Wie die Zeit vergeht...

von Ben 07.05.2018

Jetzt sind es schon wieder fünf Wochen seit Ende der selbstauferlegten Fastenzeit. 7 Wochen auf Alkohol zu verzichten war das Ziel und das leider gar nicht so einfach wie zunächst vermutet.

Sanduhr und Kalender
Bild: BrianAJackson / iStock

Doch hängen geblieben ist eine ganze Menge, auch wenn sich nicht unbedingt ein komplett neuer Lifestyle ergeben hat. Ich trinke nach wie vor gerne ein Bierchen, gerne auch zwei, aber mein Blick darauf hat sich sehr geändert.

Sieben Wochen auf Alkohol zu verzichten, hieß auch auf Parties bewusst  den "Spaß" zu riskieren, hieß auf Konzerten mangels Angebot auch mal gar nichts zu trinken und das ein oder andere Gläschen Wein bei Freunden zum Essen ebenfalls auszuschlagen. Nach einer harten Umgewöhnungsphase und vielen Unannehmlichkeiten wie fragende Blicke, Unverständnis oder tatsächlich keinen Spaß zu haben, wenn alle anderen trinken, stellten sich aber auch die schönen Momente ein.

Kein Kater, kein Kopf, ein Stück produktiver und einfach fitter, waren die Folge. Heute greife ich zwar wieder zum Bier und das auch unter der Woche, doch tue ich das mit einem neu gewonnen Verständnis und merklich weniger als zuvor. Ein schnelles Feierabendbier am Freitag ist oft unnötig gewesen, weswegen ich zunehmend drauf verzichte. Aber auch eine Flasche Bier im Kino lasse ich seitdem bleiben.

Ja, auch wenn ich nie ganz darauf verzichten kann, hat sich meine Einstellung zum Alkohol durchaus erneuert. Auf die Tage gesehen, trinken ich vielleicht nicht wahnsinnig viel weniger, doch wenn dann um einiges bewusster und kontrollierter. In jedem Fall lasse ich mir nicht von meinem Umfeld diktieren, wann es jetzt Zeit für Alkohol ist, und wann nicht.

Mein ebenfalls gestartetes Experiment auch komplett auf mein zweites Laster, die gute alte Cola, zu verzichten, wird jedoch weiterhin wacker eingehalten.

In diesem Sinne war das Alkoholfasten eine mehr als interessante Erfahrung bei der ich vielleicht weniger über mich, aber sehr viel über den Umgang mit Alkohol im allgemeinen und vor allem in diesem Land gelernt habe. Weniger ist mehr, heißt es so schön und nicht, viel hilft viel.

0 Kommentare

Keine Kommentare gefunden!

Neuen Kommentar schreiben

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert (*).
Der Kommentar wird vor Veröffentlichung von der Redaktion geprüft. Sobald Ihr Kommentar online ist, benachrichtigen wir Sie per E-Mail.