Alkohol? - Kenn dein Limit! https://www.kenn-dein-limit.de de_DE BZgA Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung Fri, 25 May 2018 14:57:11 +0200 Fri, 25 May 2018 14:57:11 +0200 TYPO3 EXT:news news-144 Tue, 15 May 2018 09:43:00 +0200 Alkohol: Mit gutem Beispiel voran https://www.kenndeinlimit.de/aktuelles/artikel/tag-der-familie-erinnert-an-vorbildfunktion-der-eltern/ Am 15. Mai ist der Internationale Tag der Familie. Die Familie ist wichtig, denn sie prägt ein Kind lebenslang auch in Bezug auf Alkoholkonsum. Kinder ahmen nach, was sie sehen

Die UNO hat den jährlich stattfindenden internationalen Tag der Familie ins Leben gerufen, um an die Bedeutung der Familie als grundlegende Einheit der Gesellschaft zu erinnern. Die Jahre, die ein Kind in der Familie aufwächst, prägen es für sein ganzes Leben. 

Auch die Einstellung zu Alkohol wird im Elternhaus gelernt. Dabei ist es weniger wichtig, was die Eltern oder die erwachsenen Bezugspersonen sagen, sondern was sie vorleben. Kinder, die in ihrer Ursprungsfamilie einen riskanten oder missbräuchlichen Alkoholkonsum erleben, sind stark gefährdet, später selbst Alkoholprobleme zu bekommen. 

Wenn Ihr Kind von Ihnen gelernt hat, dass es schwierige Situationen meistern kann, ohne gleich zu Alkohol zu greifen, wird es wahrscheinlich auch später nicht gefährdet sein und Konflikte auch ohne Alkohol lösen können.

Welches Vorbild sind Sie für Ihr Kind?

Achten Sie deshalb darauf, dass Sie Ihrem Kind ein gutes Vorbild sind. Bleiben Sie mit Ihrem Alkoholkonsum im gesundheitlich verantwortungsvollen Rahmen . Nutzen Sie Alkohol als Genussmittel - bei einem guten Abendessen, beim geselligen Zusammensein oder bei Festen. Aber trinken Sie nicht aus Frust und Langweile oder um Ärger abzubauen. Damit geben Sie kein nachahmenswertes Vorbild für Ihr Kind ab. Zeigen Sie ihm stattdessen, dass Sie beim Alkohol auch „Nein, danke“ sagen können - beispielsweise wenn Sie noch Auto fahren müssen oder einfach, weil Sie schon genug getrunken haben. 

Weitere Tipps zum verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol als Eltern, Erziehungsberechtigte oder erwachsene Bezugspersonen erhalten Sie auf unserer Website oder in unserer Broschüre „Alkohol – reden wir drüber!“

Wie rede ich mit meinem Kind über Alkohol?

Irgendwann wird Ihr Kind seine ersten Erfahrungen mit Alkohol machen, das ist in unserer Gesellschaft unvermeidlich. Und wahrscheinlich wird Ihr Sohn oder Ihre Tochter auch das ein oder andere Mal angetrunken nach Hause kommen. Als Eltern können Sie das zwar nicht verhindern, aber Sie müssen es nicht kommentarlos hinnehmen. Sprechen Sie mit Ihrem Kind. Sagen Sie ihm, dass Sie sich Sorgen machen. Machen Sie Ihrem Kind keine Vorhaltungen, sondern erklären Sie ihm, welche anrichten kann. Bitten Sie es, in Zukunft vorsichtiger mit Alkohol zu sein.   

Falls Ihr Kind immer öfter betrunken nach Hause kommt...

...sollten Sie unbedingt das Gespräch suchen. Klären Sie Ihre Tochter / Ihren Sohn  über die Risiken von Rauschtrinken auf und vereinbaren Sie gemeinsam mit Ihrem Kind verbindliche Konsumregeln: 

  • Wie oft, wie viel und wann darf es Alkohol trinken?
  • Vereinbaren Sie, wann und wie Ihr Kind von Feiern nach Hause kommt.
  • Wenn Ihr Kind ausgeht, seien Sie immer telefonisch erreichbar.
  • Machen Sie ihm klar, dass Sie immer und in jeder Situation für es da sind.

Die beste Vorbeugung gegen Alkoholprobleme bei Jugendlichen ist ein gutes Verhältnis zu den Eltern. Pflegen Sie eine liebevolle, offene Beziehung zu Ihrem Kind. Sprechen Sie mit ihm über die Dinge, die es interessieren, nehmen Sie an seinem Leben teil. Hören Sie zu, wenn Probleme anklingen, und bieten Sie ihm Ihre Unterstützung an.

Verständnis, Vertrauen, Sicherheit und Liebe sind wichtige Voraussetzungen dafür, dass sich Ihr Kind zu einem selbstbewussten und selbstsicheren Menschen entwickelt, das später einmal verantwortungsvoll mit Alkohol umgehen kann.

Brauchen Sie Hilfe?

Wenn Sie Sie sich Sorgen um den Alkoholkonsum Ihres Kindes machen, können Sie auch unsere Mailberatung nutzen oder sich an das BZgA-Infotelefon wenden.

 

Weitere Informationen: Die Jugendkampagne der BZgA zur Alkoholprävention

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news-141 Mon, 30 Apr 2018 10:35:18 +0200 6 Wochen ohne waren ein Anfang https://www.kenndeinlimit.de/handeln/fastenaktion/fastenblog/6-wochen-ohne-waren-ein-anfang/ Die Alkoholfastenzeit liegt für Bloggerin Carolin inzwischen ein paar Wochen zurück. So fällt ihr Fazit aus. news-140 Mon, 16 Apr 2018 08:35:31 +0200 Alkohol & Burnout https://www.kenndeinlimit.de/aktuelles/artikel/burnout-und-alkohol/ Überarbeitet, erschöpft, ausgebrannt: Immer mehr Deutsche leiden an Burnout. Wie erkennt man Burnout und welche Hilfe gibt es? Wenn Stress krank macht

Noch nie gab es so viele Ausfalltage im Job wegen psychischer Erkrankungen: Insgesamt 17 Prozent aller Krankschreibungen gehen auf seelische Leiden wie Depressionen oder Burnout zurück. Damit hat sich die Zahl der Fehltage in den letzten 20 Jahren mehr als verdreifacht wie eine Analyse der Krankenkasse DAK-Gesundheit ergeben hat.

Kein Wunder – denn unsere moderne Arbeitswelt ist von Leistungsdruck, Überstunden und ständiger Erreichbarkeit geprägt. Das setzt viele Arbeitnehmer unter Stress und endet nicht selten im Burnout. 

Burnout – was genau ist das?

Der Begriff "burn out" kommt aus dem Englischen und bedeutet übersetzt "ausbrennen". Ein Burnout bezeichnet einen Zustand starker emotionaler und körperlicher Erschöpfung durch chronische Überforderung. Manche Symptome überschneiden sich mit den Beschwerden einer Depression. 

Die Burnout-Spirale

Insbesondere hoch motivierte Menschen mit einem Perfektionsanspruch geraten in die Burnout-Falle. Gefährdet sind alle, die dauerhaft einen zu hohen Einsatz bringen und dafür auf einen geregelten Feierabend und Freizeit verzichten. Bei Angestellten ist Burnout ebenso verbreitet wie bei Selbstständigen oder berufstätigen Müttern.

Doch irgendwann fordert der hohe Einsatz seinen Preis. Die Betroffenen fühlen sich ausgepowert, müde, leer, kraftlos. Anstatt sich zu erholen, zwingen sie sich zu noch mehr Leistung. Körperliche Symptome wie Anfälligkeit für Infektionskrankheiten, Schmerzen oder Schwindel werden ignoriert oder mit Medikamenten bekämpft. Tagsüber wird der Körper mit Kaffee und Aufputschmitteln zur Leistung gezwungen. Am Abend ist Abschalten nur noch mit viel Alkohol, Schmerz- oder Schlafmitteln möglich. 

Alkoholkonsum als Burnout-Warnsignal

Dass übermäßiger Alkoholkonsum und Burnout oft zusammenhängen, verwundert nicht: Alkoholische Getränke vermitteln zunächst ein Gefühl der Entspannung und Beruhigung. Ähnlich wie ein Betäubungsmittel dämpft Alkohol die Erregbarkeit bestimmter Nervenzellen und mindert die Ausschüttung des Stresshormons Cortisol. Zugleich setzt das Gehirn Endorphine frei. Deshalb glauben Betroffene, dass sie mit Alkohol den belastenden Gedanken und Stress tatsächlich entfliehen können.

Doch die Wirkung verfliegt nach etwa zwei Stunden wieder und der Körper kann Stress nun noch schlechter abbauen. Der Körper kommt folglich schneller an seine Leistungsgrenzen und muss Ressourcen mobilisieren, die aber nicht mehr vorhanden sind. Wenn Abschalten und vermeintlicher Stressabbau nur noch mit dem Konsum von Alkohol möglich zu sein scheinen, sollte dies als Warnsignal erkannt werden.

Weitere Warnsignale, die auf einen Burnout hinweisen:

  • Keine Erholung: Wenn auch Urlaube das Gefühl der Erschöpfung nicht verringern – und das über einen längeren Zeitraum hinweg.
  • Keine Motivation: Wenn Sie der Job nur noch quält und Sie jede Freude an der Arbeit verloren haben.
  • Keine Energie: Lustlosigkeit, kein Appetit, ­Mattigkeit. Wenn Sie große Energie für Dinge aufbringen müssen, die sonst leicht zu erledigen ­waren.
  • Schlafstörungen: Wenn Sie über eine längere Zeit Probleme mit dem Ein- und Durchschlafen haben. 
  • Sozialer Rückzug: Sie ziehen sich immer mehr zurück, sagen Treffen mit Freunden ab und haben keine Lust mehr auf Gesellschaft.
  • Medikamente und Drogen: Nehmen Sie vermehrt Medikamente und Drogen, um sich aufzupuschen und wieder zu beruhigen?

Kommen Ihnen die beschriebenen Symptome bekannt vor? Dann ist es höchste Zeit, die Reißleine zu ziehen. Ein Burnout zwingt Menschen auf sehr radikale Art, ihr Verhalten, ihre Einstellungen und Überzeugungen zu überdenken, weil es so wie bisher nicht weitergehen kann.  Machen Sie sich klar, dass Leistung nicht allein auf Willenskraft basiert. Der Mensch ist keine Maschine. Der Körper, die Nerven, die Seele brauchen Phasen der Regeneration. Die Batterien müssen aufgeladen werden. Eine permanente Überbelastung ist auf Dauer nicht zu bewältigen.  

