Geht das überhaupt?

von Ben 14.02.2018

Es ist so weit. 7 Wochen lang werde ich ab heute komplett auf Alkohol verzichten. Und wenn ich so auf die ersten Wochen des noch recht neuen Jahres zurückblicke, muss ich sagen: das wird spannend. Gerade in meinem Beruf als Redakteur im Kulturbereich mit Fokus auf Musik wird dieses Vorhaben im Hinblick auf Konzerte und Presse-Events wie Bar-Eröffnungen nicht leicht werden. Feucht fröhliche Abende gab es jedenfalls schon zuhauf in diesen zwei Monaten. Damit soll jetzt Schluss sein …

Gruppe von jungen Menschen stößt mit Bier an.
Bild: svetikd / iStock

Alkohol spielt, so muss ich gestehen, eine große Rolle in meinem Alltag. Waren es früher zu Agentur-Zeiten die obligatorischen Feierabend-Bierchen mit den Kollegen auf dem Balkon, ist es heute auch wieder das kollegiale Miteinander im Nachtleben, was mich abends auf Terminen zu dem ein oder anderen Glas bewegt. Auf die Produktivität am nächsten Tag wirkt sich das höchst unterschiedlich aus. Auf jeden Fall sind mir die Morgen danach, an denen ich den gern unüberlegten Konsum verfluche, nur allzu gut bekannt. Doch die Routine ist etabliert und manchmal dient sie auch ganz einfach der Beruhigung. 

Neben dem Bier, das gerade hier in Bayern so obligatorisch erscheint, trinke ich jedoch wenig Alkohol. Hier und da mal einen Gin & Tonic wenn es sich anbietet oder ein Glas Wein. Von Schnaps lasse ich in der Regel die Finger. Auch ein Gläschen in den eigenen vier Wänden ist äußerst selten, da ich keine Vorräte zuhause habe. In der Tat ist Alkohol für mich vor allem ein gesellschaftliches Phänomen und ein Treffen mit Freunden ohne ein paar „Glasmantelgeschosse“ fast undenkbar.

Die nächsten 7 Wochen werden also aus vielerlei Sicht interessant werden:

1.     Die Versuchung lauert an jeder Ecke. Egal ob ein Abend mit Freunden oder eben doch ein Konzert bzw. ein Event, welches ich privat oder beruflich besuche. Wird mir jetzt ohne Alkohol langweilig werden?

2.     Schon jetzt weiß ich von diversen Geburtstagen, darunter auch einige Runde sowie der meines besten Kumpels. Trinkfreudigen Besuch aus Köln erwarte ich ebenfalls. Wie wird mein Umfeld reagieren?

3.     Gerade Bier erscheint mir als günstigste Variante, um im Nachtleben den Durst zu stillen. Auf welche Getränke werde ich ausweichen? Alkoholfreie Cocktails? Schorlen? Oder doch das gute alte Mineralwasser mit Zitrone/Limette aufgejazzt?

4.     Nicht zuletzt aufgrund großer Unzufriedenheit in einem alten Job, habe ich meinen Frust mit diversen Feierabendbieren gestillt, den Sport vernachlässigt und entsprechend zugelegt. Wie leicht wird mir Sport wieder fallen? Werde ich gar ein paar Kilos los?

5.     Am meisten interessiert mich jedoch, welche Auswirkungen das Alkohol-Fasten neben meinen Gedankenspielen haben wird. Was wird sich noch alles verändern? 

Eines steht schon heute fest: es wird nicht einfach werden, den vielen Versuchungen und der Gewohnheit zu widerstehen. Die Neugier, was in diesen 7 Wochen passieren wird, ist aber mindestens genauso groß.

Nunc est bibendum (wörtl.: "jetzt gilt`s zu trinken“), hieß es so schön auf dem Etikett der Bierflasche gestern Abend. Diesen Aufruf gilt es nun zu ignorieren.

 

3 Kommentare

Thomas aus Schwarzenbek, am 14.02.2018 um 18:57

Huch, bin ich der erste Kommentar ? Allen hier einen guten Start in die Fastenzeit 2018. Grüße, Thomas

Barney, am 16.02.2018 um 06:41

Hallo Thomas und alle anderen,
Auch von mir guten Start und gutes Gelingen!

Björn, am 16.02.2018 um 22:36

Moin!

Mein Name ist Björn und ich bin 39 Jahre alt. Ich werde ab heute auch mit dem Alkohol-Fasten starten.

Mir geht es ähnlich wie dir, außer dass ich gerne mal eine Schnaps trinke und eigentlich immer Wein sowie Bier im Haus habe. Ich bin dem Feierabend-Bierchen ebenso wenig abgeneigt wie dem Gläschen Wein zum Kochen.

Der Alkohol hat sich in meinen Alltag eingeschlichen und daher möchte ich diesen Selbstversuch durchführen. Ich möchte wissen, welchen Effekt der Verzicht auf Alkohol auf meinen Körper hat.

Viel Glück und grüße aus Hamburg
Björn

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