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Maßvoller Alkoholkonsum im Alter

Älteres Ehepaar vertieft in ein Gespräch
Bild: iStock / NemanjaMiscevic

Ältere Menschen trinken häufiger Alkohol als junge. Lesen Sie hier, welche Risiken Sie kennen sollten – und wie Sie am besten damit umgehen.

Ab 65 steigt der Alkoholkonsum

Der Alkoholkonsum im Alter nimmt an Häufigkeit zu. Das hat eine repräsentative Meinungsumfrage im Auftrag der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände ergeben. Hierzu hat das infas Institut für angewandte Sozialwissenschaft im Mai 2017 telefonisch 3.415 Bundesbürger ab 16 Jahren nach ihren Ernährungsgewohnheiten  befragt. 16 Prozent der Teilnehmer ab 65 Jahren trinken demnach täglich oder fast täglich Alkohol. Im Vergleich ist die Altersgruppe von 16 bis 29 Jahren deutlich zurückhaltender: Hier sind es nur 3 Prozent. Hinzu kommt, dass laut einer Datenerhebung des Instituts für Therapieforschung Menschen nicht nur häufiger, sondern tendenziell Alkohol in riskanten Mengen trinken, je älter sie werden.

Alkoholkonsum im Alter – Gefahr nicht unterschätzen

Täglicher Alkoholkonsum ist jedoch vor allem im höheren Alter mit Risiken verbunden. Der Körper baut den Alkohol langsamer ab, die Wirkung kann somit stärker ausfallen. Früher haben Sie „mehr vertragen“? Im Alter ändert sich das. Sie sind schneller angetrunken und das Risiko für Stürze und andere Unfälle steigt. Hinzu kommt, dass viele ältere Menschen eine Reihe von Medikamenten einnehmen, die in Verbindung mit Alkoholkonsum für gefährliche Wechselwirkungen sorgen können. So kann es zum Beispiel zu Übelkeit, Kopfschmerzen, Herzrasen und Erbrechen kommen, Alkohol kann die Wirkung von Medikamenten sogar aufheben. 

Deshalb wird Menschen ab 65 Jahren empfohlen, nicht mehr als ein Standardglas reinen Alkohol am Tag zu konsumieren. Diese Empfehlung hat das amerikanische National Institute on Alcohol Abuse and Alcoholism (NIAAA) herausgegeben. Von einem Standardglas spricht man beispielsweise bei einem kleinen Glas Bier (0,25 Liter) oder Wein (0,1 Liter). Zwei Tage pro Woche sollten zudem ganz alkoholfrei sein.

Kleine Veränderungen mit großer Wirkung

Doch gerade für ältere Menschen kann das eine große Herausforderung sein. Das tägliche Bier zum Abendessen, ein Glas Rotwein vor dem Fernseher – liebgewonnene Gewohnheiten bestehen meist über Jahrzehnte und lassen sich nicht so einfach abschütteln. Hinzu kommt, dass vielen älteren Menschen gar nicht bewusst ist, wann ein riskanter Alkoholkonsum überhaupt beginnt. Informieren Sie sich hier und nutzen Sie unseren Alkohol-Selbsttest. Er gibt Aufschluss über Ihren ganz individuellen Alkoholkonsum und zeigt Ihnen, ob Sie sich im kritischen Bereich befinden. Auch auf unserer Website können Sie sich umfassend informieren und erhalten hilfreiche Tipps, wie Sie Ihr eigenes Konsumverhalten verändern können. Ganz wichtig ist: Stecken Sie sich anfangs nicht zu hohe Ziele. Kleine Veränderungen können schon vieles bewirken. Wie wäre es zum Beispiel mit einem alkoholfreien Bier zum Abendessen? Und statt Rotwein schmeckt Ihnen vielleicht auch eine leckere Schorle? Vielleicht gibt es auch ein Hobby, das Sie längst schon einmal ausprobieren wollten? Wagen Sie den Schritt! Sie lernen neue Menschen kennen und gestalten Ihren Alltag neu und abwechslungsreich. Sie werden merken: Nach und nach können Sie so Ihre alten Traditionen aufbrechen – für mehr Lebensfreude und Gesundheit, auch im Alter.

Hier finden Sie Hilfe und Unterstützung

Haben Sie das Gefühl, dass Sie noch mehr Unterstützung benötigen? Dann nutzen Sie das BZgA-Infotelefon und lassen Sie sich persönlich beraten. Hier finden Sie zusätzliche Informationen, wie Sie mit einer Alkoholabhängigkeit umgehen und wo Sie sich Hilfe suchen können.