Seien Sie gut zu sich selbst

  • Hören Sie auf Ihren Körper. Lassen Sie die Arbeit los und gönnen Sie sich Ruhephasen.  
  • Versuchen Sie tagsüber weniger Kaffee zu trinken und lassen Sie Aufputschmittel weg. Dies kann Ihnen helfen, abends besser zu entspannen.
  • Reduzieren Sie Ihren Alkoholkonsum. Alkohol belastet den Körper zusätzlich und verhindert einen gesunden, erholsamen Schlaf. Bewegen Sie sich lieber an der frischen Luft, joggen Sie eine Runde durch den Park oder treffen sich mit Freunden, um den Kopf frei zu bekommen. Hören Sie eine Entspannungs-CD oder trinken Sie einen Baldriantee, um besser einschlafen zu können.
  • Planen Sie feste „Auszeitinseln“, wie einen Wandertag mit Familie und Freunden. Suchen Sie sich regelmäßige körperliche Aktivitäten, bei denen sich Ihr Körper und Ihre Seele regenerieren kann. Sport macht den Kopf frei und regt das Herz-Kreislaufsystem an, deshalb fühlt man sich danach sehr viel entspannter.

Scheuen Sie sich nicht, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen, wenn Sie Burnout-Symptome an sich wahrnehmen. Ein erster Schritt kann ein vertrauliches Gespräch mit der Hausärztin oder dem Hausarzt sein. Wenn Ihnen Ihr Alkoholkonsum Sorgen macht, können Sie sich an die Telefonberatung der BZgA  wenden. Sie informiert Sie auch über Beratungsstellen in Ihrer Nähe. Eine ersten Einschätzung zu Ihrem Alkoholkonsum kann Ihnen der Selbsttest geben.

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news-133 Fri, 02 Feb 2018 16:20:39 +0100 10 Tipps für die tollen Tage https://www.kenndeinlimit.de/aktuelles/artikel/naerrisch-aber-nicht-betrunken-2018/ Für viele gehört Alkohol zum Karneval wie die rote Nase zum Clownsgesicht. Glauben Sie auch, dass Karneval nur alkoholisiert richtig Spaß macht? Närrisch, aber nicht betrunken

Das wäre schade, denn das närrische Treiben lässt sich durchaus auch ohne Promille genießen. Natürlich ist es inmitten der ausgelassenen Menge oft nicht leicht, "Nein, danke!" zu sagen. Wenn Sie die tollen Tage heil überstehen möchten, sollten Sie sich eine kluge Strategie zurechtlegen, wie Sie auch ohne übermäßigen Alkoholkonsum ausgelassen mitfeiern können.

Folgende Tipps können Ihnen dabei helfen:

  1. Probieren Sie es einmal mit einem ausgefallenem Kostüm! Sie werden mehr Spaß haben und öfter angesprochen werden. So kommen Sie auch ohne Alkohol mit anderen Jecken schnell ins Gespräch oder ins Schunkeln.

  2. Schließen Sie sich Gleichgesinnten  an, die gerne feiern, singen und lachen, aber zur guten Laune nicht unbedingt viel Alkohol benötigen.

  3. Trinken Sie Alkohol nicht schnell! Lassen Sie sich Zeit. Wer sein Glas hinunterschüttet, wird von der Wirkung des Alkohols überrascht. Ein weiterer Vorteil: Wenn Sie langsam trinken, halten Sie immer ein Glas in der Hand und bekommen nicht gleich wieder ein neues aufgedrängt.

  4. Trinken Sie zwischendurch immer wieder ein Glas oder Saftschorle. Das bremst nicht nur den Alkoholkonsum, es gleicht auch den alkoholbedingten Flüssigkeitsverlust aus.

  5. Nutzen Sie Alkohol nicht als Durstlöscher. Wenn Sie vom Singen und Tanzen eine trockene Kehle bekommen, trinken Sie lieber ein Glas Wasser. Alkohol führt zu einem verstärkten Harndrang, sodass der Körper letztlich mehr Wasser verliert, als ihm zugeführt wird. Dieser Flüssigkeitsverlust bewirkt auch teilweise das Katergefühl am nächsten Morgen.

  6. Trinken Sie auf Faschingsumzügen, Prunksitzungen & Co. keinen Schnaps oder andere harte Sachen. Bei Hochprozentigem kommt die Wirkung häufig sehr schnell und heftig. Ehe Sie es sich versehen, sind Sie stark alkoholisiert.

  7. Im tollen Treiben bekommt man schnell ein Glas in die Hand gedrückt. Setzen Sie öfter mal eine Runde aus. Kein Mensch wird es Ihnen übelnehmen.

  8. Nehmen Sie keinesfalls an Trinkspielen teil und gehen Sie nicht auf Flatrate-Partys. Dort können Sie einem überhöhten Alkoholkonsum kaum entgehen. Lehnen Sie solche Angebote grundsätzlich ab.

  9. Auch wenn Sie vielleicht nicht gleich in Stimmung kommen: Trinken Sie nicht aus Frust, Traurigkeit oder Langeweile. Greifen Sie nicht zum Glas, um sich die gewünschte Feierlaune anzutrinken. Genießen Sie einfach das närrische Treiben: Es wird früher oder später ansteckend auf Sie wirken - auch ohne viel Alkohol.

  10. Übrigens: Der Alkohol, den Sie trinken, bleibt im Körper bis die Leber ihn abgebaut hat. Wie lange dies dauert, verrät Ihnen unser Promillerechner auf kenn-dein-limit.de.


Und falls Sie doch zu tief ins Glas geschaut haben sollten, können Sie Ihren alkoholbedingten Brummschädel und die Übelkeit zwar durch Schmerztabletten, Wasser- und Mineralienzufuhr lindern. Den Abbau Ihres Blutalkoholspiegels können Sie aber nicht beschleunigen. Nach einer durchzechten Nacht sollten Sie deshalb auch am Folgetag das Auto lieber stehen lassen und keine Tätigkeiten ausüben, die Aufmerksamkeit und ein gutes Reaktionsvermögen verlangen.

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news-131 Mon, 15 Jan 2018 09:30:00 +0100 Kannst du ohne? https://www.kenndeinlimit.de/aktuelles/artikel/anmeldestart-fastenaktion2018/ Am 14. Februar ist es soweit: Dann startet die Aktion „Kannst du ohne?“ Das heißt: sieben Wochen kein Alkohol. Hier gibt es alle Infos.

Jetzt anmelden, an Aschermittwoch starten

Einmal ohne Alkohol auskommen? Klar können Sie das! Machen Sie mit und verzichten Sie während der Fastenzeit auf Alkohol. Die Aktion „Kannst du ohne?“ der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) unterstützt Sie dabei.

Bereits zum zweiten Mal findet die Aktion nun statt. In diesem Jahr vom 14. Februar bis zum 31. März. Melden Sie sich jetzt schon an und starten Sie am Aschermittwoch in eine alkohlfreie Auszeit.

Fasten liegt im Trend

Am Aschermittwoch beginnt die traditionelle Fastenzeit. Ob religiös motiviert oder nicht - viele Menschen nehmen sich während der mehrwöchigigen Fastenzeit vor, auf bestimmte Dinge zu verzichten. Um ihrem Kopf und Körper eine erholsame Auszeit zu gönnen.

Und Fasten liegt zunehmend im Trend: Laut einer Studie der Krankenkasse DAK  ist die Zahl der Fasten-Fans seit 2012 um 15 Prozent auf 59 Prozent gestiegen. Die meisten davon sind bereit, auf Alkohol zu verzichten. 

Und Sie? 

Schaffen Sie es, sieben Wochen ohne Alkohol auszukommen? Wir sagen: Klar schaffen Sie das! 

Über 600 Teilnehmer bei „Kannst du ohne“ im vergangenen Jahr

Im vergangenen Jahr haben über 600 Menschen die Herausforderung angenommen und sich an der ersten Fastenaktion der BZgA beteiligt. Sie haben 40 Tage auf Alkohol verzichtet, sich gegenseitig motiviert, mit unseren Bloggern mitgefiebert und gemeinsam die Vorteile des alkoholfreien Alltags entdeckt. 

Viele der Teilnehmer waren von der Aktion und von den positiven Auswirkungen des Alkoholverzichts so begeistert, dass sie dieses Jahr wieder mitmachen wollen.

Und wir würden uns freuen, wenn Sie ebenfalls dabei sind!

Machen Sie mit! Gemeinsam klappt’s besser.

Wir sind stets an Ihrer Seite und begleiten Sie durch diese spannende Zeit mit all ihren Höhen und Tiefen. Denn: Gemeinsam klappen solche Vorhaben einfach besser. 

Ihre eigenen Erfahrungen, Stimmungen und Herausforderungen können Sie während dieser Zeit in einer Art Online-Tagebuch notieren. Am Ende der Fastenaktion erhalten Sie von uns eine individuelle Auswertung.

Außerdem versorgen wir Sie regelmäßig mit interessanten Informationen rund um das Thema Alkohol. Erfahren Sie beispielsweise, warum es sich lohnt, eine Auszeit vom Alkohol zu nehmen, wie es gelingt leichter „Nein“ zu sagen, oder dass auch alkoholfreie Cocktails ziemlich lecker schmecken können.

Neugierig geworden? Dann zögern Sie nicht länger. Melden Sie sich schon jetzt für die Aktion „Kannst du ohne?“ an. Wir erinnern Sie dann noch einmal per Mail, wenn es richtig losgeht.

> Zur Startseite der Fastenaktion

> Zur Registrierung

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news-103 Tue, 02 Jan 2018 17:55:00 +0100 Neues Jahr, neue Vorsätze https://www.kenndeinlimit.de/aktuelles/artikel/gute-vorsaetze-weniger-alkohol-2018/ Ab jetzt weniger Alkohol, lautet der klassische Neujahrs-Vorsatz. Die Briten widmen diesem Vorsatz gleich einen ganzen Monat. Und Sie? Trockener Start ins neue Jahr

Das neue Jahr ist erst wenige Tage alt und traditionell fassen viele Menschen nun den Entschluss, alte Laster loszuwerden und gute Vorsätze in die Tat umzusetzen – und bestenfalls durchzuhalten. Neben mehr Sport und mehr Zeit für Familie und Freunde gehört für viele Menschen in Deutschland auch der Verzicht auf Alkohol zu den Dingen, die sie im neuen Jahr anpacken wollen.

In Großbritannien steht sogar der ganze erste Monat des Jahres unter dem Motto "Verzicht auf Alkohol": Bei der Aktion "Dry January", dem "trockenen Januar", geht es darum, in den ersten Wochen des neuen Jahres komplett auf Alkohol zu verzichten. Die Aktion startete 2012 und findet immer mehr neue Anhänger. Allein im vergangenen Jahr haben 5 Millionen Briten einen "trockenen Januar" eingelegt.

