Mann mit Brille benutzt Tablet.

Gute Gründe

Gesund, gut gelaunt und voller Energie: Alkoholfrei zu leben, hat eindeutige Vorteile

Alkohol oder kein Alkohol? Diese Frage stellt sich immer wieder. Ob auf einer Party, beim Treffen mit Freunden oder auf dem Sofa vor dem Fernseher – oft scheint erst einmal vieles für den Alkohol zu sprechen. Langfristig gibt es allerdings viele gute Gründe dafür, alkoholfrei zu leben oder den Alkoholkonsum zumindest zu reduzieren. Einige sind offensichtlich, andere überraschend, aber alle überzeugend.

Sie sind gesünder

Ihr Hausarzt hat Ihnen gerade zu Ihrer hervorragenden Gesundheit gratuliert? Ein eindeutiges Zeichen dafür, dass sich das alkoholfreie Leben positiv auf Ihren Körper auswirkt. Nehmen Sie nur das Herz-Kreislauf-System: Regelmäßiger Alkoholkonsum schwächt das Herz und verengt die Arterien. Das Blut kann so schlechter durchgepumpt werden, Ihr Blutdruck steigt. Was wiederum das Risiko für Folgeerkrankungen erhöht. Auf Alkohol zu verzichten, kann dagegen helfen, den Blutdruck zu senken und damit auch das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Und auch Ihrer Leber wird es besser gehen. Denn sie ist es, die den Löwenanteil des Abbaus von Alkohol übernimmt. Wer regelmäßig viel trinkt, riskiert beispielsweise eine Fettleber, Leberschwellungen oder -entzündungen. Trinken Sie deutlich weniger oder gar keinen Alkohol, hat Ihre Leber dagegen die Chance, sich zu regenerieren. Zusätzlich verringern Sie mit einem alkoholfreien Lebensstil das Risiko, an Krebs zu erkranken und schützen Ihr Gehirn und zahlreiche weitere Organe vor langfristigen Schäden.

Sie schlafen besser

Wer keinen oder nur wenig Alkohol trinkt, schläft besser. Zwar kann das Glas Wein oder Bier kurzfristig beim Einschlafen helfen. Insgesamt aber sinkt die Schlafqualität, denn Alkohol bringt die verschiedenen Schlafphasen durcheinander. Anstatt zunächst eine sogenannte REM-Schlafphase zu durchlaufen, geht der Körper gleich in den Tiefschlaf über. Doch wenn die Wirkung des Alkohols nachlässt, wird der Tiefschlaf unterbrochen und damit auch die körperliche Regeneration. Gerade in den frühen Morgenstunden schlafen wir nun unruhiger und können uns nicht richtig erholen.

Zudem kann es sein, dass wir in einer solchen Nacht nur ein bis zwei anstelle der üblichen sechs bis sieben REM-Schlafphasen durchlaufen. Ausreichend REM-Schlaf aber ist wichtig für unsere Konzentration, unser Gedächtnis und unsere motorischen Fähigkeiten. Die veränderte Schlafqualität hat also zur Folge, dass wir am nächsten Tag trotz ausreichend Schlaf weder geistig noch körperlich erholt sind.

Ehepaar bei Dehnungsübungen nach sportlicher Betätigung
Bild: Ridofranz / iStock

Sie vermeiden Übergewicht

Alkohol macht dick. Ein Gramm reiner Alkohol enthält 7 Kalorien (kcal). Zum Vergleich: Ein Gramm Fett hat 9 kcal, ein Gramm Zucker 4 kcal. Zusätzlich drosselt Alkohol auch noch die Fettverbrennung. Ist der Körper mit Alkoholabbau beschäftigt, baut er weniger Körperfett ab und speichert mehr davon in den Fettzellen.

Hinzu kommt, dass Alkohol ausschließlich sogenannte leere Kalorien enthält, die dem Körper keine wichtigen Stoffe wie etwa Vitamine oder Spurenelemente liefern. Und obwohl Alkohol so viele Kalorien hat, macht er nicht satt. Im Gegenteil: Viele Menschen entwickeln Heißhunger, wenn sie Alkohol getrunken haben. Der Kneipenabend endet dann nicht selten an der Imbissbude.

Wer den Alkohol weglässt, kann dagegen schon nach etwa zehn Tagen einen positiven Effekt am Hosenbund bemerken.

Ihre Haut strahlt

Der Blick in den Spiegel zeigt Ihnen ein frisches, strahlendes Hautbild? Keine Überraschung, wenn Sie den Alkohol gestrichen haben. Alkohol wirkt sich negativ auf das Hautbild aus. Er entzieht dem Körper – und damit auch der Haut – Wasser und erweitert die Blutgefäße. Manche Menschen bekommen deshalb schon nach wenigen Schlucken rote Wangen. Und wer regelmäßig viel Alkohol trinkt, dessen Haut wirkt teigig und aufgedunsen.

Sie sind fitter

Egal, ob Sie einfach nur zum Spaß Sport treiben oder auf Leistungsniveau – ohne Alkohol macht es definitiv mehr Spaß und ist deutlich effektiver. Damit Muskeln wachsen, brauchen sie Training, Ruhephasen und eine ausreichende Zufuhr von Nährstoffen. Wachstumshormone sind am Muskelaufbau beteiligt. Studien zeigen, dass Alkohol die Ausschüttung von Wachstumshormonen im Körper senkt und damit das Muskelwachstum drosselt.

Außerdem entzieht Alkohol dem Körper Wasser, da er die Wasserausscheidung über die Nieren fördert. Schwitzen Sie zusätzlich, dehydrieren Sie noch mehr. Das erschwert den Abtransport von Schadstoffen, Muskelzellen werden nicht ausreichend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt. Zudem raubt Ihnen der Alkohol Energie. Das gilt, wenn Sie am Tag zuvor Alkohol getrunken haben, und erst recht, wenn Sie kurz vor dem Training Alkohol zu sich nehmen. Beim Sport verbraucht der Körper mehr Energie als sonst und zwar in Form von Glukose, also Blutzucker. Glukose wird von der Leber produziert, die aber wiederum mit dem Abbau des Alkohols beschäftigt ist. Das Ergebnis: Sie sind langsamer, weniger konzentriert und Ihre Koordination leidet.

Sie haben bessere Laune und mehr Energie

Alkohol drückt auf Dauer auf die Stimmung. Zwar verbinden viele Alkohol mit Spaß und guter Laune, doch tatsächlich wirkt Alkohol wie ein dämpfendes Beruhigungsmittel und kann im schlimmsten Fall sogar depressive Verstimmungen auslösen. Denn Alkohol beeinflusst die chemischen Vorgänge in unserem Gehirn. Erst einmal scheinbar positiv: Alkohol kurbelt die Ausschüttung der Botenstoffe Serotonin und Dopamin an. Probleme erscheinen dadurch vorübergehend kleiner, Sie sind entspannter, weniger gehemmt. Das Risiko: Sie können sich daran gewöhnen. Eines Tages fühlen Sie sich dann nur noch mit Alkohol so.

Wer das Experiment wagt und den Alkohol für einige Wochen streicht, wird feststellen, dass er plötzlich mehr Energie hat. Der dämpfende Effekt ist weg, die Laune steigt. Und noch etwas trägt zum steigenden Energieniveau bei: Die verkaterten Tage danach fallen weg. Auch etwas, an das man sich gewöhnen kann.