Fazit aus sechs Wochen Fastenzeit

von Mirko 09.05.2017

Die Beine eines Mannes, der eine Straße entlang läuft.
Bild: Probuxtor / iStock

Nun liegt Ostern schon eine ganze Weile zurück und es stellt sich die Frage, was ich von meiner Fastenaktion in das "normale" Leben mitnehmen konnte. Zur Erinnerung: Während der Fastenzeit habe ich auf komplett auf Alkohol verzichtet, ebenso weitgehend auf Süßigkeiten. Meinen Kaffeekonsum habe ich auf ein bis zwei Tassen pro Tag reduziert.

Anstoßen auf das Ende der Fastenzeit

Das Ende der Fastenzeit habe ich direkt mit einem Glas Wein gebrochen. Wir sind als Familie in den Urlaub gefahren, und ich habe mit meiner Frau direkt auf den Beginn des Urlaubs und das Ende der Fastenzeit angestoßen.

Das fühlte sich richtig gut an, denn ich habe die Wochen davor gut durchgehalten und bin standhaft geblieben. Daher war ich sehr zufrieden mit mir, und der Wein schmeckte dadurch doppelt so gut. Im Laufe des Urlaubs habe ich dann häufiger Alkohol getrunken. Das Wetter war prima, die Restaurants sehr nett. Damit bleibt das ein oder andere Glas Wein bzw. Bier nicht aus. Zudem hatte ich die Gelegenheit einen Maracuja-Mojito zu probieren. Das wollte ich mir nicht entgehen lassen. Der Konsum hielt sich aber insgesamt in Grenzen.

Auch an den Verzicht gewöhnt sich der Körper

Direkt nach dem Urlaub habe ich dann mit Freunden Fußball in einer Kneipe geschaut. Die Stimmung war gut, und wir haben Runde um Runde bestellt. Leichtsinnigerweise gab es auch noch einen Mojito. Es war alles nicht übermäßig, aber deutlich mehr wie die Wochen vorher. Aua! So fiese und starke Kopfschmerzen wie am nächsten Tag hatte ich schon lange nicht mehr. Auch die Art war anders. Hier habe ich meinem "untrainierten" Körper wohl etwas zu viel zugemutet. Ich habe richtig gefühlt, dass er Probleme mit dem Abbau der erhöhten Alkoholmenge hatte.

Abgesehen von diesem Ausrutscher trinke ich insgesamt schon weniger Alkohol, konnte also aus der Fastenzeit etwas mitnehmen. Zudem versuche ich den Konsum nur auf die Wochenenden zu beschränken. Das klappt bisher ganz gut.

Weniger Zucker – aber ohne Eis geht es nicht

Hier hatte ich die wenigsten Probleme. Sogar auf den Zucker im Kaffee habe ich verzichtet. Ebenso auf Weingummi und ähnliche Dinge. Nur bei Eis bin ich ab und zu schwach geworden. In diesem besonderen Fall ist es aber auch gut, dass die Fastenzeit endet. Ich bin leidenschaftlicher Eis-Fan und darauf möchte ich auch weiterhin nicht verzichten.

Geschmack neu entdecken

Ansonsten versuche ich den Zuckerkonsum weiterhin auf einem niedrigen Level zu lassen. Daran hat sich mein Körper jetzt gewöhnt. Allerdings schmecken manche Dinge dadurch plötzlich richtig süß. Ein Beispiel dafür ist Fruchtjoghurt. Vorher habe ich das so gegessen. Heute rühre ich zu fast 50 % Naturjoghurt ein, weil es sonst einfach viel zu süß ist.

Kaffee zur Entspannung

Oh, oh, meine größte Baustelle. Bis kurz vor Ende der Fastenzeit lag ich hier gut im Rennen. In der letzten Woche vor Urlaub hatte ich aber ziemlich Stress im Büro. Da habe ich mein selbst gestecktes Ziel von ein bis zwei Tassen pro Tag nicht halten können. Ich lag eher bei vier. Das ging im Urlaub so weiter. Überall gab es diese kleinen Kaffeebars, wo man für kleines Geld einen Espresso trinken konnte. Das haben wir sehr genutzt und den Abstand zu meinem Ziel weiter ausgebaut. So fünf bis sechs Tassen am Tag waren das schon.

Aber was soll‘s. Im Urlaub am Marktplatz sitzen, einen Kaffee trinken und dem Gewusel zuschauen – das ist schon toll und entspannt mich total. Und im Alltag bin ich weiter dabei, nicht über zwei Tassen pro Tag zu kommen.

Nach der Fastenzeit ist vor der Fastenzeit

Auch wenn die Fastenzeit abgeschlossen ist, so begleitet sie mich doch durch das ganze Jahr. Ich versuche meinen Konsum von Alkohol, Süßigkeiten und Kaffee weiterhin niedrig zu halten, ohne dogmatisch zu sein. Allein das Weglassen von alten Süßigkeiten oder schlechtem Kaffee (die habe ich früher trotzdem gegessen und getrunken) bringt viel. Und im nächsten Jahr bin ich natürlich wieder dabei.

Bis bald

Euer Mirko

 

 

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