hat mancher falsche Vorstellungen.“

Beschreibung: Man sieht in schneller Folge den Teil eines Tisches mit Flaschen und Gläsern, dann eine leere Weinflasche auf dem Flokati unter dem Tisch. Schneller Schnitt zur Straßenumfrage. Wieder erste Frau.

Frau 1: „Kaffee trinken.“

Beschreibung: Wieder der Stempel IRRTUM. Weiter zu Dr. Kuhlmann.

Dr. Kuhlmann: „Wenn aber Alkohol konsumiert worden ist, dann haben Sie keine Möglichkeit, den Alkoholabbau zu beschleunigen. Der Kaffee führt nur dazu, dass jemand nicht mehr mitbekommt, wie eingeschränkt er noch ist.“

Beschreibung: Während er redet, wird in Großaufnahme eine Bierflasche auf einen Tisch gestellt, die Hand greift dann zu einem Latte Macchiato. Man sieht in Großaufnahme den Mund eines Mannes im Profil, wie er den Kaffee trinkt. In der nächsten Szene sieht man den Oberkörper eines Mannes, der auf dem Bauch im Bett liegt. Der Wecker klingelt und der Mann greift verschlafen zum Wecker, der am Kopfende des Bettes steht. Dann dreht sich der junge Mann halb auf den Rücken und fasst sich an den Kopf. Dem gequälten Gesichtsausdruck nach zu urteilen hat er einen dicken Kater. Er steht dennoch auf.

Schnitt zur Straßenbefragung.

Frau 3: „Du musst mit dem aufhören bzw. wieder anfangen womit du abends aufgehört hast, dann kommst du schneller wieder auf die Beine und das hilft dir.“

Beschreibung: Wieder der Stempel IRRTUM. Weiter zu Dr. Kuhlmann.

Dr. Kuhlmann: „Der letzte Tipp wird vielen bekannt sein. Es ist so, wenn jemand viel trinkt und am nächsten Tag Entzugserscheinungen hat, dann sind die Entzugserscheinungen natürlich dann weg, wenn er den gleichen Suchtstoff nimmt wie vorher. Und er ist dann wieder berauscht.“

Beschreibung: Der verkaterte junge Mann öffnet eine Flasche Bier. In der nächsten Sequenz sitzt er verstrubbelt an einem Tisch und reibt sich verdrießlich die Nasenwurzel. Anschließend wird angedeutet, wie er zu dieser Bierflasche greift.

Dr. Kuhlmann, in einer extremen Großaufnahme, Augen, Nase, Mund sind zu sehen: „Es geht nicht darum, pauschal zu verbieten, Alkohol als Genussmittel zu konsumieren, sondern es geht darum, genießen zu lernen, ohne sich selber zu schädigen.“

Beschreibung: Die Kamera zeigt eine blonde Frau im Freien an einem Tisch. Sie fährt an ihr hinunter und man sieht - mit zwei Bierflaschen im Vordergrund - wie sich die Frau ein Glas Sprudel einschenkt. Dann trinkt sie den Sprudel.

Off: „Für Frauen ein Glas, für Männer zwei Gläser Wein oder Bier. Und an mindestens zwei Tagen pro Woche keinen Alkohol.“

Beschreibung: Es ist zu erkennen, dass die Frau an einem großen Tisch im Freien sitzt - zusammen mit vielen anderen Erwachsen, aber auch Kindern. Auch der Mann mit dem Schnäuzer ist dabei sowie die drei anderen Personen von dem ersten Grillfest. Es wird gegessen, auf dem Tisch stehen Leckereien, eine Schüssel Salat, eine Flasche Wasser sowie Bierflaschen und eine Flasche Wein.

Off: „Wer sich an diese Regel hält, vermeidet gesundheitliche Risiken und kann Alkohol entspannt genießen.“

Abspann: Roter schräger Schriftzug, rot umrahmt auf gelbem Logo liest man: Alkohol? Darunter in roter Schrift: Kenn dein Limit. Zum Schluss das Logo des BZgA - Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.


