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Warum Promille-Radler sich und andere gefährden

„Ich bin mit dem Rad da, ich kann ruhig ein paar Bierchen trinken.“ Dieser Trugschluss ist immer noch weit verbreitet. Wer sein Auto stehen lässt und stattdessen mit dem Fahrrad zum Biergarten oder zur Grillparty fährt, hat noch lange keinen Freibrief.

Alkohol und Fahrrad fahren? Keine gute Idee!

Denn laut dem Strafgesetzbuch wird bestraft, wer infolge des Genusses alkoholischer Getränke oder anderer berauschender Mittel nicht in der Lage ist, ein Fahrzeug sicher im Verkehr zu führen. Doch nicht nur PKW und Alkohol, auch Fahrrad fahren und Alkohol passen ganz und gar nicht zusammen. Wenn Sie von der Polizei wegen einer alkoholtypischen unsicheren Fahrweise mit Ihrem Fahrrad angehalten werden und mehr als 0,3 Promille im Blut haben, droht Ihnen eine Strafanzeige.

Richtig unangenehm wird es, wenn Sie angetrunken mit dem Fahrrad einen Unfall verursachen. Je nach Alkoholspiegel hat das eine Strafanzeige, Bußgelder und Punkte in Flensburg zur Folge. Das gilt auch dann, wenn Sie zu der Zeit keinen Autoführerschein besitzen.  

Alkohol beeinträchtigt die Fahrtauglichkeit

Betrunkene radeln gefährlich: Laut Statistischem Bundesamt gab es 2013 in Deutschland rund 70.000 Unfälle, an denen Fahrräder beteiligt waren. Mehr als 3.400 der Fahrradfahrer waren dabei betrunken.

Seien Sie deshalb vorsichtig mit Alkohol, wenn Sie anschließend aufs Rad steigen wollen. Schon bei geringen Mengen Alkohol erhöht sich das Unfallrisiko beträchtlich: Ihr Gesichtsfeld wird eingeschränkt und Ihr Sehvermögen verschlechtert sich. Alkohol erhöht die Risikobereitschaft, Gefahren werden nicht mehr richtig eingeschätzt. Der Alkohol beeinträchtigt Ihr Gleichgewichtsgefühl und Ihr Reaktionsvermögen - und gerade das brauchen Sie, wenn Sie sich mit dem Fahrrad im Straßenverkehr sicher bewegen wollen.

Bedenken Sie, dass Sie auf dem Fahrrad fast überhaupt nicht geschützt sind. Trotz der vergleichsweise geringen Geschwindigkeit verursachen Fahrradunfälle meist gravierende Verletzungen. Unter Alkoholeinfluss sind Sie besonders gefährdet. So fallen beispielsweise laut dem Allgemeinen Deutschen Fahrradclub (ADFC) betrunkene Radfahrer dreimal häufiger aufs Gesicht als Radler, die im nüchternen Zustand einen Unfall haben.

Trinken Sie deshalb nichts oder nur wenig, wenn Sie mit dem Fahrrad unterwegs sind. Fahren Sie besser mit der Devise „kein Alkohol am Lenker“.

Das Limit für einen risikoarmen Alkohol­genuss

Frauen: Nicht mehr als 1 Standard­glas Alkohol pro Tag

Männer: Nicht mehr als 2 Standard­gläser Alkohol pro Tag

Für Männer und Frauen gilt: An mindestens zwei Tagen pro Woche sollte ganz auf Alkohol­ verzichtet werden, um eine Gewöhnung zu vermeiden.