Ein Leben ohne Alkohol - richtig schön

von Carolin 26.03.2018

Ja Mensch, das ging jetzt doch recht fix vorbei. Fast 40 Tage ohne Alkohol liegen hinter mir. Wenn ich mir die letzten Wochen ohne Alkohol anschaue, dann bin ich ziemlich stolz, was sich alles verändert hat.

Frau macht Geste der Stärke.
Bild: loco75 / iStock

Gestartet war ich mit dem Ziel, mir selbst zu beweisen, dass ich mich frei machen kann vom gefühlten Druck, zu verschiedenen gesellschaftlichen Anlässen automatisch mitzutrinken. Hauptmotivation war, dass ich morgens nach den alkohollastigen Abenden fit und frisch aufwachen und trotzdem an den Abenden Spaß haben wollte.

Diese Ziele habe ich erreicht. Schulterklopfen! Zusätzlich habe ich festgestellt, dass ich mich generell einfach gesünder fühle, denn mein Blick auf meine Lebensgewohnten hat sich verändert. Ich denke mehr in Alternativen, etwa „Was kann ich statt des Bieres Gutes trinken?“.

Und dann gesellt sich mittlerweile oft automatisch auch ein gesünderes Essen dazu, weil es besser zur Saftschorle passt. Ich bin überzeugt, dieses Umdenken hin zu einem generell gesünderen Lebensweg kann ich schon dem Alkoholverzicht zurechnen.

Doch hey, ich will es nicht beschönigen. In einigen Situationen fand ich es schwer, die alkoholfreie Variante zu wählen: Das erste Mal essen gehen oder der gemeinsame Abend mit meinem Freundinnen. Situationen, die eigentlich unbewusst immer mit Alkohol für mich verknüpft waren.

Doch wie so oft, bin ich auch an diesen Herausforderungen gewachsen. Nach den ersten kniffligen Situationen habe ich gemerkt, dass ich damit umgehen und natürlich auch Spaß haben kann. Das hat mich bestärkt und ließ mich entspannter werden, denn ich hatte ja jetzt schon positive erste Erfahrungen gesammelt.

Meine Strategien, wie etwa als erstes im Restaurant das Getränk bestellen oder unmittelbar, wenn die Freunde eintreffen mein Sprudelwasser bereitstellen, haben mich unterstützt und sind mittlerweile Routine geworden, die ich beibehalten will und werde.

Zu Beginn der 40 Tage ohne Alkohol war ich überzeugt, dass ich das Fastenbrechen mit einem schönen und grooooßen Glas Rotwein zelebrieren werde. Jetzt, wo es unmittelbar bevor steht, habe ich Respekt vor der „normalen“ Zeit und ich habe vor allem gar keine Lust auf diesen Wein.

Ich werde mir sicher das ein oder andere Glas Wein in Zukunft wieder gönnen, doch ich weiß auch, dass ich es bewusster und mit mehr Bedacht tun werde. Für die Zeit nach dem Fasten werde ich die Regel verfolgen, höchstens je einen Abend unter der Woche und am Wochenende zu trinken. Und weniger darf es in Zukunft auch gern sein.

0 Kommentare

Keine Kommentare gefunden!

Neuen Kommentar schreiben

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert (*).
Der Kommentar wird vor Veröffentlichung von der Redaktion geprüft. Sobald Ihr Kommentar online ist, benachrichtigen wir Sie per E-Mail.