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Nein zu Alkohol in der Schwangerschaft – so schützen Sie Ihr Baby

Mehr als jede vierte schwangere Frau in Deutschland trinkt Alkohol. Die Folgen von Alkoholkonsum in der Schwangerschaft sind jedoch dramatisch.

Selbst geringer Alkoholkonsum schadet

„Am Wochenende mal ein Auge zudrücken und mit Freunden anstoßen, da kann doch nichts passieren.“ Oder: „Am Ende der Schwangerschaft ist nichts gegen ein Gläschen Wein zu sagen.“ Hunderte solcher Mythen schwirren durch die Gesellschaft – mit verheerenden Folgen. Denn genau das Gegenteil ist der Fall: Es gilt mittlerweile als gesichert, dass selbst ein geringer Alkoholkonsum oder vereinzelte Trinkexzesse zu erheblichen gesundheitlichen Beeinträchtigungen beim Ungeborenen führen können.

Das Risiko wird oft unterschätzt

Allein in Deutschland kommen jährlich schätzungsweise mehr als 10.000 Kinder mit alkoholbedingten Folgeschäden, so genannten fetalen Alkoholsyndrom-Effekten (FASD), zur Welt. Rund 2.000 Kinder sind von der schwersten Form, dem Fetalen Alkoholsyndrom (FAS), betroffen. Die Kinder weisen körperliche und geistige Entwicklungsstörungen auf und sind in ihrem Verhalten auffällig. Über das Risiko solcher Erkrankungen sind sich viele Schwangere nicht bewusst. Die erschreckenden Zahlen: In Deutschland  leben nur sechs Prozent der schwangeren Frauen vollständig abstinent. Jede vierte Schwangere trinkt mehr oder weniger Alkohol. Stress, Druck von außen und liebgewonnene Gewohnheiten verleiten sie häufig dazu, auch in der Schwangerschaft nicht auf das eine oder andere Gläschen zu verzichten. Hier spielt auch der Partner oder die Partnerin eine große Rolle.  Viele Mütter berichten rückblickend, dass sie sich „eigentlich nur aus Liebe“ und „weil er oder sie das so wollte“ zum Alkoholtrinken verleiten ließen. 

Gemeinsam geht es leichter

Was also ist zu tun, um Frauen in der Schwangerschaft zu bestärken, komplett auf Alkohol zu verzichten? Das wirksamste Mittel ist: Mitmachen! Ob Lebenspartner oder -partnerin, Familienangehörige oder enge Freunde: Gemeinsam verzichten fällt häufig leichter – und kann auch richtig Spaß machen. So bietet sich jetzt die perfekte Gelegenheit, Neues auszuprobieren. Wie wäre es zum Beispiel mit einem alkoholfreien Cocktail?

Eine Schwangerschaft ist außerdem ein guter Moment, um auch als Partner oder Partnerin den eigenen Alkoholkonsum kritisch zu hinterfragen – zum Beispiel mit unserem Alkohol-Selbsttest. Für Schwangere bieten wir zusätzlich einen speziellen Selbsttest an, der dabei hilft, das eigene Verhalten besser einzuordnen.

Dem Baby etwas Gutes tun – und sich selbst

Werdende Eltern haben schon jetzt eine große Verantwortung. Schwangere bilden mit ihrem Baby eine Einheit, ihre Körper sind über die Nabelschnur und die Plazenta verbunden. Fest steht: Wenn die schwangere Frau ihrer Gesundheit schadet, schadet sie auch ihrem Baby. Tut sie sich und ihrem Körper hingegen etwas Gutes, profitiert auch das Kind davon. Das kann gesunde Ernährung oder Erholung an der frischen Luft sein – Alkohol hingegen nicht. Die Zeit der Schwangerschaft ist auch ein guter Moment, um zu überlegen, welches Vorbild Eltern ihrem Kind sein möchten. Denn das spätere Trinkverhalten des Kindes wird stark davon beeinflusst, wie die Eltern selbst mit Alkohol umgehen.

Hier finden Sie Hilfe

Sie benötigen  Unterstützung dabei, in der Schwangerschaft auf Alkohol zu verzichten? Damit sind Sie nicht allein. Zögern Sie nicht, Ihre Frauenärztin oder Ihren Frauenarzt anzusprechen. Sie können Ihnen hilfreiche Tipps geben, wie Sie während der Schwangerschaft und Stillzeit auf Alkohol verzichten können. Ist Ihnen ein persönliches Gespräch unangenehm oder aus anderen Gründen für Sie keine Option, nutzen Sie das Online-Programm IRIS. Hier lernen Sie in einem zwölfwöchigen Programm mit interaktiven Übungen und individuellen Lösungsstrategien, auf Alkohol zu verzichten – kostenlos und anonym. So geben Sie Ihrem Baby die Chance auf einen gesunden Start ins Leben!

Weiterführende Informationen zum Thema finden Sie auf unserer Seite unter der Rubrik „In der Schwangerschaft“.
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