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Besser leben

Gesunde Alternativen zum Alkohol – nicht nur für die Fastenzeit

Bei der Frage "Wie ersetze ich Alkohol in meinem Alltag?" geht es nicht nur um Getränke. Es geht auch um Gewohnheiten, die sich über die Jahre eingeschlichen haben und die wir jetzt los werden wollen. Dazu gehört unter anderem, sich neue, gesündere Routinen zu schaffen. Wir haben Ideen für Sie gesammelt, was das für Alternativen sein könnten.

Etwas unternehmen statt in der Kneipe zu sitzen

Treffen Sie sich mit bestimmten Freunden fast immer in einer Kneipe? Planen Sie diese Verabredung beim nächsten Mal von vornherein ganz anders. Im Winter könnten Sie sich beispielsweise zu einem Badminton-Match in der Halle verabreden oder zum Eislaufen. Besuchen Sie gemeinsam eine Ausstellung, treffen Sie sich in der Sauna oder im Sommer zu einer Runde Tischtennis im Park. Volkshochschulen bieten außerdem zum Beispiel oft Kulturveranstaltungen vor Ort für kleines Geld an.

Auf Ihrer gemeinsamen Agenda steht eigentlich ein Sekt-Frühstück? Das ist die Gelegenheit, sich statt Sekt zum Beispiel eine kleine Vitaminbombe in Form eines Smoothies zu gönnen. Egal, ob grün oder süß, Rezepte gibt es in Hülle und Fülle und sie sind schnell zu finden. Alternativ könnten Sie sich anstelle des Frühstücks zu einem Spaziergang oder zum Joggen treffen oder eine Radtour machen, wenn es wieder wärmer ist. Dabei ist es nicht nur die Bewegung, die Ihnen guttun wird, sondern auch die frische Luft. Forscher der britischen University of Sussex haben nämlich herausgefunden, dass schon 20 Minuten an der frischen Luft genügen, damit unsere Laune deutlich steigt.

Glückshormone tanzen lassen

Alkohol macht uns zwar vorübergehend gute Laune, denn er kurbelt die Ausschüttung der Botenstoffe Serotonin und Dopamin an. Doch es gibt viele gesündere Aktivitäten, um Ihr Wohlbefinden zu steigern. Neben dem Spazierengehen gilt zum Beispiel Singen schon seit Längerem als Mittel für gute Laune, und Tanzen genauso. Dabei kommt Ihnen ein aktueller Trend sehr entgegen: alkoholfreie Partys, sogenannte „Sober-Partys“ oder „Detox-Partys“. Hier geht man hin, feiert mit Kokoswasser statt mit Cola-Rum und geht mit klarem Kopf nach Hause.

Abwechslung ins Glas bringen

Eine der zentralen Fragen beim Alkohol-Fasten ist und bleibt: Was trinke ich? Bier oder Wein ist derzeit passé. Was bleibt also? Wasser, Limonade, Apfelschorle und Orangensaft. Kindergetränke eben. Hört sich nicht nur langweilig an, sondern ist es auch. Dabei gibt es jede Menge leckere und ausgefallene Alternativen zum Alkohol.

Wie wäre es stattdessen mit einem geschäumten Malzbier mit Apfelsaft und Zitronenzesten? Oder mit einem Basilikum-Gurken-Martini? Mittlerweile bieten viele Bars und Restaurants auch "erwachsene Getränke" ohne Alkohol an. Wer es etwas weniger ausgefallen mag: Smoothies, vegane Superdrinks und selbst gemachte Limonaden sind von den meisten Getränkekarten nicht mehr wegzudenken.

Schokolade und Traubensaft statt Rotwein

Alkohol im Glas? Logisch. Haben wir auf dem Schirm. Aber Alkohol im Kochtopf? Den haben wir nicht unbedingt präsent. Aber auch das gehört zum Alkohol-Fasten. Rotwein in der Soße, Weißwein im Risotto, Prosecco – all das können Sie entweder einfach weglassen oder Sie experimentieren mit leckeren Alternativen. Statt mit Weißwein können Sie Ihr Gericht beispielsweise mit Geflügelfond oder einem Spritzer Zitrone ablöschen. Um einer Soße die besondere Note zu geben, können Sie auch dunklen Traubensaft hinzugeben. Oder Sie versuchen etwas ganz Neues und verfeinern Ihre dunkle Soße mit Zartbitterschokolade. Zerkleinern Sie etwa einen Riegel Schokolade – sie sollte mindestens 60 Prozent Kakaoanteil haben – und geben Sie sie in den letzten drei Kochminuten zu Ihrer Soße hinzu. Ein Riegel ist ausreichend für etwa 400 ml Soße.

Bewegung, Gespräche und Achtsamkeitsübungen gegen den Frust 

Am Ende eines besonders miesen Tages erscheint es uns manchmal sehr verlockend, unseren Frust in Alkohol zu ertränken. Gleichzeitig wissen Sie: Das löst das Problem nur vorübergehend. Greifen Sie deshalb nicht zur Flasche, sondern zum Hörer und rufen Sie jemanden an, dem Sie vertrauen. Oft hilft es schon, sich den Frust erstmal von der Seele zu reden. Manch einem hilft es auch, sich einmal richtig auszupowern, zum Beispiel beim Joggen, beim Schwimmen, beim Basketball oder im Fitnessstudio. Damit schlagen Sie dann auch gleich zwei Fliegen mit einer Klappe und tun neben dem Frustabbau etwas für Ihre Fitness und Ausdauer. Die Alternative: Mit Tai-Chi, Yoga oder Qigong bringen Sie Körper und Geist in Einklang und lernen, auf sich und Ihre Bedürfnisse zu achten.

Versuchen Sie außerdem, achtsam mit sich umzugehen. Schaffen Sie sich Freiräume und überprüfen Sie, ob das, was von Ihnen erwartet wird und auf Sie einprasselt, realistisch zu bewältigen ist. Wenn Sie es schaffen, Ihren Alltag langfristig zu entschleunigen, wird Ihnen das auch dabei helfen, weniger Alkohol zu trinken. Dabei hilfreich sind auch sogenannte Achtsamkeitsübungen. Bei solchen Übungen geht es darum, eine Situation zuerst bewusst wahrzunehmen, bevor Sie eine bestimmte Handlung ausführen, beispielsweise das unachtsame oder gewohnheitsmäßige Trinken von Alkohol. Wer seinen Gelüsten gegenüber achtsam ist, kann besser verhindern, sich sofort einen Drink zu genehmigen, sobald er Lust darauf verspürt.