Mann mit Brille benutzt Tablet.

Radfahren unter Alkoholeinfluss

Warum  betrunkene Radfahrer sich und andere gefährden

Kein Alkohol am Steuer – das weiß jeder. Viele nutzen deshalb den guten alten Drahtesel für die Fahrt zur Kneipe, zum Biergarten oder zur Gartenparty. Sie denken, dass Sie nun ungehindert Alkohol trinken können? Ein Trugschluss. Nach dem Strafgesetzbuch wird bestraft, wer „infolge des Genusses alkoholischer Getränke oder anderer berauschender Mittel nicht in der Lage ist, ein Fahrzeug sicher im Verkehr zu führen“. Auch ein Fahrrad ist ein Fahrzeug. Wenn Sie als Radfahrer also unter Alkoholeinfluss den Verkehr gefährden oder sogar einen Unfall verursachen, machen Sie sich strafbar. Je nach festgestelltem Blutalkoholwert drohen Bußgelder, Strafanzeigen, Punkte in Flensburg oder auch der Führerscheinentzug.

Alkohol beeinträchtigt die Fahrtauglichkeit

Betrunkene radeln gefährlich: Rund 13.750 Personen mit Alkohol im Blut waren laut Statistischem Bundesamt im Jahr 2014 an Verkehrsunfällen beteiligt, bei denen Menschen verletzt oder getötet wurden. Jeder Vierte dieser alkoholisierten Verkehrsteilnehmer war ein Fahrradfahrer (25,7 %). Seien Sie deshalb vorsichtig mit Alkohol, wenn Sie anschließend aufs Rad steigen wollen. Schon bei geringen Mengen Alkohol steigt das Unfallrisiko beträchtlich: Ihr Gesichtsfeld wird eingeschränkt und Ihr Sehvermögen verschlechtert sich. Alkohol erhöht die Risikobereitschaft, Gefahren werden nicht mehr richtig eingeschätzt. Der Alkohol beeinträchtigt Ihr Gleichgewichtsgefühl und Ihr Reaktionsvermögen – und gerade das brauchen Sie, wenn Sie sich mit dem Fahrrad im Straßenverkehr sicher bewegen wollen.

Als Radler sollten Sie deshalb ebenso die Finger vom Alkohol lassen wie als Autofahrer. Probieren Sie es aus: Ein netter Abend mit Freunden lässt sich auch ohne Alkohol genießen. Treten Sie beim Alkohol kürzer und dafür mehr in die Pedale. Denn Radfahren aktiviert Ihren Kreislauf und das wiederum sorgt für gute Laune – ganz ohne Promille.