Mann mit Brille benutzt Tablet.

10 Tipps für die tollen Tage

Glauben Sie auch, dass Karneval bzw. Fasching nur alkoholisiert richtig Spaß macht? Oder zögern Sie, ins Kostüm zu steigen und mitzufeiern, weil Sie Angst vor dem Kater am nächsten Morgen haben?

Närrisch, aber nicht betrunken

Das wäre schade, denn das närrische Treiben lässt sich durchaus auch ohne Promille genießen. Natürlich ist es inmitten der ausgelassenen Menge oft nicht leicht, „Nein, danke!“ zu sagen. Wenn Sie die tollen Tage heil überstehen möchten, sollten Sie sich eine kluge Strategie zurechtlegen, wie Sie auch ohne übermäßigen Alkoholkonsum ausgelassen mitfeiern können. Folgende Tipps können Ihnen dabei helfen:

  1. Probieren Sie es einmal mit einem witzigen Kostüm! Sie werden mehr Spaß haben und öfter angesprochen werden, als es durch die vermeintliche alkoholbedingte Lockerheit jemals möglich ist.
  2. Schließen Sie sich Leuten an, die gerne feiern, singen und lachen, aber zur guten Laune nicht unbedingt viel Alkohol benötigen.
  3. Trinken Sie Alkohol nicht schnell! Lassen Sie sich Zeit. Wer sein Glas hinunterschüttet, wird von der Wirkung des Alkohols überrascht. Ein weiterer Vorteil: Wenn Sie langsam trinken, halten Sie immer ein Glas in der Hand und bekommen nicht gleich wieder ein neues aufgedrängt.
  4. Trinken Sie zwischendurch immer wieder ein Glas Wasser oder Saftschorle. Das bremst nicht nur den Alkoholkonsum, es gleicht auch den alkoholbedingten Flüssigkeitsverlust aus.
  5. Nutzen Sie Alkohol nicht als Durstlöscher. Wenn Sie vom Singen und Tanzen eine trockene Kehle bekommen, trinken Sie lieber ein Glas Wasser. Alkohol führt zu einem verstärkten Harndrang, sodass der Körper letztlich mehr Wasser verliert, als ihm zugeführt wird. Dieser Flüssigkeitsverlust bewirkt auch teilweise das Katergefühl am nächsten Morgen.
  6. Trinken Sie auf Faschingsumzügen, Prunksitzungen & Co. keinen Schnaps oder andere harte Sachen. Bei Hochprozentigem kommt die Wirkung häufig sehr schnell und heftig. Ehe Sie es sich versehen, sind Sie stark alkoholisiert.
  7. Im tollen Treiben bekommt man schnell ein Glas in die Hand gedrückt. Setzen Sie öfter mal eine Runde aus. Kein Mensch wird es Ihnen übelnehmen.
  8. Nehmen Sie keinesfalls an Trinkspielen teil und gehen Sie nicht auf Flatrate-Partys. Dort können Sie einem überhöhten Alkoholkonsum kaum entgehen. Lehnen Sie solche Angebote grundsätzlich ab.
  9. Auch wenn Sie vielleicht nicht gleich in Stimmung kommen: Trinken Sie nicht aus Frust, Traurigkeit oder Langeweile. Greifen Sie nicht zum Glas, um sich die gewünschte Feierlaune anzutrinken. Genießen Sie einfach das närrische Treiben: Es wird früher oder später ansteckend auf Sie wirken - auch ohne viel Alkohol.
  10. Übrigens: Der Alkohol, den Sie trinken, bleibt im Körper bis die Leber ihn abgebaut hat. Wie lange dies dauert, verrät Ihnen unser Promillerechner auf kenn-dein-limit.de. Viele Tipps, die als sogenannte "Kater-Kille" bekannt sind, sind nichts weiter als Mythen:

  • Bier auf Wein, das lass sein: Wer beim Bier bleibt, bekommt keinen dicken Kopf? Viele alkoholische Getränke enthalten neben reinem Alkohol hohe Mengen an Fuselalkoholen. Diese Mixtur macht dem Körper zu schaffen. Die Herzleistung wird vermindert, das Gehirn bekommt weniger Sauerstoff. Die Wirkung kann das Gefühl der Betrunkenheit verstärken, schneller betrunken wird man dadurch jedoch nicht.
  • Starker Kaffee macht wieder fit.  Kaffee macht wach, aber nicht nüchtern. Den Alkoholabbau können Sie damit nicht beeinflussen.
  • Eine kalte Dusche vertreibt den Kater. Nach einer kalten Dusche fühlen Sie sich vielleicht wohler, aber der Blutalkoholwert bleibt unverändert.
  • Mineralwasser, Rollmops, Bouillon & Co. gleichen zwar den alkoholbedingten Verlust von Flüssigkeit, Salz und Mineralien aus - trotzdem braucht die Leber ihre Zeit, um den Alkohol abzubauen.
  • Alkohol wird durch Bewegung ausgeschwitzt. Auch das ist falsch, weil der Alkohol schon im Blut ist und durch die Leber abgebaut werden muss.
  • Ein kurzes Nickerchen - und Sie sind wieder frisch? Schlaf tut Ihnen sicher gut. Den Entgiftungsprozess in der Leber können Sie damit aber nicht beschleunigen.
  • Das Katerbier: Gegen Alkohol hilft nur Alkohol. Davon ist dringend abzuraten. Noch mehr Alkohol zu trinken, wäre eine zusätzliche Belastung für die Leber. Der Alkoholabbau wird damit nur verschoben, die Auswirkungen des zu hohen Alkoholkonsums werden weiter verschlimmert.

Fazit: Sie können Ihren alkoholbedingten Brummschädel und die Übelkeit zwar durch Schmerztabletten, Wasser- und Mineralienzufuhr lindern. Den Abbau Ihres Blutalkoholspiegels können Sie aber nicht beschleunigen. Nach einer durchzechten Nacht sollten Sie deshalb auch am Folgetag das Auto lieber stehen lassen und keine Tätigkeiten ausüben, die Aufmerksamkeit und ein gutes Reaktionsvermögen verlangen.

Das Limit für einen gesund­heitlich unbedenk­lichen Alkohol­genuss
Männer:
Nicht mehr als 2 Standard­gläser Alkohol pro Tag.
Frauen:
Nicht mehr als 1 Standard­glas Alkohol pro Tag.
Für Männer und Frauen gilt:
An mindestens zwei Tagen pro Woche sollte ganz auf Alkohol­konsum verzichtet werden.