Ausnahme gestattet?

von Mirko 31.03.2017

Ein Mann steht mit seinem Koffer am Fenster eines Flughafens und schaut hinaus.
Bild: anyaberkut / iStock

Jetzt ist es ja fast schon vorbei mit der Fastenaktion! Eigentlich bin ich ganz zufrieden mit dem Verlauf bisher. Einzig diese Glücksgefühle, von denen alle immer schreiben, stellen sich bei mir nicht ein. Die habe ich dummerweise eher beim Essen eines schönen Stücks Schokokuchen, was bei meinem aktuellen Fastenvorhaben allerdings eher kontraproduktiv ist.

Ich habe aber schon das Gefühl fitter geworden zu sein. Das Weglassen von Süßigkeiten und Alkohol hat zu einer leichten(!) Gewichtsabnahme geführt und ich habe dadurch ein besseres Körpergefühl.

Herausforderung Eissaison

Bei Kaffee liege ich immer noch bei 1-2 Tassen pro Tag. Bei den Süßigkeiten klappt es ebenfalls sehr gut. Hier macht mir aber der Start der Eissaison zu schaffen. Darauf möchte ich nicht wirklich verzichten. Beim Alkoholkonsum habe ich es einmal schleifen lassen und musste mir ein dunkles, irisches Bier bestellen.

Ich war auf Geschäftsreise und musste miterleben, wie einer meiner Kollegen schwere gesundheitliche Probleme bekommen hat. So schwer, dass er im Ausland in die Notaufnahme eingeliefert werden musste. Ich habe ihn die ganze Zeit begleitet, die entsprechenden Formalitäten im Krankenhaus erledigt, die Gespräche mit den Ärzten geführt und auch die Angehörigen informiert.

Am nächsten Tag habe ich die Angehörigen in Empfang genommen und wir haben gemeinsam die schwierige Lage besprochen. Die ganze Situation hat mich stark gefordert und emotional fast an meine Grenzen gebracht. Hier die Ruhe zu bewahren und die Angehörigen besonnen zu unterstützen, hat viel Kraft gekostet. Zum Glück wurde ich am zweiten Tag von meinen Kollegen vor Ort unterstützt, die dann auch die weitere Betreuung übernommen haben. Dadurch konnte ich am Abend zurück nach Deutschland fliegen.

Bier und Burger am Flughafen

Vor dem Abflug habe ich mir am Flughafen das eine oben erwähnte dunkle Bier und einen Burger geleistet, um die vergangenen Tage Revue passieren zu lassen. Die klassischen Klischees greifen hier aber nicht. Also, ich habe mich nicht in den Alkohol geflüchtet, um die ganze Situation zu vergessen, habe mich nicht sinnlos betrunken, damit alles besser aussieht. Mir fehlte es einfach an Energie. Ich hatte nicht mehr die Disziplin auf Dinge zu verzichten, die ich eigentlich gerne mag. Mehr nicht. Man möge es mir verzeihen.

Seit dem läuft es aber wieder rund. Kein Alkohol bisher. Und auch meine Fußballer stellen mir kommentarlos ein gekühltes alkoholfreies Bier bereit. Hier hatte ich ja den Verdacht, dass es eine Ausnahme ist. Wird aber voll akzeptiert.

Bis zum nächsten Mal

Mirko 

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