Viele Vorteile für Ihre Gesundheit

Auch in Deutschland gehört die Reduzierung des Alkoholkonsums oder der vorübergehende Verzicht zu den am häufigsten gefassten guten Vorsätzen. Aus gutem Grund, schließlich verbessert sich die Gesundheit dadurch nachhaltig.

Wenn Sie auf Alkohol verzichten, belasten Sie Ihr Herz-Kreislauf-System weniger und minimieren das Risiko für Leberschädigungen. Sie werden auch merken, dass Ihr Schlaf ruhiger und erholsamer wird, Sie einige Kilos abnehmen werden und Sie sich insgesamt besser und fitter fühlen. Außerdem wird man Ihnen das alkoholfreie Leben ansehen: Ihre Haut strahlt und Sie haben mehr Energie. Viele Gründe also für den einstweiligen Verzicht auf Alkohol.

BZgA startet an Aschermittwoch Aktion "Kannst du ohne?"

Doch nicht nur das: Wer seinen Körper gleich zum Jahresanfang daran gewöhnt, weniger Alkohol zu trinken, schafft für sich die beste Ausgangslage für die Teilnahme an der Aktion "Kannst du ohne?" der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA).

Bereits zum zweiten Mal startet die BZgA diese Aktion, die über die gesamte Fastenzeit hinweg läuft – und greift damit ein Thema auf, das viele beschäftigt. Zwei Drittel aller Menschen in Deutschland nehmen sich inzwischen jedes Jahr vor, Alkohol zu fasten. Zu diesem Ergebnis kam eine Studie der Krankenkasse DAK 2016.

Und damit Sie Ihr Ziel erreichen, unterstützen wir Sie mit Tipps, Rezepten und Tools auf dem Weg zum alkoholfreien Leben. Los geht’s am 14. Febraur. Weitere Details zur Aktion finden Sie demnächst hier auf der Webseite. Schauen Sie also bald mal wieder vorbei.

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news-127 Tue, 26 Dec 2017 17:34:00 +0100 Neujahr ohne Katzenjammer https://www.kenndeinlimit.de/aktuelles/silvester-alkohol-mythen-2018/ Um das Thema Alkohol ranken sich viele Mythen. Einige davon sind für die Silvesterparty interessant. Was stimmt, was nicht? Wir machen den Check. news-128 Wed, 20 Dec 2017 14:16:28 +0100 Weihnachten ohne Stress https://www.kenndeinlimit.de/aktuelles/artikel/weihnachten-ohne-stress0/ Weihnachten ohne Stress und Streit: Lesen Sie hier die besten Tipps für schöne und erholsame Feiertage. Dieses Jahr wird alles besser: Fünf Tipps für stressfreie Weihnachten

Geschenke kaufen, Weihnachtsbaum aussuchen, Plätzchen backen – die vergangenen Tage waren stressig genug. Zeit, endlich mal einen Gang runterzuschalten und das Fest zu genießen – ganz ohne Stress & Streit.

So gelingt es:

  1. Schrauben Sie die Erwartungen runter.
    Nicht alles muss perfekt sein. Zu hohe Erwartungen sind der häufigste Auslöser für Weihnachtsstress. Sprechen Sie vor dem Fest mit Ihrer Familie darüber, wie sich jeder das Fest vorstellt. So werden falsche Erwartungen vermieden.

  2. Alle helfen mit.
    Wer Weihnachten ohne Stress feiern will, braucht eine klare Aufgabenverteilung: Wer schmückt wann den Baum? Wer kümmert sich um das Essen? Planen Sie zwischendrin auch Zeit zum Relaxen ein.

  3. Gönnen Sie sich und anderen Freiräume.
    Ständiges „Aufeinandersitzen“ auf engstem Raum ist anstrengend. Deshalb sollte sich jeder zwischendrin kurz ausklinken dürfen, beispielsweise zu einem Spaziergang.Trinken Sie Alkohol in Maßen.?

  4. Spülen Sie Stress nicht mit Alkohol hinunter.
    Oft sagen wir im angetrunkenen Zustand Dinge, die wir später bereuen. So ist der Familienstreit vorprogrammiert.

  5. Feiern Sie "Weiße Weihnacht" – auch ohne Schnee.
    Sind Kinder dabei, wenn Sie Weihnachten feiern? Dann versuchen Sie doch mal, ganz auf Alkohol zu verzichten. Das empfiehlt die Kampagne "Weiße Weihnacht". Denn: Die Kinder sollten zu Weihnachten im Mittelpunkt stehen, nicht der Alkohol.

Vergessen Sie bei all dem nicht, dass Weihnachten eigentlich eine Zeit der Besinnlichkeit ist. Nutzen Sie die freien Tage, um sich wieder auf das zu besinnen, was Ihnen wirklich wichtig ist. Fernab von allen Erwartungen.

Wir wünschen Ihnen ein stressfreies Weihnachtsfest und einen entspannten Start ins Neue Jahr!

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news-50 Fri, 15 Dec 2017 00:00:00 +0100 Wärmt Alkohol wirklich von innen? https://www.kenndeinlimit.de/aktuelles/artikel/waermt-alkohol-wirklich-von-innen/ Es ist einer der vielen „Mythen“ zum Thema Alkohol: Wer friert, kann sich mit Alkohol wieder aufwärmen. Doch der Wärmeeffekt ist nur von kurzer Dauer. Warum Glühwein Sie nicht zum Glühen bringt

Auch wenn der Name etwas anderes verspricht: Glühwein und alkoholische Heißgetränke wärmen uns an kalten Tagen nicht von innen. Vielmehr ist das Gegenteil der Fall.

Der Alkohol erweitert die Blutgefäße in der Haut und fördert die Durchblutung. Es gelangt mehr Blut in den Bereich der Hautoberfläche. Die entstehende Wärme wird an die Luft abgegeben. Durch die erhöhte Wärmeabgabe über die Haut verringert sich aber die Körpertemperatur. Gleichzeitig zieht der Körper Wärme von den inneren Organen ab.

Je 50 Gramm Alkohol, was ungefähr einer halben Flasche Wein entspricht, sinkt unsere Körpertemperatur um ein halbes Grad. Wer im Winter draußen alkoholische Getränke zu sich nimmt, kann somit schneller auskühlen und krank werden.

Dass Alkohol den Körper von innen wärmt, ist also nur ein Irrglaube, der gefährliche Konsequenzen haben kann. Betrunkene oder Alkoholiker nehmen beispielsweise den gefährlichen Wärmeverlust oft gar nicht wahr. Dann drohen Erfrierungen.

Beim Verdacht auf Erfrierungen sollte schnellstmöglich der Rettungswagen gerufen werden.

Wintersportler, Spaziergänger und alle anderen, die die kalte Jahreszeit draußen genießen wollen, sollten sich lieber mit einem heißen Tee aufwärmen. Denn Tee wärmt im Gegensatz zu alkoholischen Getränken nachhaltiger und ist für den Körper nicht gesundheitsschädlich.
Insbesondere Ingwertee heizt uns in den kalten Tagen gut ein. Die Schärfe des Ingwers erzeugt im Inneren des Körpers Wärme und fördert somit die Durchblutung. Und noch ein Getränk ist ein Klassiker im Winter: heiße Zitrone mit Honig. Das in der Zitrone enthaltene Vitamin C ist gut für die Abwehr von Erkältungen. So bleiben Sie nicht nur warm von innen sondern tun auch noch etwas für Ihr Immunsystem.

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news-126 Thu, 07 Dec 2017 15:04:43 +0100 An kalten Tagen heiß geliebt: Getränke ohne Alkohol https://www.kenndeinlimit.de/aktuelles/artikel/alkoholfreie-getraenke-fuer-die-weihnachtstage0/ Vergessen Sie Glühwein & Co.! Diese zwei leckeren Getränkerezepte heizen uns im Winter auch ohne Alkohol richtig ein. Heiß oder kalt? Süß oder Spritzig?

Die Weihnachtsparty kann beginnen! Mit diesen Getränken kommt auch ohne Alkohol Stimmung auf: Wir stellen Ihnen zwei raffinierte Rezepte vor.

Alkoholfreier Apfel-Glühwein

Zutaten für 4 Gläser:

  • 1 l naturtrüber Apfelsaft
  • 250 ml Orangensaft
  • 1 Zimtstange
  • 1/2 Apfel
  • 1/2 Orange
  • 3 Anissterne
  • 3 Pfefferkörner
  • 5 Nelken
  • 1/2 Teelöffel gemahlener Kardamom
  • 2 Esslöffel Agavensaft
  • 15 Rosinen

 
Zubereitung:

  1. Apfelsaft erhitzen, aber nicht kochen.
  2. Gewürze, Rosinen und Agavensaft hinzugeben und umrühren. Orangensaft dazugeben. Wenn die Mischung anfängt zu dampfen, Hitze reduzieren.
  3. Apfel entkernen und in Scheiben schneiden. Orange in Scheiben schneiden. Obst zur Apfelsaftmischung geben. Eine Minute ziehen lassen und servieren.


Ingwer-Ginger-Ale-Drink

Zutaten:

  • 2 kleine Stängel Minze
  • 1 Stück Ingwer (ca. 1 1/2 cm)
  • 1 EL Orangen-Ingwer-Sirup (fertiges Produkt)
  • 4 Eiswürfel
  • 200 ml eiskaltes Ginger Ale


Zubereitung:

  1. Die Minze abbrausen und trocken schütteln. Die Blättchen mit den Fingern leicht andrücken oder reiben, damit sich das Aroma entfalten kann. Die Stängel in ein Glas stecken.
  2. Den Ingwer schälen, in dünne Scheiben schneiden und ins Glas geben. Den Sirup darüber gießen und die Eiswürfel hinzufügen.
  3. Das Glas mit dem Ginger Ale auffüllen. Alles kurz umrühren, damit sich der Sirup gleichmäßig im Glas verteilt. Den Drink sofort servieren.

Quellen:

Springlane
Küchengötter

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news-125 Thu, 30 Nov 2017 12:45:00 +0100 Maximaler Spaß bei minimalem Alkoholkonsum https://www.kenndeinlimit.de/aktuelles/artikel/alkohol-in-der-weihnachtszeit0/ Der Dezember ist nach einem anstrengenden Jahr ein Monat zum Feiern. Wie Sie auch mit wenig Alkohol in Feierlaune kommen, erfahren Sie hier. Weihnachtszeit ist Alkohol-Hochsaison

Zu keiner anderen Jahreszeit wird so viel Alkohol getrunken, wie in der Weihnachtszeit: Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt, Sekt auf der Betriebsweihnachtsfeier, Wein zum Adventsessen. Für viele gehört Alkohol genauso dazu, wie die Geschenke unterm Weihnachtsbaum – Katerstimmung inklusive.

