Es kommt schleichend.

von Ben 14.03.2018

 

Wow, die Zeit rennt wirklich. Gerade erst habe ich noch die Halbzeit verkündet, schon sind wir mitten in Woche fünf des Alkoholfastens. Und auch wenn ich tatsächlich nicht immer so brav war, wie vorgenommen, bin ich schon etwas stolz darauf, einem ganzen Meer bzw. Biersee an Versuchungen standgehalten zu haben.

Diverse 30er Geburtstage waren sicherlich die schwierigsten Hürden, aber machbar. Und die sechs jobbedingten Konzertbesuche haben meist unter der Woche stattgefunden, sodass das Kleinbeigeben vor der Sünde auch hier nicht wirklich Gewicht hatte. Doch apropos Gewicht… Wie sieht es eigentlich mit einem meiner Vorsätze aus? Habe ich abgenommen?

 

Mann steht auf Waage.
Bild: Rostislav_Sedlacek / iStock

 

Tatsächlich habe ich ca. 3 Kilo verloren, denn mit dem Fasten ist auch ein leichter Ernährungswandel einhergegangen. So war vom Heißhunger spät nachts auf der Piste nur noch sehr wenig zu verspüren und die Mitternachts-Snack-Klassiker wie Burger, Döner oder was vom Türken fielen weitestgehend aus.

Das Weglassen von Cola, auch in light oder zero Variante, hat vermutlich auch eine kleine Rolle gespielt. Des Weiteren habe ich in den letzten fünf Wochen vermutlich so viel geschlafen wie schon lange nicht. Denn wer nicht zecht, kommt früh ins Bett. Und das zusammen mit dem klaren Kopf machte sich definitiv in einem sonnigeren Gemüt am nächsten Morgen bemerkbar.

Doch kommen wir zu meinen anderen Fragen, die ich mir zu Beginn dieser trockenen Odyssee gestellt habe.

Wird mir ohne Alkohol langweilig werden? Leider kann ich dies nur mit teils/teils beantworten. In der Tat geht mir etwas ab und feucht fröhliche Abende mit Freunden sind nun mal feucht fröhlich. Auf der anderen Seite habe ich aber auch bemerkt, dass Spaß und Langeweile bei weitem nicht mit Alkohol verknüpft sein müssen. An guten Tagen bin ich mit einem ganz anderen Mindset in die Nacht hineingelaufen und hatte Spaß wie immer. An schlechten Tagen, wäre mir das ein oder andere Bier aber sehr recht gewesen. 

Wie wird mein Umfeld reagieren? Den Leuten außerhalb der Stammbar ist es tatsächlich ziemlich egal. Dann trinkt er halt nix, heißt es meistens. Ich bin positiv überrascht!                                                                                                                                                     

Auf welche Getränke werde ich ausweichen? Immer noch eine schwierige Frage. Gerade ohne Cola herrscht oft Langeweile im Glas und leckere Alternativen sind mir einfach oft zu teuer. Dafür dass ich sie daheim oftmals viel billiger mixen kann…

Was wird sich noch alles verändern? Auch hier hat sich eher wenig getan, womit ich nicht gerechnet hätte. Die Folgen des Fastens sind von meiner Sternenwarte aus sehr überschaubar. Positiv, aber überschaubar. Sonderlich produktiver bin ich beispielsweise nicht geworden, dafür ging mir vieles leichter von der Hand und ich musste mich weniger aufraffen. Mehr Elan ist also wirklich vorhanden, aber nur hier und da bemerkbar.

Insgesamt habe ich drastischere Veränderungen erwartet. Allerdings bin ich positiv gestimmt, da Konzentration und Wohlbefinden ein gutes Stück besser geworden sind. Ich bin gespannt, welche Folgen sich auf den letzten Wochen-Metern einstellen werden. Mein Fazit bis jetzt lautet jedenfalls, dass ich ganz ohne Alkohol in bestimmten Situationen nur schwer auskomme, auf der anderen Seite aber sehr über meinen Konsum nachgedacht habe und ihn definitiv auch in Zukunft besser im Auge haben werde. Auf geht’s!

 

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