Nach dem Spiel ist vor dem Smoothie

von Mirko 21.03.2017

Die Beine gegnerischer Spieler auf dem Fußballplatz
Bild: emre563 / iStock

So, eine weitere Woche ist vergangen und immer noch klappen alle meine Vorhaben für die Fastenzeit ausgesprochen gut. Meinen Zucker- und Süßigkeitenkonsum konnte ich deutlich reduzieren. Selbst in den Kaffee gibt es nun keinen Zucker mehr. Das werde ich in jedem Fall versuchen, nach der Fastenzeit beizubehalten.

Was den Kaffeekonsum selbst angeht, liege ich auch ganz gut. Meistens komme ich mit einer Tasse pro Tag aus, das reicht für einen guten Start in den Morgen. Das gelingt unter anderem durch striktes Weglassen des "miesen" Kaffees, der mir ab und zu angeboten wird, z. B. aus Automaten oder Kaffeemaschinen, die schon seit Stunden laufen bzw. stehen. Früher habe ich den einfach mitgetrunken, heute lehne ich dankend ab. Dadurch ärgere ich mich auch nicht mehr, die Brühe – wider besseren Wissens – getrunken zu haben.

Sonntags auf dem Fußballplatz

Der Verzicht auf Alkohol funktioniert ebenfalls weiterhin erstaunlich gut. Auf die Probe gestellt wurde ich wieder am letzten Wochenende. Mit Freunden und Nachbarn spiele ich sonntags immer Fußball. Halt so, wie man es in einer Altherrentruppe noch hinbekommt. "Technisch auf högschtem Nivo", würde Jogi jetzt wohl sagen. Manchmal klaffen zwischen der geplanten Umsetzung eines Spielzugs und der Realität einige Lücken. 30-Meter-Pässe werden unter Umständen zu gefährlichen Querschlägern. Aber was soll’s? Das macht unser Spiel für jeden Gegner unberechenbar.

Unverrückbar gesetzt ist, dass es nach dem Spiel in die "Garage" zum Bier geht. Das Angebot ist vielfältig, wir trinken unser "Bierchen" und besprechen die Weltlage. Ich hatte schon damit gerechnet, komische Blicke und Kommentare zu ernten, als ich in die Runde nach einem alkoholfreien Bier gefragt habe – ein Novum in dieser Runde bisher. Wurde kommentarlos zur Kenntnis genommen!

Ein alkoholfreies Bier gab es zwar nicht, es wurde mir aber eine Fassbrause gereicht. Mit der Entschuldigung, dass die leider noch etwas zu warm ist. Da war ich baff. Manche Dinge ändern sich wirklich. Nächstes Wochenende versuche ich es gleich wieder. Nur um sicherzugehen, dass die positive Reaktion kein Versehen war.

Spinat und Algen im Smoothie?

In meinem letzten Beitrag habe ich ja berichtet, dass ich auf den Trichter mit grünen Smoothies gekommen bin. Die sind ja gerade der letzte Schrei. Fruchtige Smoothies mochte ich schon immer, aber da auch noch Spinat oder Algen mit unterrühren?  Dazu ist mein Vorstellungsvermögen einfach zu begrenzt.

Aber wie es der Zufall so will, war ich vor ein paar Wochen auf einem Seminar zum Thema Führung. Beim Thema persönliches Ressourcenmanagement wurde auch das Thema Ernährung behandelt. Da waren wir sehr schnell bei den grünen Smoothies. Zum Beweis, dass die durchaus schmecken können, wurde direkt vor unseren Augen einer gemixt. Sagen wir mal so, auf die Kombination an Zutaten wäre ich sicherlich nicht gekommen  Als ich dann diesen grünen Drink in den Händen hielt, war ich wirklich unschlüssig. Aber die Neugier war einfach zu groß. Und siehe da: war total lecker.

Jetzt testen wir die verschiedenen Versionen zu Hause. Heute waren sogar die Kinder begeistert. Die hatte ich Tage davor mit zu viel Rucola im Smoothie als Kunden eigentlich schon verloren. Für mich sind das tolle Zusatzgetränke, die ich statt Kaffee oder Bier trinken kann und die eine Alternative zum etwas langweiligen Wasser bieten. Und gesund sind sie auch noch.

1 Kommentar

Lukas, am 26.03.2017 um 12:39

Schöner Kommentar, vor allem den Fussball ohne nachfolgendes Bier finde ich stark. Das geht mir auch so, habe seit dem Fasching keinen Schluck mehr getrunken und es ist ein super Gefühl.
Gruss aus Basel Garycrant.

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