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Corona, Kinder & Alkohol: Was Eltern jetzt beachten sollten

Teenager tollen mit Vater auf Sofa herum
gettyimages / filadendron

Für Eltern ist die aktuelle Situation besonders herausfordernd. Doch gerade jetzt ist es wichtig, Kindern ein Vorbild zu sein, auch bezüglich Alkohol.

Besondere Zeiten erfordern starke Eltern

Die Corona-Pandemie bringt für viele Menschen vor allem Stress und Unsicherheit mit. Eltern sind dabei besonders betroffen: Geschlossene Kitas, das eigenständige Unterrichten schulpflichtiger Kinder neben der Arbeit, wegfallende Möglichkeiten zur Kinderbetreuung, Jugendliche, die sich aufgrund der Ausgangsbeschränkungen nicht richtig ausleben können.

Dazu kommen möglicherweise existenzielle Ängste, hervorgerufen von unsicheren Jobperspektiven, sei es aufgrund von Kurzarbeit und/oder des plötzlichen Wegfalls von großen Teilen des normalen Einkommens.

Obendrein ist da noch die Sorge um die Gesundheit – um die eigene, ebenso wie um die von Freunden, Familienangehörigen, liebgewonnenen Menschen.

Was jetzt für Eltern wichtig ist

Gerade in diesen für alle Beteiligten unsicheren und herausfordernden Zeiten brauchen Kinder und Jugendliche Unterstützung von Eltern, die Ihnen mit Rat und Tat zur Seite stehen. Dabei spielt auch Ihr Umgang mit Alkohol eine wichtige Rolle.

Seien Sie in puncto Alkohol ein Vorbild

Auch, wenn Sie sich aktuell in einer besonderen Drucksituation befinden, ist es wichtig, einen klaren Kopf zu bewahren.

  • Vermeiden Sie es, für die Problembewältigung, den Stressabbau oder zur Entspannung Alkohol zu trinken. Alkohol kann Stresssymptome nicht lösen, sondern sie eher noch verstärken.
  • Falls Sie dennoch Alkohol trinken, achten Sie darauf, dass es bei kleinen Mengen und nur in bestimmten Situationen wie beim Abendessen bleibt – nehmen Sie Ihre Vorbildfunktion jetzt besonders ernst.
  • Sorgen Sie dafür, dass Kinder und Jugendliche in Ihrem Haushalt keinen Zugang zu alkoholischen Getränken haben, um kritischen Situationen vorzubeugen.
  • Kaufen Sie aktuell keine alkoholischen Getränke ein. Das verleitet Sie womöglich zu einem höheren Alkoholkonsum zuhause und sendet ein falsches Signal an Ihre Kinder. Ihre Einstellung zu Alkohol kann besonders jetzt für Ihre Kinder prägend sein – egal, ob sie noch sehr jung, über 12 oder über 16 Jahre alt sind.
  • Sprechen Sie mit Ihren Kindern darüber, warum insbesondere riskanter Alkoholkonsum in Zeiten von Corona problematisch ist: thematisieren Sie z.B., wie das Sinken der Hemmschwelle im alkoholisierten Zustand zur Vernachlässigung von etwa Abstands- und Quarantäneregelungen und so zu einer Infektion bzw. einer weiteren Verbreitung des Virus führen kann.
  • Sensibilisieren Sie Ihre Kinder verstärkt dafür, dass Alkohol kein Problemlöser ist und nachweislich auch nicht gegen das Corona-Virus hilft.

Gehen Sie auch sonst mit gutem Beispiel voran

Nicht nur in Bezug auf Alkohol sind Kinder und Jugendliche in der aktuellen Situation besonders auf Sie als Vorbild angewiesen. Möglicherweise tun sich Ihre Kinder z.B. damit schwer, die aktuellen Kontaktbeschränkungen und Regeln (z.B. Maskenpflicht) zu akzeptieren – sei es aus Unwissenheit oder weil sie unzuverlässigen Quellen Glauben schenken.

Bleiben Sie für Ihre Kinder ansprechbar

Nach wie vor haben die meisten Kinder und Jugendliche kaum direkten Kontakt zu vielen ihrer Bezugspersonen (Freunde und Freundinnen, Mitschüler und Mitschülerinnen etc.). Es ist wichtig, dass Ihre Kinder Sie als verlässlichen Ansprechpartner bzw. Ansprechpartnerin wahrnehmen. Nur so können Sie mögliche Probleme frühzeitig erkennen und unterstützend und beratend eingreifen.

  • Versichern Sie Ihren Kindern, dass sie sich jederzeit vertrauensvoll an Sie wenden können.
  • Strahlen Sie Zuversicht aus – auch, wenn es aktuell schwerfällt.

Anregungen dazu, wie Sie die zusätzliche und manchmal auch belastende Zeit zuhause möglichst angenehm gestalten können, haben wir ebenfalls für Sie zusammengestellt.

Brauchen Sie Hilfe?

Sollten Sie sich mit der aktuellen Situation überfordert fühlen und z.B. feststellen, dass Sie Ihr Trinkverhalten nicht so unter Kontrolle haben, wie Sie möchten, zögern Sie nicht, Hilfe in Anspruch zu nehmen. Wenden Sie sich in diesem Fall vertraulich z.B. an eine Suchtberatungsstelle oder an eine Selbsthilfegruppe.

Wenn Sie wegen Ihrer familiären Situation Hilfe benötigen, finden Sie hier Hinweise zu Beratungsangeboten, die auch in Zeiten der Kontakteinschränkungen genutzt werden können.