Mann mit Brille benutzt Tablet.

So bleiben Sie stark!

Wie andere Ihnen helfen können

Die Entscheidung, weniger Alkohol zu trinken, kann Ihnen niemand abnehmen. Haben Sie diese Entscheidung für sich jedoch getroffen, können Ihnen die Menschen in Ihrer Umgebung eine große Hilfe sein:

  • indem sie Ihre Entscheidung anerkennen und nicht versuchen, Sie zum Trinken von Alkohol zu bewegen.
  • indem sie selbst ebenfalls weniger Alkohol konsumieren.
  • indem sie Ihnen in kritischen Momenten beistehen: "Du kannst mich jederzeit anrufen." - "Komm, wir gehen für fünfzehn Minuten vor die Tür." - "Hast du Lust, Freitagabend mit mir ins Kino zu gehen?"
  • indem sie sich Belohnungen für Sie ausdenken oder Belohnungen mit Ihnen teilen, die Sie sich ausgedacht haben: "Wenn ich diese Woche erfolgreich bin, gehen wir Sonntagabend zusammen essen."

Zu einer hilfreichen Unterstützung gehören jedoch auch klare Grenzen: Sie haben für Ihren Erfolg bzw. Misserfolg die Verantwortung. Machen Sie nicht andere Personen oder Umstände dafür verantwortlich.

Zwei Bergsteiger im Fels, die sich gegenseitig helfen
crazymedia / Fotolia.com

Ein Rückfall in alte Gewohnheiten? Kein Grund, aufzugeben!

Haben Sie an einem Abend mehr getrunken, als Sie sich vorgenommen hatten? Sind Sie trotz bester Vorsätze wieder in alte Gewohnheiten zurückgefallen? War es der Geburtstag eines Freundes? Der Freitagabend in der Kneipe, ein Flirt, der Ärger über die hohen Kosten für die Autoinspektion? Oder Anspannung, Langeweile, Einsamkeit …?

Kein Grund, aufzugeben! Verbannen Sie Gedanken wie: "Es hat ja doch keinen Sinn." Oder: "Ich schaffe das ohnehin nicht." Jeder Tag, an dem Sie Ihre Vorsätze in die Tat umgesetzt haben, ist ein Erfolg für Sie.

Andererseits sollten Sie einen Rückfall nicht auf die leichte Schulter nehmen. Denken Sie noch einmal intensiv an die Situation und an die Gefühle, die dazu führten, dass Sie zu viel getrunken haben. Was könnte Ihnen helfen, beim nächsten Mal standhaft zu bleiben? Machen Sie sich eine möglichst klare Vorstellung davon, was Sie das nächste Mal in einer ähnlichen Situation tun und sagen werden. Halten Sie Ihre Lösungsidee in einigen Stichworten schriftlich fest und schauen Sie danach wieder nach vorn. "Die ersten fünf Tage war ich wirklich konsequent. Ab heute werde ich ebenso konsequent weitermachen. Ich bin jetzt vorbereitet und werde die Situation das nächste Mal besser meistern."

Und wenn es immer wieder schiefläuft?

Gelingt es Ihnen innerhalb von zwei bis drei Monaten nicht, mit Hilfe der hier vorgestellten Tipps und Anregungen deutlich weniger zu trinken, könnte der Weg der Selbstkontrolle und des Reduzierens nicht der richtige für Sie sein. Vielleicht weil persönliche und soziale Nöte Ihren Willen untergraben, oder weil Sie sich in einem Maß an Alkohol gewöhnt haben, sodass zusätzliche fachliche Unterstützung hilfreich ist.

Das ist kein Grund, um aufzugeben, denn damit sind Sie nicht allein! Auf kenn-dein-limit.de finden Sie weiterführende Hinweise und Adressen verschiedener Anlaufstellen, die Ihnen persönliche Beratung und Unterstützung bei Alkoholproblemen anbieten.