Keine Lust mehr auf Brummschädel in der Vorweihnachtszeit? Dann sagen Sie doch öfters einmal Nein zu Alkohol. Das geht einfacher als Sie denken.

Es muss nicht immer Glühwein sein

Trinken Sie beim nächsten Weihnachtsmarktbesuch anstatt eines Glühweins einen heißen Punsch aus Apfel- oder Holundersaft. Der duftet und schmeckt genauso lecker nach Zimt, Nelken und Kardamom. Und Sie hören nach dem zweiten Glas garantiert keine Glöckchen klingeln, wie beim Genuss der promillehaltigen Varianten.

Oder wie wäre es mit einer Verabredung zum Schlittschuhlaufen? Das ist eine schwungvolle Abwechslung zu einem weiteren Besuch auf dem Weihnachtsmarkt.

Weniger Alkohol – mehr Spaß beim Feiern

Insbesondere bei Firmenweihnachtsfeiern ist Zurückhaltung beim Trinken angesagt, um peinliche Situationen zu vermeiden. Denn Alkohol lockert nicht nur die Zunge, sondern auch die Selbstkontrolle.

Sie können sich ebenso mit wenig Alkohol gut amüsieren. Lassen Sie sich beim Trinken Zeit. Wenn Sie immer ein halb volles Glas in der Hand halten, bekommen Sie nicht gleich wieder ein neues aufgedrängt. Und: Trinken Sie zwischendurch ein Glas Wasser. Das gleicht den alkoholbedingten Flüssigkeitsverlust aus und verhindert den Kater am Morgen danach.

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news-124 Wed, 08 Nov 2017 10:03:56 +0100 Das tut der Leber gut! https://www.kenndeinlimit.de/alkohol/was-der-leber-gut-tut-lebertag-2017/ Unsere Leber leistet täglich Schwerstarbeit. Lesen Sie hier, was der Leber schadet und wie Sie Ihr eigenes kleines „Kraftwerk“ unterstützen können. news-105 Thu, 02 Nov 2017 09:56:00 +0100 Zu viel Alkohol erhöht den Blutdruck https://www.kenndeinlimit.de/aktuelles/artikel/alkohol-blutdruck0/ Jeder dritte Deutsche leidet unter Bluthochdruck und damit unter dem Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall. Warum Alkohol ein Risikofaktor ist. Alkohol als Auslöser von Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Wie wichtig es ist, auf die Gesundheit seines Herzes zu achten, verdeutlicht das Motto der vom 1. bis 30. November stattfindenden Herzwochen: „Das schwache Herz“. Denn Alkohol schädigt die Herzgesundheit nachhaltig bis hin zu chronischen Erkrankungen. Allein in Deutschland leben in etwa 20 bis 30 Millionen Menschen, die an der ersten Folge von zu hohem Alkoholkonsum leiden: Bluthochdruck.

Etwa jeder fünfte weiß nichts von seiner Krankheit. Denn Bluthochdruck tut nicht weh. Und doch ist die Hypertonie - so der medizinische Fachausdruck für Bluthochdruck - einer de Hauptrisikofaktoren für eine Reihe schwerer Herz-Kreislauf-Erkrankungen bis hin zum Herzinfarkt und Schlaganfall. Was dabei kaum einer weiß: Alkohol beeinflusst den Blutdruck.

Bluthochdruck verengt die Arterien

Wer dauerhaft über das gesundheitlich verantwortliche Limit hinaus Alkohol konsumiert, riskiert eine krankhafte, chronische Erhöhung seines Blutdrucks. Denn Alkohol wirkt stimulierend auf das vegetative Nervensystem. Der Herzschlag wird beschleunigt und pumpt verstärkt Blut in den Körper. In der Folge erhöht sich der Druck auf die empfindlichen Gefäßwände der Arterien.

Ein dauerhaft zu hoher Blutdruck kann die Gefäßauskleidung beschädigen, sodass sich Ablagerungen aus Fett, Kalk und Bindegewebsbestandteilen bilden. Es kommt zur Arteriosklerose oder umgangssprachlich "Gefäßverkalkung": Durch die Ablagerungen an den Gefäßwänden verengen sich die Arterien und verlieren an Geschmeidigkeit, was wiederum den Blutdruck noch weiter erhöht und einen Teufelskreis einleitet. Bei einem kompletten Gefäßverschluss wird nachfolgendes Gewebe nicht mehr mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt und es droht der Infarkt. Arteriosklerose ist die Hauptursache für Herzinfarkt, Schlaganfall sowie andere folgenschwere Durchblutungsstörungen.

Neben Gefäßverkalkungen kann ein chronisch zu hoher Blutdruck zudem Herzschäden hervorrufen: Unter der ständigen Last, gegen den erhöhten Gefäßwiderstand anzupumpen, kann es zu einer krankhaften Verdickung des Herzmuskels kommen. Dadurch wird die Arbeit des Herzens zunehmend beeinträchtigt bis es langfristig zur Herzschwäche kommt. Eine Herzschwäche kann sich auf unterschiedliche Arten bemerkbar machen: Atemnot, Leistungsschwäche, Herzklopfen, Flüssigkeitseinlagerungen, Herzrhythmusstörungen oder auch Brustschmerz gehören zu den Symptomen, auf die man reagieren sollte. Denn die dauerhafte Überbelastung des Herzens kann dazu führen, dass der Herzmuskel letztlich erschlafft. Dadurch verliert das Herz an Pumpkraft und droht zu versagen. Auch Herzrhythmusstörungen und Vorhofflimmern können durch eine Hypertonie ausgelöst werden.

Holiday-Heart-Syndrom: Wenn jungen Menschen das Herz flattert

Auch ohne erhöhten Blutdruck kann Alkohol das Herz in Mitleidenschaft ziehen. Insbesondere bei jungen Menschen mit unstetem Lebenswandel (Stress, Hektik im Alltag, zu wenig Schlaf) können schon vereinzelte Alkoholexzesse am Wochenende zu Herzrhythmusstörungen und Herzrasen führen. Da die Symptome in der Regel erst verzögert einsetzen, wird diese Form des Vorhofflimmerns auch Holiday-Heart-Syndrom genannt. Für sich genommen ist Vorhofflimmern nicht gefährlich. Kommt es allerdings häufiger vor, kann es auch hier zu einer Herzmuskelschwäche kommen. 

Risiko Übergewicht: Alkohol ist ein gefährlicher Dickmacher

Übergewicht ist ein weiterer bedeutender Risikofaktor für chronischen Bluthochdruck – und Alkohol beinhaltet reichlich Kalorien. Im Klartext: Alkohol macht dick. Ein Gramm reiner Alkohol enthält 7 kcal – das sind beinahe so viele wie in einem Gramm Fett (9 kcal) und fast doppelt so viele wie in einem Gramm Zucker (4 kcal). Auch indirekt sorgt Alkohol für eine verstärkte Gewichtszunahme: Er stimuliert die Magenschleimhaut und weckt so den Appetit. Damit ist oftmals eine höhere Kochsalzaufnahme verbunden – und der Verzehr von zu viel Salz lässt den Blutdruck steigen.

Dass nicht nur das Herz-Kreislauf-System von zu hohem Alkoholkonsum in Mitleidenschaft gezogen wird, zeigt unsere Bodymap. Hier sehen Sie, wie sich Alkoholkonsum auf die einzelnen Organe auswirken kann. 

Bleiben Sie im Limit!
Frauen sollten pro Tag nicht mehr als 12 g reinen Alkohol und Männern nicht mehr als 24 g trinken. Das bedeutet: Als Frau sollten Sie maximal 1 Glas Alkohol pro Tag trinken und an mindestens 2 Tagen pro Woche auf Alkoholkonsum verzichten. Männer sollten den Alkoholgenuss auf maximal 2 Gläser pro Tag beschränken und ebenfalls an mindestens 2 Tagen pro Woche ganz auf alkoholische Getränke verzichten.

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news-122 Wed, 11 Oct 2017 10:36:58 +0200 Trinktagebuch neu als Onlineversion https://www.kenndeinlimit.de/selbst-tests/trinktagebuch/ Sie wollen es genau wissen? Nutzen Sie unser neues Online-Trinktagebuch und halten Sie ganz einfach fest, wann Sie wie viel Alkohol getrunken haben. news-120 Fri, 29 Sep 2017 09:00:00 +0200 Maßvoller Alkoholkonsum im Alter https://www.kenndeinlimit.de/aktuelles/artikel/alkohol-im-alter0/ Ältere Menschen trinken häufiger Alkohol als junge. Lesen Sie hier, welche Risiken Sie kennen sollten – und wie Sie am besten damit umgehen. Ab 65 steigt der Alkoholkonsum

Der Alkoholkonsum im Alter nimmt an Häufigkeit zu. Das hat eine repräsentative Meinungsumfrage im Auftrag der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände ergeben. Hierzu hat das infas Institut für angewandte Sozialwissenschaft im Mai 2017 telefonisch 3.415 Bundesbürger ab 16 Jahren nach ihren Ernährungsgewohnheiten  befragt. 16 Prozent der Teilnehmer ab 65 Jahren trinken demnach täglich oder fast täglich Alkohol. Im Vergleich ist die Altersgruppe von 16 bis 29 Jahren deutlich zurückhaltender: Hier sind es nur 3 Prozent. Hinzu kommt, dass laut einer Datenerhebung des Instituts für Therapieforschung Menschen nicht nur häufiger, sondern tendenziell Alkohol in riskanten Mengen trinken, je älter sie werden.

Alkoholkonsum im Alter – Gefahr nicht unterschätzen

Täglicher Alkoholkonsum ist jedoch vor allem im höheren Alter mit Risiken verbunden. Der Körper baut den Alkohol langsamer ab, die Wirkung kann somit stärker ausfallen. Früher haben Sie „mehr vertragen“? Im Alter ändert sich das. Sie sind schneller angetrunken und das Risiko für Stürze und andere Unfälle steigt. Hinzu kommt, dass viele ältere Menschen eine Reihe von Medikamenten einnehmen, die in Verbindung mit Alkoholkonsum für gefährliche Wechselwirkungen sorgen können. So kann es zum Beispiel zu Übelkeit, Kopfschmerzen, Herzrasen und Erbrechen kommen, Alkohol kann die Wirkung von Medikamenten sogar aufheben. 

Deshalb wird Menschen ab 65 Jahren empfohlen, nicht mehr als ein Standardglas reinen Alkohol am Tag zu konsumieren. Diese Empfehlung hat das amerikanische National Institute on Alcohol Abuse and Alcoholism (NIAAA) herausgegeben. Von einem Standardglas spricht man beispielsweise bei einem kleinen Glas Bier (0,25 Liter) oder Wein (0,1 Liter). Zwei Tage pro Woche sollten zudem ganz alkoholfrei sein.

