Wer ich bin und warum Alkoholfasten...

von Carolin 14.02.2018

Ich bin Carolin, 31, Mecklenburgerin in Berlin, selbstständig und Mutter einer Tochter. Meine Freunde bezeichnen mich als offen, ruhelos und Macherin. 

Wenn’s um Alkohol geht, sehe ich mich selbst als trinkfreudig und trinkfest. In meiner Heimat ist ein gutes Bier was richtig Schönes und „auf einem Bein kann man nicht stehen“, der beste Grund sich auch ein zweites zu gönnen.

Anstoßen mit zwei Bierflaschen.
Bild: kieferpix / iStock

Diese Mentalität habe ich in die Großstadt mitgenommen. Meine Freunde auch. Wir trinken gern ein grooooßes Glas Wein und der Sechserträger Bier gehört auch meist zum gemütlichen Beisammensein dazu. Trinken und mit Freunden zusammen den Abend erleben, das geht für mich Hand in Hand. Ich denke der Begriff „ Effekttrinker“ (Heinz Strunk prägte ihn, glaube ich) trifft auf mich zu. Gemütlichkeit beim Trinken ist das Eine, die Entspannung und eigene gehobene Stimmung das Andere. Und ganz ehrlich, ich mag das schon: Beim trockenen Rotwein geht es mir nicht allein um den Geschmack, sondern eben auch um die Wirkung.

Auch wenn mein Freundeskreis und ich dank steigenden Alters mittlerweile auf Schnaps verzichten, ist doch Alkohol rund um Wein und Bier irgendwie immer präsent. Gerade mit einem Kleinkind merke ich nun aber, dass ich wiederum einen trinkfreudigen Abend nicht mehr so einfach wegstecke. Und zu der leichten Katerstimmung am Morgen gesellt sich dann immer häufiger auch ein schlechtes Gewissen. Ich frage mich dann: „Trinke ich vielleicht doch manchmal zu viel?“ oder „Ich muss doch nicht immer, wenn meine Freunde da sind, trinken. Oder?“.

Zeit, dem jetzt auf den Grund zu gehen. Ich will mich selbst testen. 7 Wochen ohne Alkohol, das will ich hinkriegen. Ich habe immer Lust, mich selbst herauszufordern. Und die Vorstellung auch ohne Alkohol genauso viel Spaß zu haben und genauso locker zu sein, finde ich echt attraktiv. Also, let’s do it.

2 Kommentare

Regina Matyscak, am 14.02.2018 um 14:56

Hi hier ist Regina, ich finde deine Idee super und habe selbst schon darüber nachgedacht , es einmal 7 Wochen durchzuziehen. Ich wünsche dir viel Erfolg.


Carolin @Regina: Vielen Dank. Ich hoffe, meine Erfahrungen ermutigen dich.

Anne, am 18.02.2018 um 11:45

Hey, meine Tochter kam mit der Idee "Fastenzeit" Ich selbst trinke ganz "spanisch".. das heißt gerne zum Abendbrot ein kleines Glas und ich rauche auch mal zu einer Party ganz gerne. Nun verzichten alle mal auf ihre Gewohnheiten, die bei "Zuviel" auch schnell mal ungesund sind. Modernes Fasten nennt das meine Tochter. Sie ißt 40 Tage keine Chips, der Sohn hat sich Laptop-Prohibitation auferlegt und ich wurde mit "no alk, no zigs and no meet" beglückt.
Zugegebener Maßen macht das großen Spass auch wenn ich bemerke, dass ich bspw. das Fleischverbot einfach schnell mal vergesse. So habe ich Hunger und will fix eine Wiener kaufen ... ooops da war doch was. Passiert nur beim "Fleisch";. Mein Gläschen zum Abendessen ersetze ich durch lecker-Tee oder alkfreies Bier.

Letzte Nacht hab ich mal durchgeschlafen (bin sonst immer so gegen 4 Uhr für ne Stunde wach). Und dass nur nach vier Tagen... HILFE ... wer weiß wie toll ich nach 40 Tagen durchschlafe, aussehe, mich fühle etc... Giggle hfftl. erkennen die LEute mich noch : ))))


Carolin @Anne: Ich finde es ganz großartig, dass deine Tochter dich und deinen Sohn mit der Idee angesteckt hat. Und die Bezeichnung "Modernes Fasten" trifft es für mich sehr gut. Ich wünsche euch dreien viel Spaß und Freude am Ausprobieren und Entdecken der Alternativen.

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