Feuerprobe in der Weinstube

von Mirko 10.03.2017

Hände von zwei Männern am Tisch in einem Restaurant
Bild: izusek / iStock

Schwups, schon ist die erste Fastenwoche rum. Das hat erstaunlich gut geklappt und ich hatte keine größeren Schwierigkeiten bei der Umstellung.

Einer der Gründe war sicherlich das letzte Wochenende vor Beginn der Fastenzeit. Ich war auf einer sehr netten Party eingeladen und wurde ständig – ungefragt – von Freunden und Bekannten mit alkoholischen Getränken versorgt. Stimmung gut und nette Leute, da konnte ich nur schwer ablehnen. Keine Sorge, hielt sich alles in Grenzen, aber nach den ganzen Karnevalstagen und diesem Abschluss war ich eigentlich ganz froh auf Alkohol verzichten zu können.

Eine echte Feuerprobe hatte ich diese Woche. Im Rahmen eines Workshops mit einem internationalen Team gehören auch Abendveranstaltungen zum Programm. Diesmal ging es in ein sehr schickes Restaurant mit guter Weinkarte.

Nur ein einziges alkoholfreies Bier auf Lager

An den Geschmack meines ersten Versuches mit alkoholfreiem Wein kann ich mich noch sehr gut erinnern, deshalb habe ich direkt ein alkoholfreies Bier bestellt. "Oh, wir sind eine  Weinstube, da muss ich erstmal schauen", sagte die Wirtin. Ein alkoholfreies Hefeweizen für mich hat sie dann noch gefunden. Danach habe ich notgedrungen auf Wasser umgestellt.

Aber als nun das sehr leckere Essen kam und meine Kollegen alle einen sehr guten Wein vor sich stehen hatten, kam ich mir schon etwas komisch vor. Seit Beginn der Fastenzeit hatte ich hier zum ersten Mal wirklich das Verlangen nach Alkohol und hätte gerne ein Glas mitgetrunken. Zum einen weil es einfach nett ist in gemütlicher Runde anzustoßen – das habe ich mit meinem "kleinen“ Weizenglas" natürlich auch gemacht – zum anderen weil ich einen guten Wein einfach gerne mag.

Ehrlicherweise muss ich sagen, dass ich kein großer Fan von alkoholfreien Bieren etc. bin. Die sind mal ganz OK, aber richtig gut schmecken tun sie mir nicht. Auch wenn der Vergleich zum Tofuschnitzel hier sicherlich ein wenig hinkt, ein bisschen Wahres ist da schon dran für mich. Der vollmundige Geschmack fehlt einfach. Aber das kurze Aufflackern der Lust auf Wein ging schnell vorbei und ich hatte – auch ohne – einen sehr netten Abend mit den Kollegen.

Reflexartiger Kaffeekonsum

Ganz anders sieht es leider mit meinem Vorhaben aus, nur noch eine Tasse Kaffee am Tag zu trinken. Das hat eine  ganze Zeit wirklich gut geklappt, aber während des Workshops habe ich das nicht durchgehalten. Reflexartig habe ich eingeschenkt und über den Tag verteilt einiges an Kaffee getrunken. Das ist mir am Anfang gar nicht so aufgefallen. Ich habe das Ganze erst im Laufe des Tages bemerkt.

Hier muss ich wohl noch etwas an mir arbeiten. Am Wochenende probiere ich eine Alternative aus: grüne Smoothies. Den Tipp habe ich von einer Kollegin bekommen. Ich halte Euch auf dem Laufenden.

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