Die Rolle des Alkohols in unserer Gesellschaft

Alkoholgenuss gehört bei vielen Gelegenheiten in unserer Gesellschaft für die meisten einfach dazu. Alkoholische Getränke sind bei Geselligkeiten, Feiern und Festen aller Art kaum wegzudenken. Der Wunsch nach Entspannung ist ein weitverbreiteter Grund für den Konsum alkoholischer Getränke.

Alkohol wirkt desinfizierend, ätzend und berauschend - Eigenschaften, die sonst kaum in einer anderen Substanz gleichzeitig vorkommen.  An dieser Aufzählung der Eigenschaften von Alkohol wird gleichsam deutlich, in welch unterschiedlichen Bereichen des alltäglichen Lebens Alkohol in unserer Gesellschaft einen Platz erobert hat.

Alkohol: Grenze zwischen Genuss und Sucht ist fließend

Alkohol ist - in sehr geringen Maßen genossen - für gesunde Erwachsene nicht gesundheitsschädlich. Gegen Alkoholkonsum bei Erwachsenen ist grundsätzlich nichts einzuwenden. Zugleich aber ist allgemein bekannt:

Übermäßiger Alkoholgenuss schadet der Gesundheit und macht abhängig. Neben den Folgen für die Gesundheit hat Alkoholmissbrauch häufig auch Auswirkungen auf das Leben der Angehörigen. Jährlich sterben in Deutschland bis zu 74.000 Frauen und Männern an den Folgen ihres Alkoholkonsums oder an den Folgen einer Kombination aus Alkohol- und Tabakkonsum.

Wo im menschlichen Körper Schäden durch Alkohol entstehen können, haben wir in einer Bodymap veranschaulicht.

Allgemeine Richtwerte für den Alkoholgenuss

Wann ist die Grenze des vernünftigen  zum riskanten, schädlichen oder abhängigen Konsum erreicht bzw. überschritten? Die Antwort auf die Frage, ab wann man zu viel Alkohol trinkt ist nicht einfach, da die Empfindlichkeit von Mensch zu Mensch sehr verschieden ist und ein absolut sicherer, allgemeingültiger Grenzwert nicht angegeben werden kann. Dennoch lassen sich für gesunde Erwachsene Grenzwerte nennen, innerhalb derer das Risiko gesundheitlicher Schäden gering ist. Diese Grenzwerte liegen nach aktuellen medizinischen Studien für Frauen bei 12g und für Männer bei 24g reinen Alkohol täglich. Das bedeutet:

Als Frau sollten Sie maximal 1 Standardglas Alkohol pro Tag trinken und an mindestens 2 Tagen pro Woche auf Alkoholkonsum verzichten. Männer sollten den Alkoholgenuss auf maximal 2 Standardgläser pro Tag beschränken und ebenfalls an mindestens 2 Tagen pro Woche ganz auf alkoholische Getränke verzichten.

Wenn man zu viel Alkohol trinkt...

Liegt der Alkoholkonsum über der Grenze von 12g bzw. 24g täglich, ist das Risiko für die Entstehung von Alkoholproblemen sowie eine Vielzahl gesundheitlicher Folgen und schwerer Erkrankungen aufgrund des übermäßigen Alkoholgenusses deutlich erhöht.

 

Logo der Kampagne Alkohol? Kenn dein Limit.

 

 

Hinweis:

Ein kleines Glas Bier (0,25 l) enthält bei einem Alkohol­gehalt von ca. 4,8 Vol.-% ungefähr 10 g reinen Alkohol, ein Glas Sekt (0,1 l) mit einem Alkohol­gehalt von 11 Vol.-% enthält etwa 9 g, ein Achtel Glas Wein (0,125 l) mit einem Alkohol­gehalt von 11 Vol.-% enthält etwa 11 g reinen Alkohol, mit einem Gläs­chen Spiri­tuosen (4 cl), etwa einem Schnaps oder Magen­likör, mit einem Alkohol­gehalt von ca. 33 Vol.-%, nehmen Sie auch ungefähr 11 g reinen Alkohol zu sich.

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