Kleine Veränderungen mit großer Wirkung

Doch gerade für ältere Menschen kann das eine große Herausforderung sein. Das tägliche Bier zum Abendessen, ein Glas Rotwein vor dem Fernseher – liebgewonnene Gewohnheiten bestehen meist über Jahrzehnte und lassen sich nicht so einfach abschütteln. Hinzu kommt, dass vielen älteren Menschen gar nicht bewusst ist, wann ein riskanter Alkoholkonsum überhaupt beginnt. Informieren Sie sich hier und nutzen Sie unseren Alkohol-Selbsttest. Er gibt Aufschluss über Ihren ganz individuellen Alkoholkonsum und zeigt Ihnen, ob Sie sich im kritischen Bereich befinden. Auch auf unserer Website können Sie sich umfassend informieren und erhalten hilfreiche Tipps, wie Sie Ihr eigenes Konsumverhalten verändern können. Ganz wichtig ist: Stecken Sie sich anfangs nicht zu hohe Ziele. Kleine Veränderungen können schon vieles bewirken. Wie wäre es zum Beispiel mit einem alkoholfreien Bier zum Abendessen? Und statt Rotwein schmeckt Ihnen vielleicht auch eine leckere Schorle? Vielleicht gibt es auch ein Hobby, das Sie längst schon einmal ausprobieren wollten? Wagen Sie den Schritt! Sie lernen neue Menschen kennen und gestalten Ihren Alltag neu und abwechslungsreich. Sie werden merken: Nach und nach können Sie so Ihre alten Traditionen aufbrechen – für mehr Lebensfreude und Gesundheit, auch im Alter.

Hier finden Sie Hilfe und Unterstützung

Haben Sie das Gefühl, dass Sie noch mehr Unterstützung benötigen? Dann nutzen Sie das BZgA-Infotelefon und lassen Sie sich persönlich beraten. Hier finden Sie zusätzliche Informationen, wie Sie mit einer Alkoholabhängigkeit umgehen und wo Sie sich Hilfe suchen können.

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news-119 Mon, 18 Sep 2017 09:00:00 +0200 Leben mit FAS – Clara ist Clara https://www.kenndeinlimit.de/aktuelles/artikel/leben-mit-fas0/ Clara ist fünf Jahre alt und leidet an FAS – dem Fetalen Alkoholsyndrom. Was bedeutet das für das Leben des kleinen Mädchens? Warum kann ich das nicht?

Wenn Clara* eine Banane isst, braucht sie dafür eine Stunde. Ihren Nachnamen kann sie sich nicht merken. Die Jacke zuknöpfen, die Klettverschlüsse an den Schuhen schließen – das klappt an manchen Tagen ganz gut. Und ist an anderen ein unüberwindbares Hindernis. Dann kommen die Tränen, die Wut, die Traurigkeit. Warum klappt das nicht? Die anderen Kinder können das doch auch! Clara* ist fünf Jahre alt und hat FAS, das fetale Alkoholsyndrom.

Die Krankheitsbilder, die auf Alkoholkonsum in der Schwangerschaft zurückgehen, sind vielfältig und werden unter dem Begriff Fetale Alkoholspektrum-Störungen (FASD) zu-sammengefasst. In besonders schweren Fällen – wenn eine Vielzahl an Krankheitsbildern zusammen kommt und das Baby sowohl körperlich als auch geistig beeinträchtigt ist – spricht man von FAS. So wie bei Clara.
Claras Start ins Leben hätte kaum schwieriger sein können. Sie kommt vier Wochen zu früh zur Welt, mit einer Halbseitenlähmung, einer Muskelschwäche, einem Herzfehler sowie weiteren Organschäden. Und: Das viel zu zarte Frühchen muss in seiner ersten Lebenswoche auf der Intensivstation einen Alkoholentzug durchstehen. Ob Clara das überlebt, ist ungewiss.

Lebenslange Beeinträchtigungen

Jährlich sind etwa 10.000 Kinder in Deutschland von Fetalen Alkoholspektrum-Störungen betroffen, teilweise mit dramatischen Folgen. 80 Prozent der von voll  ausgeprägtem FAS Betroffenen leiden lebenslang unter Beeinträchtigungen und bleiben auf Hilfe angewiesen. Was viele nicht wissen: Auch leichtes Gewohnheitstrinken oder ein gelegentlicher Rausch können bereits bleibende Schäden verursachen. Selbst Kinder mit „leichtem“ FASD besuchen später häufig keine Regelschulen und sind in vielen Bereichen auf Betreuung angewiesen.

Clara ist eine kleine Kämpferin. Sie übersteht den Entzug und kann nach einigen Wochen das Krankenhaus verlassen. Doch ihre alkoholkranke Mutter kann sich nicht um sie kümmern. Claras Gesundheitszustand bleibt weiter kritisch, das Ausmaß ihres FAS ist noch unklar. Und so kommt das Baby zunächst in eine Kurzzeitpflegefamilie. Erst nach zweieinhalb Jahren ist Clara so stabil, dass sie in eine Langzeitpflege wechseln kann. Sie lernt ihre neuen Papas kennen, Sebastian und Paul (heute beide 38). „Das war so eine schöne Begegnung“, erinnert sich Pflegevater Sebastian. Sie schließen das kleine Mädchen ins Herz. Mit allen Schwierigkeiten, die sie mitbringt. Und nach zweieinhalb Monaten Kennenlernzeit ist auch Clara soweit, ganz zu den beiden zu ziehen.

Essen? Ein Kraftakt

Der Alltag zu dritt ist schön und steckt doch voller Herausforderungen. „Clara ist ein Sonnenschein, ein ehrgeiziges Kind, und so fröhlich.“ So beschreibt Sebastian seine Pflegetochter. Doch ihre Krankheit ist ein großer Teil von ihr. „Clara hatte von Anfang an unheimliche Probleme mit der Nahrungsaufnahme“, sagt Sebastian. „Als sie zu uns kam, konnte sie nur grüne Gurke essen“. Wegen der Muskelschwäche fiel es ihr schwer, zu kauen und zu schlucken. Zudem ist sie traumatisiert. Neun Monate lang hat sie im Bauch ihrer Mutter gelernt, dass Nahrung ihr schadet. „Immer wieder der Alkohol, das hat Auswirkungen bis heute“, sagt Sebastian. Das Essen fällt Clara auch mit fünf Jahren noch immer schwer. Drei Mal am Tag investieren Sebastian und Paul eine Stunde Zeit um sie dabei zu begleiten. „Das ist wie ein Kampf, ein richtiger Kraftakt“, sagt Sebastian. 

Wenn der Druck nachlässt, bricht sie zusammen

FAS ist unberechenbar. An manchen Tagen wirkt Clara wie die anderen Mädchen in ihrem Kindergarten. Seit sie vier Jahre alt ist, hat sie dort einen Integrationsplatz, spielt mit ihren Freundinnen, ist glücklich. „Sie strengt sich an, mit den anderen mitzuhalten“, sagt Sebastian. „Aber wenn am Ende des Tages der Druck nachlässt, bricht sie oft zusammen.“ Clara kann dann einfach nicht mehr. Sie wird lethargisch, kann keinen klaren Satz mehr sprechen, die Mimik friert ein.

Was an einem Tag gut ging, geht am nächsten nicht mehr, ohne erkennbaren Grund. „Sie leidet unter einer Art Demenz. Zum Beispiel fahren wir jeden Tag mit dem Aufzug, wochenlang drückt Clara denselben Knopf. Und plötzlich fragt sie, wo sie drücken muss“, erzählt Sebastian. Ein weiteres Problem für Clara ist die Konzentration. Sie lässt sich schnell ablenken, braucht viel Rückversicherung von ihren Vätern. Ihr Wortschatz ist ebenfalls noch sehr klein. Dann sind da noch die körperlichen Einschränkungen. Claras Zähne sind schlecht – 10 Löcher wurden bereits behandelt. Und ihre motorischen Fähigkeiten sind eingeschränkt, malen fällt ihr beispielsweise schwer. „Einen Kreis schafft sie“, sagt Sebastian. „Aber mehr ist für sie nicht möglich.“

Eine frühe Diagnose hilft den Betroffenen

Zum Glück gibt es viel Hilfe. Clara bekommt Ergotherapie und Heilpädagogik. „Wir stehen eng in Kontakt mit einem Frühförderzentrum und dem Sozialpädiatrischen Zentrum“, ergänzt Sebastian und betont: „Je früher man FAS diagnostiziert, desto besser. Nur so können Betroffene schnelle und individuelle Förderungen bekommen, damit sie so gut wie möglich selbstständig am Leben teilnehmen können.“

Das Tückische an FAS: Alles ist offen

Am Leben teilnehmen – das tut Clara in vollen Zügen. Da sie kleiner ist als andere Kinder in ihrem Alter, fallen ihre Einschränkungen noch nicht auf. „Ihre Lebensfreude ist riesig und zum Glück wird sie noch nicht zu stark mit ihren Problemen konfrontiert “, sagt Papa Paul.
Doch wie wird es in der Schule werden? Wird sie dort ausgegrenzt? Kann sie überhaupt eine normale Schule besuchen? Sebastian ist sich sicher: Eine Klasse mit 35 Kindern, das wird sie nicht schaffen. „FAS ist so tückisch, weil alles offen ist“, sagt er. „Es gibt keine Prognosen, wir wissen nicht, wie sie sich entwickeln wird.“ Betrübt sind die beiden Papas nicht. „Wir freuen uns auf das Leben mit ihr, sie macht uns so viel Freude“, sagen sie. Clara ist einfach Clara. Und trotzdem bleibt die Frage: Wie wäre Clara ohne FAS?

*Namen von der Redaktion geändert.

Sie benötigen Hilfe und Beratung rund um das Thema FASD? Hier finden Sie Adressen von Fachärzten und Beratungsstellen in Ihrer Nähe.

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news-116 Thu, 14 Sep 2017 09:00:00 +0200 So schädlich ist Alkohol für Ihr Ungeborenes https://www.kenndeinlimit.de/alkohol/schwangerschaft-und-stillzeit/alkohol-in-der-schwangerschaft/die-entwicklungsstadien/ Alkoholkonsum in der Schwangerschaft ist absolut tabu. Lesen Sie hier, wie Alkohol Ihrem ungeborenen Baby schaden kann - und das in jeder einzelnen Entwicklungsphase. Physische und körperliche Schäden

Welche Folgen Alkohol für die Gesundheit eines ungeborenen Kindes hat, hängt von der Alkoholmenge und der Phase der Schwangerschaft ab, in der die Mutter trinkt. Zusammengefasst lässt sich sagen: In der Frühphase der Schwangerschaft verursacht Alkohol schwerwiegende körperliche Schäden. Alkoholkonsum im späteren Verlauf der Schwangerschaft führt zu Wachstumsstörungen, nervösen Auffälligkeiten und geistigen Entwicklungsstörungen beim Kind.

