Kein Alkohol? Gar nicht mal so günstig…

von Ben 28.02.2018

 

Oha! Beim Studieren der Menükarten fiel mir in den letzten Tagen etwas auf, was ich schon eine ganze Weile bemerkt habe: auf Alkohol zu verzichten kann ganz schön ins Geld gehen.

Vor allem wenn es um das kleine Bierchen am Feierabend geht, erscheint genau das einem als günstigste Alternative. Ziemlich frech auch, dass beim Genuss eines alkoholfreien Bieres gerne mal rund 10 bis 20 Cent extra berechnet werden. Kein Beinbruch, aber ärgerlich ... Und spätestens wenn auf einem Konzert die Apfelsaftschorle merklich teurer ist als ein halber Liter Bier, wird einem bewusst, wie etabliert Alkohol im Nachtleben doch ist.

Männerhand Freift nach Brieftasche in Jeans.
Bild: FotoDuets / iStock

 

Für ein schnödes Wasser, meist ohne Zitrone oder andere kleine Geschmacks-Kicks, bin ich nur ungern bereit 3€ oder mehr zu zahlen. Schorlen sind meist viel zu süß und im Vergleich nochmal einen Tick teurer. Also war der Griff zum Bier ganz abgesehen von dessen Wirkung bis dato stets selbstverständlich – eigentlich ein Wahnsinn.

Nichtsdestotrotz geht es derzeit darum, Abhilfe zu schaffen und bei Getränken nicht am Genuss zu sparen. Und siehe da: lässt man einmal das Gedankenkarussell um ein paar Cent mehr pro Glas stoppen, entdeckt man einige sehr leckere Alternativen. Ein steter Begleiter der letzten Abende war so zum Beispiel ein einfaches Tonic Water, das mir die Sehnsucht nach einem guten Gin & Tonic nahm, spritzig daherkommt und dank seiner Frische absolut nicht langweilig schmeckt. Aber auch alkoholfreie „Virgin“ Cocktails habe ich etwas mehr zu schätzen gelernt, gerade dann wenn man sie als abwechslungsreiche Mischgetränke statt Cocktails ansieht, denen man den Charakter genommen hat. Der Barmann meines Vertrauens war dahingehend richtig motiviert, mir einen vollwertigen Drink zu mischen, der mich zufriedenstellen wird.

Und so wurde nicht zuletzt die gute Ingwerlimonade ebenfalls zu meinem besten Freund, die sich auch wenn man sie nicht in einen der derzeit so beliebten Mules verwandelt, zu einem wirklich leckeren und einigermaßen fancy Ausgeh-Drink mauserte. Zwar habe ich es mittlerweile auch mit diversen Fruchtsaftschorlen probiert, an die ich mich bisher nicht herangewagt hatte, doch sind mir diese meistens einfach zu süß und erschreckend kalorienreich. Meinem Ziel während der Fastenaktion auch ein paar Kilos zu verlieren, würde ich damit also nicht näher kommen.

Etwas schwerer habe ich mir die nichtalkoholische Getränkeauswahl noch zusätzlich mit dem Verzicht auf Cola gemacht. Da ich auch hiervon zu viel trinke, war das Ausweichen auf die braune Brause also keine Option. Und das dezimierte die Getränkekarte bei meinen Streifzügen durchs Nachtleben zusätzlich um ein gutes Stück. Auch die in München so gefeierte Spezi, die fast schon als „Bavarian Champagne“ bezeichnet werden kann und die hier als DAS nichtalkoholische Party-Getränk gilt, hielt ich aus meinen Bestellungen daher gekonnt heraus.

Einen Konzertbesuch jedoch ohne Bier, Cola oder Apfelsaftschorle zu bestreiten, bleibt eine haarige Angelegenheit, oder eben eine eher langweilige. Denn häufig bleibt einem nur noch das gute alte Mineralwasser übrig oder eben gar nichts zu trinken. Das ist also definitiv ein Punkt an dem noch gefeilt werden kann. Ein schneller Espresso zwischen Vor- und Hauptband mit einem befreundeten Fotografen an der Bar war jedoch auch eine witzige und gar nicht mal so blöde Idee. Den klaren Kopf am Morgen danach weiß ich mit Woche drei jedenfalls  wirklich zu schätzen. Es wird!

 

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