Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)
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Alkohol
Alkoholabhängigkeit

Schritt 1: Beratung

Suchen Sie gemeinsam nach neuen Wegen

In der Alkoholberatung führen Sie Gespräche mit einer fachkundigen Beraterin oder einem Berater. Über einige Wochen hinweg findet meist einmal wöchentlich ein Treffen in der Alkohol Beratungsstelle statt. Dabei soll das Ausmaß Ihres Alkoholproblems und Ihrer Lebensumstände geklärt werden. Anschließend werden weitergehende Schritte geplant und eingeleitet.

Einen ersten Beratungstermin können Sie meist kurzfristig telefonisch vereinbaren. Die Beratung ist kostenlos, und die Beratungsstellen unterliegen der Schweigepflicht. Anfangs geht es darum, sich gegenseitig kennenzulernen. Wichtig ist, dass Sie Vertrauen zu Ihrem Berater oder Ihrer Beraterin haben. Falls das nicht so ist, sollten Sie es offen ansprechen und ggf. die beratende Person oder die Beratungsstelle wechseln. Seien Sie aber ehrlich zu sich selbst: Sie sollten auf keinen Fall die Beratung jedes Mal abbrechen, wenn unangenehme Fragen auftauchen bzw. deutlich wird, dass es so wie bisher nicht weitergehen kann.

Viele Ratsuchende senken in dieser Zeit ihren Alkoholkonsum beträchtlich oder entscheiden sich für eine alkoholfreie Zeit.

Ausführliche Gespräche mit der Alkohol Beratungsstelle können sehr hilfreich für Sie sein:

  • Es entlastet Sie, endlich offen über Ihr Alkoholproblem sprechen zu können.
  • Der Gang zur Beratungsstelle gibt Ihnen ein gutes Gefühl: Sie haben das Alkoholproblem (endlich) angepackt!
  • Ihre Familie, Angehörigen, Vorgesetzten oder Kolleginnen und Kollegen anerkennen Ihr Bemühen um eine dauerhafte Lösung.
  • Die Gespräche helfen, ein realistisches Bild Ihrer Schwierigkeiten, aber auch Ihrer Chancen zu gewinnen.
  • Bei beruflichen, finanziellen oder rechtlichen Problemen kann Ihnen die Beratungsstelle weiterhelfen.

In der Beratung wird auch geklärt, wie es weiter geht:

  • Brauchen bzw. möchten Sie einen stationären oder ambulanten Alkoholentzug?
  • Sind Sie bereit, an einer Alkohol-Entwöhnungstherapie teilzunehmen? Welche Art der Therapie kommt für Sie infrage? Wo wird eine solche Therapie angeboten?
  • Wie sollen Ihre Angehörigen in die Behandlung eingebunden werden?
  • Möchten Sie sich einer Selbsthilfegruppe anschließen?
  • Welche Selbsthilfegruppen gibt es in Ihrer Nähe?

Ein Leben ganz ohne Alkohol? Schaffe ich das?
Wer einmal alkoholabhängig war, läuft Gefahr, selbst nach Wochen oder Monaten der Abstinenz innerhalb kürzester Zeit wieder genauso viel oder sogar noch mehr zu trinken als zuvor. Dauerhaft Maß zu halten ist erfahrungsgemäß anstrengender als die Entscheidung für ein alkoholfreies Leben. In der Beratung klären Sie mit Ihrem Gesprächspartner, ob eine Abstinenz für Sie notwendig ist. Die Beratung soll Ihnen außerdem helfen, den Punkt zu erreichen, an dem Sie sagen können: »Ich will versuchen, (wieder) alkoholfrei zu leben.«

Hinweis:

In Deutsch­land gibt es mehr als 1300 Beratungs­einrich­tungen für Abhängige und Gefährdete sowie ihre Angehörigen. Die Adressen von Hilfs­angeboten in Ihrer Wohnort­nähe vermittelt u. a. das Info-Telefon der BZgA
BZgA-Info-Telefon:
0221 892031
Mo.-Do. 10.00 bis 22.00 Uhr
Fr.-So. 10.00 bis 18.00 Uhr