Im Einzelnen bestehen folgende Risiken für Ihr ungeborenes Kind:

  • bis 3. Schwangerschaftsmonat: In dieser Phase besteht die größte Gefahr für körperliche Fehlbildungen. Durch den Alkoholkonsum werden die Zellvermehrung und die Zellteilung ungünstig beeinflusst. Dadurch kann es zu Fehlbildungen kommen.Das Gehirn des Ungeborenen ist dabei besonders gefährdet. Durch den Alkohol wird das Wachstum der Gehirnzellen gestört und vermindert: Das Gehirn bleibt in der Entwicklung zurück und ist deutlich kleiner als bei normal entwickelten Kindern. Die geringere Zahl der Gehirnzellen ist für spätere Entwicklungsstörungen des Kindes verantwortlich.
  • 4. bis 6. Schwangerschaftsmonat: Auch während dieser Zeit führt Alkoholkonsum der Mutter zu Wachstumsstörungen, darüber hinaus besteht ein erhöhtes Risiko für Fehlgeburten als Folge des Trinken.
  • 7. bis 9. Schwangerschaftsmonat: In dieser Phase der Schwangerschaft kommt es normalerweise zu einem deutlichen Körperwachstum, das durch den Alkohol empfindlich gestört werden kann. Da sich in diesen Monaten auch das Gehirn des Ungeborenen stark vergrößert, sind bei Alkoholeinfluss Entwicklungsstörungen die Folge. Die Nervenzellen im Gehirn vernetzen sich nicht miteinander oder sterben sogar ab.

Dramatische Konsequenzen - ein Leben lang

Die möglichen Auswirkungen von Alkohol auf die Gesundheit und Entwicklung Ihres Kindes sind beträchtlich und vielfach so stark, dass ihr Kind ein Leben lang unter diesen leiden würde. Deshalb sollten Sie unbedingt konsequent Nein sagen zum Alkohol in der Zeit, in der Ihr Kind in Ihrem Bauch heranwächst.

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news-118 Mon, 04 Sep 2017 09:00:00 +0200 Nein zu Alkohol in der Schwangerschaft – so schützen Sie Ihr Baby https://www.kenndeinlimit.de/aktuelles/artikel/duerfen-schwangere-alkohol-trinken0/ Mehr als jede vierte schwangere Frau in Deutschland trinkt Alkohol. Die Folgen von Alkoholkonsum in der Schwangerschaft sind jedoch dramatisch. Selbst geringer Alkoholkonsum schadet

„Am Wochenende mal ein Auge zudrücken und mit Freunden anstoßen, da kann doch nichts passieren.“ Oder: „Am Ende der Schwangerschaft ist nichts gegen ein Gläschen Wein zu sagen.“ Hunderte solcher Mythen schwirren durch die Gesellschaft – mit verheerenden Folgen. Denn genau das Gegenteil ist der Fall: Es gilt mittlerweile als gesichert, dass selbst ein geringer Alkoholkonsum oder vereinzelte Trinkexzesse zu erheblichen gesundheitlichen Beeinträchtigungen beim Ungeborenen führen können.

Das Risiko wird oft unterschätzt

Allein in Deutschland kommen jährlich schätzungsweise mehr als 10.000 Kinder mit alkoholbedingten Folgeschäden, so genannten fetalen Alkoholsyndrom-Effekten (FASD), zur Welt. Rund 2.000 Kinder sind von der schwersten Form, dem Fetalen Alkoholsyndrom (FAS), betroffen. Die Kinder weisen körperliche und geistige Entwicklungsstörungen auf und sind in ihrem Verhalten auffällig. Über das Risiko solcher Erkrankungen sind sich viele Schwangere nicht bewusst. Die erschreckenden Zahlen: In Deutschland  leben nur sechs Prozent der schwangeren Frauen vollständig abstinent. Jede vierte Schwangere trinkt mehr oder weniger Alkohol. Stress, Druck von außen und liebgewonnene Gewohnheiten verleiten sie häufig dazu, auch in der Schwangerschaft nicht auf das eine oder andere Gläschen zu verzichten. Hier spielt auch der Partner oder die Partnerin eine große Rolle.  Viele Mütter berichten rückblickend, dass sie sich „eigentlich nur aus Liebe“ und „weil er oder sie das so wollte“ zum Alkoholtrinken verleiten ließen. 

Gemeinsam geht es leichter

Was also ist zu tun, um Frauen in der Schwangerschaft zu bestärken, komplett auf Alkohol zu verzichten? Das wirksamste Mittel ist: Mitmachen! Ob Lebenspartner oder -partnerin, Familienangehörige oder enge Freunde: Gemeinsam verzichten fällt häufig leichter – und kann auch richtig Spaß machen. So bietet sich jetzt die perfekte Gelegenheit, Neues auszuprobieren. Wie wäre es zum Beispiel mit einem alkoholfreien Cocktail?

Eine Schwangerschaft ist außerdem ein guter Moment, um auch als Partner oder Partnerin den eigenen Alkoholkonsum kritisch zu hinterfragen – zum Beispiel mit unserem Alkohol-Selbsttest. Für Schwangere bieten wir zusätzlich einen speziellen Selbsttest an, der dabei hilft, das eigene Verhalten besser einzuordnen.

Dem Baby etwas Gutes tun – und sich selbst

Werdende Eltern haben schon jetzt eine große Verantwortung. Schwangere bilden mit ihrem Baby eine Einheit, ihre Körper sind über die Nabelschnur und die Plazenta verbunden. Fest steht: Wenn die schwangere Frau ihrer Gesundheit schadet, schadet sie auch ihrem Baby. Tut sie sich und ihrem Körper hingegen etwas Gutes, profitiert auch das Kind davon. Das kann gesunde Ernährung oder Erholung an der frischen Luft sein – Alkohol hingegen nicht. Die Zeit der Schwangerschaft ist auch ein guter Moment, um zu überlegen, welches Vorbild Eltern ihrem Kind sein möchten. Denn das spätere Trinkverhalten des Kindes wird stark davon beeinflusst, wie die Eltern selbst mit Alkohol umgehen.

Hier finden Sie Hilfe

Sie benötigen  Unterstützung dabei, in der Schwangerschaft auf Alkohol zu verzichten? Damit sind Sie nicht allein. Zögern Sie nicht, Ihre Frauenärztin oder Ihren Frauenarzt anzusprechen. Sie können Ihnen hilfreiche Tipps geben, wie Sie während der Schwangerschaft und Stillzeit auf Alkohol verzichten können. Ist Ihnen ein persönliches Gespräch unangenehm oder aus anderen Gründen für Sie keine Option, nutzen Sie das Online-Programm IRIS. Hier lernen Sie in einem zwölfwöchigen Programm mit interaktiven Übungen und individuellen Lösungsstrategien, auf Alkohol zu verzichten – kostenlos und anonym. So geben Sie Ihrem Baby die Chance auf einen gesunden Start ins Leben!

Weiterführende Informationen zum Thema finden Sie auf unserer Seite unter der Rubrik „In der Schwangerschaft“.

 

 

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news-114 Mon, 28 Aug 2017 11:19:00 +0200 Radfahren im Sommer – besser ohne Promille https://www.kenndeinlimit.de/aktuelles/artikel/fahrrad-fahren-unter-alkoholeinfluss-20170/ Noch ein Bier? Klar, ich bin ja mit dem Fahrrad da. Vorsicht vor diesem Trugschluss! Mit zu viel Promille auf dem Rad machen Sie sich strafbar. Auch das Fahrrad ist ein Fahrzeug

Ob in den Biergarten, zur Grillparty oder zum Picknick am See. Fahrradfahren im Sommer macht doppelt Spaß. Und viele denken: „Jetzt kann ich trinken, so viel ich will. Ich bin ja nicht mit dem Auto hier!“ Doch dieser Gedanke ist trügerisch. Denn auch ein Fahrrad ist ein Fahrzeug. Und nach dem Strafgesetzbuch wird bestraft, wer „infolge des Genusses alkoholischer Getränke oder anderer berauschender Mittel nicht in der Lage ist, ein Fahrzeug sicher im Verkehr zu führen“. Wenn Sie als Radfahrer also unter Alkoholeinfluss den Verkehr gefährden oder sogar einen Unfall verursachen, machen Sie sich strafbar. Je nach festgestelltem Blutalkoholwert drohen Bußgelder, Strafanzeigen, Punkte in Flensburg oder auch der Führerscheinentzug.

Unfallrisiko steigt schon bei geringen Mengen

Betrunkene radeln gefährlich: Rund 13.532 Personen mit Alkohol im Blut waren laut Statistischem Bundesamt im Jahr 2016 an Verkehrsunfällen beteiligt, bei denen Menschen verletzt oder getötet wurden. Jeder Vierte dieser alkoholisierten Verkehrsteilnehmer war ein Fahrradfahrer (26,3 %). Seien Sie deshalb vorsichtig mit Alkohol, wenn Sie anschließend aufs Rad steigen wollen. Schon bei geringen Mengen Alkohol steigt das Unfallrisiko beträchtlich: Ihr Gesichtsfeld wird eingeschränkt und Ihr Sehvermögen verschlechtert sich. Alkohol erhöht die Risikobereitschaft, Gefahren können Sie nicht mehr richtig einschätzen. Der Alkohol beeinträchtigt Ihr Gleichgewichtsgefühl und Ihr Reaktionsvermögen – und gerade das brauchen Sie, wenn Sie sich mit dem Fahrrad im Straßenverkehr sicher bewegen wollen.

Als Radler sollten Sie deshalb ebenso die Finger vom Alkohol lassen wie als Autofahrer. Probieren Sie es aus: Treten Sie also beim Alkohol kürzer und dafür mehr in die Pedale. So können Sie nicht nur den Grillabend mit Freunden genießen – sondern auch den Weg nach Hause an der frischen Luft. Denn Radfahren aktiviert Ihren Kreislauf und das wiederum sorgt für gute Laune – ganz ohne Promille.

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news-113 Wed, 02 Aug 2017 08:00:00 +0200 Bleiben Sie im Limit - auch im Urlaub! https://www.kenndeinlimit.de/aktuelles/artikel/alkohol-kein-urlaub-fuer-ihren-koerper0/ Urlaub: Das ist Entspannung und Genuss pur – und für manch einen die Gelegenheit so viel zu trinken, wie man will. Aber passt das zusammen? All-inclusive-Hotels, Flatrate-Partys, Pub-Crawls: Statt dem Körper eine Erholungsphase zu gönnen, wird bei vielen Urlaubern die Leber überstrapaziert. Dabei ist Alkoholkonsum gerade in der Hitze besonders gefährlich.

