Zwei Männer sitzen beisammen, Frau im Hintergund.

Achtsamkeit üben

Finden Sie Alternativen zum Umgang mit Stress und Ängsten

Anspannung, Stress, Unruhe oder Angst vor bestimmten Situationen – das sind sehr häufige Gründe für Alkoholkonsum. Alkohol wirkt wie ein Betäubungsmittel: Er dämpft die Erregbarkeit bestimmter Nervenzellen, wodurch nach Alkoholkonsum eine Art Entspannungseffekt eintritt. Zugleich beeinträchtigt Alkohol jedoch die geistige und körperliche Leistungsfähigkeit. Mit zunehmender Gewöhnung an Alkohol sinkt die Fähigkeit, belastende Situationen durchzustehen und zu verarbeiten. Auf lange Sicht werden somit durch Alkoholkonsum Belastungen und Spannungen noch verstärkt. Zudem besteht ein erhöhtes Risiko zur Entwicklung einer Abhängigkeit.

Für einen gesünderen Umgang mit Stress, Einsamkeit oder Angst gibt es zahlreiche Möglichkeiten, die Sie ausprobieren und anwenden können. Oft gelingt es damit schon bald – auch ohne Alkohol und die Gefahr der Abhängigkeit – mehr Gelassenheit und Ruhe zu finden, wenn Sie...

  • sich mehr Zeit für sich selbst nehmen
  • lernen, sich zu entspannen
  • sich mehr bewegen
  • besser schlafen
  • die Welt mit neuen Augen sehen
  • sich ab und zu mal etwas Gutes gönnen
  • neue Menschen kennenlernen
  • Ihre Meinung sagen, ohne andere zu verletzen
  • durch Gespräche neuen Mut schöpfen

Für einen geringeren Alkoholkonsum: Entschleunigen Sie!

Zwei Personen auf Fahrrädern.
Robert Kneschke / fotolia.com

Fühlen Sie sich oft gehetzt und gestresst? Dann nehmen Sie sich mehr Zeit für sich! Überprüfen Sie Ihre Belastungen: Ist das, was Sie sich zumuten, wirklich zu leisten? Gibt es Aufgaben, die Ihnen andere abnehmen könnten? Lernen Sie Wichtiges von Unwichtigem zu trennen, in der verfügbaren Zeit das Machbare zu erreichen und vor allem auch: persönliche Frei-Zeiten einzuplanen und zu genießen. Dies ist ein erster wichtiger Schritt, wenn Sie Ihren Alkoholkonsum reduzieren wollen.

Erst mal entspannen

Sich in belastenden Situationen entspannen zu können ist sehr wichtig, aber nicht immer einfach. Es gibt die eine oder andere leicht zu erlernende Methode, die Ihnen helfen kann, sich zu entspannen. Yoga, Feldenkrais, Autogenes Training, Qigong, T’ai Chi Ch’uan oder Meditation sind Ihnen sicher ein Begriff, und Kurse werden von zahlreichen Volkshochschulen, Sportvereinen, Sport- bzw. Fitnessstudios oder Krankenkassen angeboten. Auch in Kursen gegen Rücken- oder Kopfschmerzen können Sie Entspannungstechniken erlernen.

Bewegen Sie sich

Sport und körperliche Aktivitäten sind eine sehr wirkungsvolle Art der Entspannung – vorausgesetzt, man mutet sich nicht zu viel zu. Bringen Sie Ihr altes Rad zur Inspektion oder kaufen Sie sich eine Zehnerkarte für die nächstgelegene Badeanstalt. Ausdauersportarten wie Walking, Radfahren, Schwimmen oder Wandern eignen sich für jedes Alter. Im Fitnessstudio oder im Sportverein können Sie zudem neue Kontakte knüpfen.