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Elternberatung

Ein Vater unterhält sich mit seiner Tochter.

Ist das noch normal? Nutzen Sie unsere Mailberatung, wenn Sie sich Sorgen um den Alkoholkonsum Ihres Kindes machen.

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Was Eltern wissen sollten

Alkohol und Risiken für Kinder

Bei Kindern und Jugendlichen ist die körperliche Entwicklung noch nicht abgeschlossen. Der Alkoholkonsum sollte deshalb deutlich unter den Grenzwerten für Erwachsene liegen!

Denn Alkohol kann für Kinder und Jugendliche gefährliche Folgen haben:

  • Je jünger der Mensch ist, umso schwerer fällt es dem Körper, Alkohol zu verkraften. Bereits geringe Mengen Alkohol können zu schweren Vergiftungen führen.
  • Ein Rausch in jungen Jahren ist ein gesundheitliches Risiko: Organe können geschädigt, vor allem aber kann die Gehirnreifung beeinträchtigt werden.
  • Die enthemmende Wirkung von Alkohol kann zu unerwünschtem aggressivem Verhalten führen. Die Risikobereitschaft steigt und damit auch die Unfallgefahr.
  • Manche Jugendliche gehen in sexueller Hinsicht unter Alkoholeinfluss mehr Risiken ein und verzichten häufiger auf Verhütung.

Sind Sie ein gutes Vorbild?

Familie beim Essen
Monkey Business / fotolia.com

Deshalb sind Sie als Mutter oder Vater besonders gefragt. Was leben Sie Ihrem Kind vor? Welche Trinkgewohnheiten pflegen Sie? Welchen Stellenwert haben alkoholische Getränke in Ihrem Leben und in Ihrer Familie? Nehmen Sie sich Zeit, diese Fragen ehrlich zu beantworten und finden Sie heraus, welche Rolle Alkohol bei Ihnen und in Ihrer Familie spielt.

  • Wird bei Ihnen zu Hause täglich Alkohol getrunken?
  • Erlebt Ihr Kind Sie manchmal betrunken?
  • Erlebt Ihr Kind, dass Sie Alkohol trinken, wenn Sie „schlecht drauf“ sind?
  • Erlebt Ihr Kind, dass Sie beispielsweise bei Festen Gäste zum Alkoholkonsum auffordern?
Oder:
  • Gibt es Zeiten bei Ihnen zu Hause, in denen kein Alkohol getrunken wird, zum Beispiel tagsüber oder während der Woche?
  • Bieten Sie Gästen Wasser und Säfte genauso selbstverständlich an wie Bier und Wein?
  • Erlebt Ihr Kind, dass Sie klare Grenzen im Umgang mit Alkohol setzen? Hört es von Ihnen Sätze wie „Nein, ich will noch Auto fahren, ich trinke keinen Alkohol!“ oder „Nein, ich möchte heute keinen Alkohol trinken.“?

Beantworten Sie sich diese Fragen ehrlich. Schätzen Sie selbst ein, ob Ihr Umgang mit Alkohol risikoarm, also im „grünen Bereich“ ist und Sie ein nachahmenswertes Vorbild für Ihr Kind sind.

Offenheit hilft

Doch selbst wenn Sie ein gutes Vorbild sind, ist es normal, dass Ihr Kind ab einem gewissen Alter zum ersten Mal Alkohol probiert. Aber: Je früher Jugendliche anfangen, Alkohol zu trinken, umso größer ist das gesundheitliche Risiko. Daher sollten Sie Ihrem Kind immer das Gefühl vermitteln, dass es Ihnen selbst unangenehme Dinge anvertrauen kann. Sie sollten es aber auch akzeptieren, wenn Ihr Kind nicht über seine Gefühle sprechen möchte. Das ist in der Pubertät ganz normal.