Warum zu viel Alkohol im Sommerurlaub gefährlich werden kann

  • Sonne verstärkt die Wirkung von Alkohol
    Bei Hitze kann der Körper Alkohol schlechter verarbeiten. Die Gefäße weiten sich, der Blutdruck sinkt. Es kann zu Kreislaufproblemen, Bewusstlosigkeit und einem lebensbedrohlichen Kreislaufkollaps kommen.
  • Alkohol ist als Durstlöscher tabu
    Wenn es heiß ist, schwitzt man. Der Körper scheidet Flüssigkeit über die Haut aus, um eine Überhitzung zu vermeiden und sich abzukühlen. Die verlorene Flüssigkeit muss über Getränke wieder aufgenommen werden. Deshalb wird bei Reisen in heiße Länder eine Flüssigkeitsaufnahme von 3 bis 4 Litern pro Tag empfohlen – und zwar in Form von Wasser, verdünnten Fruchtsäften oder isotonischen Getränken.
    Wer seinen Durst mit Alkohol löscht, macht genau das Falsche. Alkohol fördert die Flüssigkeitsausscheidung über den Urin und entzieht so dem Körper Wasser und Mineralstoffe. Der Körper wird ausgelaugt und läuft Gefahr auszutrocknen. Er kann nicht mehr genug Schweiß produzieren, um sich vor Überhitzung zu schützen. Das kann zu einem Hitzschlag führen und im Extremfall zum Kreislaufkollaps.
  • Schwerstarbeit für die Leber
    Wer nun denkt, der Körper würde auch den Alkohol wieder ausschwitzen, liegt falsch. Nur 2 bis 5 Prozent des Alkohols werden über Atem, Schweiß und Urin ausgeschieden. Die Hauptarbeit muss die Leber leisten. Und die kann nur 0,1 bis 0,15 Promille pro Stunde abbauen. Wenn Sie also im Urlaub ständig Ihren Alkoholspiegel hochhalten, ist Ihre Leber permanent überlastet. Auch die anderen Organe werden durch das Zellgift Alkohol in Mitleidenschaft gezogen, was zu gesundheitlichen Schädigungen führen kann.
  • Betrunkene baden gefährlich
    Wer zu viel getrunken hat, unterschätzt Risiken und neigt zu Leichtsinn. Außerdem schränkt der Alkohol die Koordinationsfähigkeit ein. Deshalb sollten Sie selbst in sicheren Gewässern nicht baden, wenn Sie Alkohol getrunken haben. Besonders abends und nachts, wenn das Wasser abkühlt, passieren viele Alkoholunfälle. Alkohol weitet die Blutgefäße und wer betrunken badet, kann selbst bei einer Wassertemperatur von 20 bis 22° einen Kälteschock erleiden, was im schlimmsten Fall zum Herzversagen führt. Selbst am Morgen nach einer durchzechten Nacht ist Vorsicht geboten, denn der Restalkohol beeinträchtigt immer noch das Reaktions- und Koordinationsvermögen.
  • Alkohol erhöht die Gefahr von Unfällen, Gewalt, Verbrechen und sexuellen Risiken
    Betrunkene stürzen leichter, geraten schneller in eine Schlägerei und werden leichter Opfer von Gewaltverbrechen, Diebstählen oder Vergewaltigungen. Im Rausch kommt es außerdem öfter zu ungeschützten oder ungewollten Geschlechtsverkehr

Achten Sie auf Ihr Limit - und der Urlaub wird zur echten Erholung.

Acht einfache Regeln können Ihnen helfen, Ihren Alkoholkonsum auch im Urlaub auf einem gesundheitlich verträglichen Level zu halten.

  1. Setzen Sie Alkohol nicht als Durstlöscher ein. Bei Hitze und körperlicher Anstrengung sollten Sie 3 bis 4 Liter Wasser, isotonische Getränke oder verdünnte Fruchtsäfte am Tag trinken.
  2. Lassen Sie sich Zeit. Stürzen Sie alkoholische Getränke nicht hinunter, sondern trinken Sie langsam.
  3. Setzen Sie bei geselligen Trinkrunden öfter mal aus. Keiner wird es Ihnen übel nehmen.
  4. Orientieren Sie sich an Freunden oder Bekannten, die wenig oder gar keinen Alkohol trinken.
  5. Eine Einladung zu einem alkoholischen Getränk müssen Sie nicht annehmen. Wenn Sie freundlich, aber bestimmt ablehnen, wird das sicher akzeptiert.
  6. Trinken Sie gern Longdrinks? Viele Bars bieten auch alkoholarme und – besser – alkoholfreie Mixgetränke an. Hochprozentigem wie Korn, Klarem? oder Whisky sollten Sie in jedem Fall aus dem Weg gehen.
  7. Meiden Sie Situationen, in denen absehbar zu viel Alkohol getrunken wird. Trinkspiele oder Flatrate-Partys laden zum Rauschtrinken ein.
  8. Auch wenn die richtige Urlaubsstimmung nicht gleich aufkommen will: Trinken Sie nie aus Frust, Langweile oder Ärger. Genießen Sie einfach die freie Zeit, dann kommt die gute Laune ganz von selbst.

Mehr über die Gefahren und Folgen eines riskanten Alkoholkonsums erfahren Sie hier >>

Das Limit für einen gesund­heitlich unbedenk­lichen Alkohol­genuss
Männer:
Nicht mehr als 2 Standard­gläser Alkohol pro Tag.
Frauen:
Nicht mehr als 1 Standard­glas Alkohol pro Tag.
Für Männer und Frauen gilt:
An mindestens zwei Tagen pro Woche sollte ganz auf Alkohol­konsum verzichtet werden.

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news-115 Mon, 17 Jul 2017 11:11:56 +0200 Alkohol am Steuer? Die Promillegrenzen in beliebten Urlaubsländern https://www.kenndeinlimit.de/alkohol/promillegrenzen-europa/ Ein Glas Sekt am Strand und dann mit dem Auto ins Hotel? Vorsicht! Wer alkoholisiert Auto fährt, riskiert in manchen Urlaubsländern hohe Geldstrafen. Wir haben die Promillegrenzen in Europa für Sie zusammengefasst. news-112 Wed, 05 Jul 2017 01:00:00 +0200 Sommer, Sonne, Alkohol? https://www.kenndeinlimit.de/aktuelles/artikel/alkohol-im-sommer0/ Grillpartys, laue Nächte, lange Abende im Biergarten. Endlich ist Sommer! Genießen Sie ihn in vollen Zügen – das geht auch wunderbar alkoholfrei. Kein Alkohol im Sommer – da fehlt doch was, oder?

Sommerzeit, Ferienzeit! Die Temperaturen klettern in die Höhe und es ist Zeit für Grillpartys, Bier-garten und Picknicks am See. Jetzt locken der Prosecco im Kühlschrank, die leckere Weinschorle oder das kühle Bier – Alkohol ist im Sommer allgegenwärtig. Zum netten Treffen mit Freunden gehört er häufig wie selbstverständlich dazu. Aber mal ehrlich: Sorgt wirklich der Alkohol für die gute Stimmung? Und erfrischt er so sehr, wie wir meinen? Was fehlt uns tatsächlich, wenn wir ihn einfach mal weglassen? Probieren Sie es aus! Sie merken ganz schnell: Es fehlt nichts – außer den Kopfschmerzen, die beim Alkoholtrinken in der Hitze besonders schnell entstehen. Und darauf lässt sich gerne verzichten.

Smoothies statt Sekt, Eis-Kaffee statt Cocktail

Viele fragen sich: Wie soll das gehen? Ein Gläschen Sekt hier, ein Bier da – einfach Nein sagen fällt manch einem schwer.  Machen Sie es sich leichter: Sorgen Sie beim nächsten Fest für alkoholfreie Alternativen, die auch erfrischen. Die leckere Fruchtbowle wird auch ohne Alkohol richtig gut ange-kommen, Smoothies liegen im Trend und Klassiker wie Eis-Kaffees und Orangensaft mit Vanilleeis sind immer beliebt. Der Vorteil dieser Drinks: Damit können Sie das Fest richtig genießen. Ganz anders ist das beim Alkohol. Den kann der Körper bei Hitze nämlich nicht mehr gut verarbeiten, er wirkt schneller und stärker. Die Gefäße erweitern sich, der Blutdruck sinkt. Kreislaufprobleme, Kollapse und sogar Bewusstlosigkeit sind dann keine Seltenheit. Alkohol, Sommer und Hitze vertragen sich somit gerade nicht.

Alkohol als Durstlöscher? Tabu!

Alkohol im Sommer als leckeren Durstlöscher genießen? So ein Bier löscht bei Hitze den Durst doch so gut, denken viele. Ja, im ersten Moment haben Sie vielleicht das Gefühl. Die Wirkung schlägt jedoch schnell ins Gegenteil um. Deshalb gilt: Als Durstlöscher ist Alkohol tabu. Er entzieht dem Körper Wasser und Mineralstoffe. Der Körper kann dann nicht mehr ausreichend Schweiß produzieren, um sich gegen die Hitze zu schützen. Die Gefahr für einen Hitzschlag oder einen Kreislaufkollaps ist dann hoch. Greifen Sie also lieber zu Wasser, verdünnten Fruchtsäften, kühlen Tees oder isotonischen Getränken – dazu gehört übrigens auch alkoholfreies Bier.
Und wenn Sie nicht ganz auf Alkohol verzichten wollen, trinken Sie erst dann, wenn Sie es wirklich bewusst genießen können.

„Nein danke!“ – Selbstbewusst durch den Sommer

Klar, oft ist der Druck ganz schön groß. Häufige Argumente: „Aber es trinken doch alle Alkohol“, „Wenn ich nicht möchte, falle ich richtig auf“. Aber ist das wirklich so? Probieren Sie es einmal aus und sagen Sie Nein. Denn eines steht fest: Sie müssen nicht jede Einladung auf einen Drink annehmen. Keiner wird es Ihnen übel nehmen, wenn Sie ablehnen. Und wenn Sie sich trotzdem unwohl fühlen, halten Sie sich an Freunde und Bekannte, die ebenfalls wenig oder keinen Alkohol trinken. Schnappen Sie sich ein Glas Fruchtschorle oder einen alkoholfreien Sekt – dann stehen auch Sie nicht mit leeren Händen auf der Party. Schnell werden Sie merken, wie schön es ist, einen Abend mit Freunden auch einmal ganz bewusst zu erleben – denn sie sind es, die für Ihre gute Laune sorgen. Nicht der Alkohol.

