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Eine Wanne voll Alkohol

So viel Alkohol trinken Sie gar nicht? Der Durchschnitt sagt etwas anderes.

Drogen? Klar, das sind Substanzen wie Heroin oder Crystal Meth. Aber Alkohol? Das ist doch ein Genussmittel. Auch wenn viele dieser Meinung sind, ist dem mitnichten so. Die gesundheitlichen Risiken, die mit Alkoholkonsum verbunden sind, werden häufig unterschätzt. Zum Weltdrogentag am 26. Juni werfen wir deshalb einen Blick auf die Alkoholmengen, die jährlich in Deutschland bzw. auf der ganzen Welt getrunken werden. 2014 beispielsweise lag der durchschnittliche Pro-Kopf-Konsum in Deutschland bei 9,6 Liter reinem Alkohol, was umgerechnet eine ganze Badewanne voll alkoholischer Getränke bedeutet.

Deutschland ist Hochkonsumland

Mit dem, was wir Deutschen pro Jahr im Durchschnitt an Alkohol trinken, liegen wir deutlich über dem weltweiten Schnitt von 6,2 Liter reinem Alkohol. Deutschland gilt damit als Hochkonsumland. Für den Vergleich rund um den Globus hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) den Alkoholkonsum der weltweiten Bevölkerung über 15 Jahre untersucht. Bemerkenswert: 62 Prozent der Menschen hatten zum Zeitpunkt der Studie in den vergangenen zwölf Monaten gar keinen Alkohol getrunken.

Fast zwei Millionen Erwachsene sind alkoholabhängig

Hinter den Zahlen stecken traurige Fakten. 3,3 Millionen Menschen sterben weltweit jedes Jahr an den Folgen von übermäßigem Alkoholkonsum. Allein in Deutschland sind etwa 1,77 Millionen Erwachsene alkoholabhängig. Das heißt, ihr Leben dreht sich zunehmend nur noch um die Droge Alkohol. Circa 1,61 Millionen konsumieren Alkohol immerhin missbräuchlich. Darunter versteht man jeden Alkoholkonsum, der gesundheitliche, soziale oder psychische Schäden verursacht. Etwa 7,4 Millionen Deutsche über 18 Jahre konsumieren Alkohol in riskanten Mengen , also oberhalb der empfohlenen Grenzwerte. Es besteht das Risiko, dass dieses Trinkverhalten auf Dauer ihrer Gesundheit schaden kann. Das Risiko sinkt, wenn der Alkoholkonsum eine bestimmte Menge nicht überschreitet.

Quellen:
Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen e.V., Jahrbuch Sucht 2016
WHO, Global status report on alcohol and health 2014