Beim Thema »Alkohol am Arbeitsplatz« denken manche vielleicht an das Anstoßen mit einem Gläschen Sekt auf den Geburtstag oder das Betriebsjubiläum einer Kollegin oder eines Kollegen. Alkoholkonsum ist so alltäglich, dass bei solchen Gelegenheiten auch in der Firma getrunken wird. Was in der Freizeit ganz normal scheint, wird auch am Arbeitsplatz unkritisch betrachtet. Zu Unrecht: Alkohol am Arbeitsplatz kann ernsthafte Folgen haben.
Bereits ein Glas Sekt kann beim Bedienen einer Maschine Arbeitsunfälle nach sich ziehen. Denn schon mit 0,2 Promille lassen das Sehvermögen und die Bewegungskoordination nach. Das hat Auswirkungen nicht nur auf die Sicherheit, sondern auch auf die Leistungsfähigkeit und letztlich auf die Qualität der Arbeit.
Doch nicht nur der Alkoholkonsum unmittelbar am Arbeitsplatz kann Folgen haben. Wer beispielsweise nach einer durchfeierten Nacht mit einem »Kater« zur Arbeit geht, kann einen erhöhten Blutalkoholspiegel haben und schwebt deshalb in einer deutlich erhöhten Gefahr für Unfälle - am Arbeitsplatz und im Straßenverkehr. Und diese kommen leider nicht selten vor.
Nach Schätzungen der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen e.V. (DHS) müssen ca. fünf Prozent aller Berufstätigen als alkoholkrank bezeichnet werden. Hinzu kommen eine Vielzahl von Personen, die riskant oder schädlich Alkohol konsumieren und deren verminderte Leistungsfähigkeit und vergleichsweise hohen Fehlzeiten Kolleginnen und Kollegen sowie Unternehmen und Betriebe mit belasten. Nach aktuellen Schätzungen werden mindestens 20 Prozent aller Arbeitsunfälle durch Alkoholgenuss verursacht oder beeinflusst. Dass solche Unfälle für die Verursacher auch rechtliche Folgen haben steht, außer Frage.
Wenn Sie sich davon angesprochen fühlen und Ihren Alkoholkonsum reduzieren wollen, aber Bedenken haben, dass Ihr guter Wille allein nicht ausreicht, können Ihnen unsere Tipps und Informationen möglicherweise entscheidend dabei helfen, in den gewissen Momenten nicht schwach zu werden.