Sie möchten Ihren Umgang mit Alkohol besser einschätzen können? Dann nehmen Sie sich fünf Minuten Zeit und machen Sie unseren Selbsttest. So erhalten Sie schnell erste Anhaltspunkte zu Ihrem Alkoholkonsum.

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news-111 Mon, 26 Jun 2017 15:30:00 +0200 Lassen Sie sich nicht ausbremsen! https://www.kenndeinlimit.de/aktuelles/artikel/alkohol-nach-dem-training0/ Alkohol und Sport passen nicht zusammen. Aber gilt das auch für das Bier nach dem Training? Ja! Schon kleine Mengen Alkohol schwächen Ihre Leistung. Ob vor oder nach dem Sport – Alkohol sorgt für schwache Muskeln

„Mit Alkohol ist alles entspannter. Der Druck lässt nach, ich kann mehr leisten.“ Ein trügerischer Gedanke – den jedoch auch Sportler häufig haben. Zum Weltdrogentag, der am 26. Juni 2017 mit dem Motto „Leistungssteigernde Drogen“ stattfand, berichten wir hier, wie Alkohol genau das Gegenteil bewirkt.

Hartes Training im Fitnessstudio, die tägliche große Joggingrunde durch den Wald, auf dem Rennrad schwitzen – Sport gehört für viele Menschen zum Alltag dazu. Das Bierchen danach allerdings auch. Oder der Sekt zum Anstoßen nach dem Sieg, der Cocktail in gemütlicher Runde im Vereinsheim. Doch wer sein Training ernst nimmt und seine Leistung steigern will, sollte wissen: Auch diese vermeintlich geringen Mengen Alkohol schwächen Ihre Fitness deutlich; das beweist eine Studie der Massey Universität in Neuseeland.

Wissenschaftler haben einer Gruppe Hobbysportler nach ihrem Krafttraining ein Wodka-Orangensaft-Mischgetränk gegeben. Das Ergebnis: Die Muskeln der Sportler regenerierten sich wesentlich langsamer. Sogar 60 Stunden nach dem Alkoholkonsum war die Maximalkraft – also die höchste Muskelkraft, die der Mensch aufbringen kann – noch um bis zu 50 Prozent geringer als bei der Sportlergruppe, die nach dem Training keinen Alkohol getrunken hatte.

Mut antrinken? Der falsche Weg!

Häufig greifen Menschen aber nicht erst nach dem Sport zum Alkohol, sondern schon davor . Sie wollen Leistung im Wettkampf bringen, locker an den Start gehen, ihre Bestform zeigen – stattdessen sind sie häufig einfach nur nervös. Ihre Hoffnung: Mit einem Gläschen Alkohol das Selbstbewusstsein heben und die Nervosität bekämpfen.  Doch diese Gefühle halten nur kurz an – und haben einen hohen Preis.

Eine Studie der Universität Lausanne hat ergeben: Alkoholkonsum vor dem Sport schwächt die Leistung der Sportler deutlich. Die Schweizer Wissenschaftler hatten 13 erfahrenen Radsportlern vor einem einstündigen Konditionstraining ein Getränk gegeben, das mit einer geringen Menge hochprozentigen Alkohols angereichert war. Die Menge des Alkohols entsprach etwa einem mittelgroßen Glas Wein. Eine zweite Gruppe blieb nüchtern. Das Ergebnis: Die Leistung der Gruppe, die den Alkohol konsumiert hatte, war um rund 5 Prozent geringer. Ihre Leistungskurve fiel zudem früher ab. Gleichzeitig stellten die Forscher fest, dass der Alkohol auch den Stoffwechsel beeinflusst. Die Radfahrer, die vor dem Sport Alkohol getrunken hatten,  verbrannten weniger Kohlenhydrate und auch der Sauerstoffverbrauch nahm ab. 

Finden Sie gesunde Alternativen

Klares Fazit: Wer auf seine Fitness achtet und seine Leistungen im Sport verbessern möchte, sollte ganz auf Alkohol verzichten. Greifen Sie lieber auf gesunde Alternativen zurück. Eine kühle Apfelschorle erfrischt Sie nach dem Sport optimal. Während des Trainings sind Wasser oder leicht gezuckerte Tees eine gute Wahl. Sorgen Sie jetzt noch für genügend Schlaf und Sie sind bestens vorbereitet für ein erfolgreiches Training.

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news-109 Wed, 07 Jun 2017 10:00:00 +0200 Hinsehen und helfen! https://www.kenndeinlimit.de/aktuelles/artikel/sucht-in-der-familie0/ In Deutschland leben schätzungsweise 2,65 Millionen Kinder und Jugendliche mit alkoholkranken Eltern zusammen. Die Konsequenzen sind dramatisch. Wenn Alkohol Familien zerstört

Oft konnte Julian nachts seine Eltern streiten hören. Der Vater hatte wieder zu viel getrunken. Wenn er trank, wurde er schnell aufbrausend und unberechenbar. Vater und Mutter stritten sich laut, bis der Vater wütend die Wohnung verließ. Julian war dann erleichtert, gleichzeitig machte er sich Sorgen um seinen Vater. Dieses Wechselbad der Gefühle, die Unberechenbarkeit seines Vaters und die Ohnmacht seiner Mutter beschäftigen ihn manchmal heute noch.

Denn auch wenn er jetzt erwachsen ist, die Erlebnisse von damals wirken nach. Julian ist mittlerweile in therapeutischer Behandlung. Durch die Gespräche findet er nach und nach den Mut, sein Leben nach seinen eigenen Vorstellung und Bedürfnissen zu gestalten – ohne die Launen seines Vaters zu fürchten.

Dramatische Konsequenzen für Kinder und Jugendliche

Julians Geschichte ist nur eine von unzähligen in Deutschland. Alkoholsucht innerhalb von Familien ist nicht nur eine starke Belastung für alle Angehörigen und den Betroffenen selbst – sie ist eine Gefährdung. Vor allem für Kinder und Jugendliche von alkoholabhängigen Eltern. Laut einer Studie des Robert-Koch-Instituts von 2016 leben bis zu 6,6 Millionen Kinder und Jugendliche in Familien, in denen mindestens ein Elternteil Alkohol in riskanten Mengen konsumiert, bei schätzungsweise 2,65 Millionen Kindern ist ein Elternteil alkoholkrank.

Die Konsequenzen für diese Kinder und Jugendlichen sind dramatisch: Sie haben ein 2,4- bis 6-fach höheres Risiko, selbst suchtkrank zu werden oder eine psychische Krankheit zu entwickeln. Etwa ein Drittel dieser Kinder wird im Erwachsenenalter alkohol-, drogen- oder medikamentenabhängig. Ein Drittel entwickelt psychische oder soziale Störungen. Und nur ein Drittel bleibt ohne eigene Suchtproblematik.

Sensible Hilfe von außen

Was diese Kinder brauchen, ist Unterstützung. Hilfe von außen, die innerhalb der Familie oft nicht möglich ist. Ob Lehrer, Erzieher, Sozialpädagogen oder Psychologen – wer mit Kindern und Jugendlichen arbeitet, kann diese Unterstützung leisten. Genaues Hinsehen, vorsichtiges Nachfragen, Zuhören – all das kann helfen, Probleme von Kindern und Jugendlichen frühzeitig zu entdecken. Hätte Julian damals nicht seine Lehrerin gehabt, die bemerkte, dass etwas mit ihm nicht stimmte und ihn daraufhin ansprach, wäre er vielleicht selber alkoholkrank geworden. Mit ihrer Hilfe konnte er das erste Mal darüber sprechen, was zu Hause wirklich vor sich ging und wie schwierig die Situation für ihn war.

Doch häufig ist es nicht leicht, überhaupt zu erkennen, ob ein Kind oder Jugendlicher in einer alkoholbelasteten Familie lebt. Manchmal ist es den Kindern zunächst selbst gar nicht bewusst. So wie bei Julian. Zu seiner Familie gehörte Alkohol einfach immer dazu. Es war normal. Auch wenn es laut wurde. Julian zog sich dann zurück – und glaubte, er sei an allem schuld.

Unterstützung von Fachkräften suchen

Doch was ist zu tun, wenn der Verdacht da ist? Wenn ein Kind oder Jugendlicher offenbar Probleme hat? Nehmen Sie Ihre Bedenken ernst, gehen Sie auf das Kind oder den Jugendlichen zu, suchen Sie das Gespräch mit den Eltern. Meiden Sie dabei jedoch immer ein vorschnelles, unüberlegtes Handeln. Alkoholprobleme in der Familie sind ein hochsensibles Thema, sowohl für die Betroffenen als auch die Angehörigen. Suchen Sie sich deshalb kompetente Unterstützung von Fachpersonen, die Ihnen zur Seite stehen.

Sie arbeiten oder engagieren sich ehrenamtlich in einer sozialen Einrichtung, in Schulen oder Jugendzentren und vermuten, dass es einem Kind oder Jugendlichen nicht gut geht? Hier erfahren Sie, wo Sie Hilfe bekommen.

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news-108 Wed, 26 Apr 2017 15:00:00 +0200 Zu alt für Alkohol? https://www.kenndeinlimit.de/aktuelles/artikel/weniger-alkohol-im-alter0/ Fakt ist: Der Körper verändert sich mit zunehmendem Alter. Aber welche Konsequenzen hat das nun genau für Ihren Alkoholkonsum? Warum es nie zu spät ist für neue Gewohnheiten

Rund 14.500 Menschen über 60 Jahre mussten 2015 in Deutschland wegen eines akuten Alkoholrauschs im Krankenhaus behandelt werden. Das zeigen Daten des Statistischen Bundesamtes. Die Daten zeigen außer-dem: Es sind rund 4.600 Fälle mehr als noch zehn Jahre zuvor. 2005 behandelten die Krankenhäuser 9.900 Über-60-Jährige, die mit einer Alkoholvergiftung eingeliefert wurden.

Zwar trinken die Deutschen mit steigendem Alter tendenziell immer weniger Alkohol, was vielen von ihnen aber nicht bewusst ist: Sie vertragen auch weniger als früher. Das hat vor allem zwei Gründe. Zum einen können die Körperzellen Wasser nicht mehr so gut speichern wie früher. Der Flüssigkeitshaushalt des Körpers sinkt. Das wiederum hat zur Folge, dass dieselbe Menge getrunkenen Alkohols jetzt zu einer höheren Blutalkoholkonzentration führt. Zum anderen arbeitet die Leber mit steigendem Alter langsamer. Der Stoffwechsel wird träger und Alkohol nicht mehr so schnell abgebaut.

Veränderte Empfehlungen ab dem 65. Lebensjahr

Mit steigendem Alter ist es deshalb ratsam, mit Alkohol besonders vorsichtig umzugehen und deutlich weniger Alkohol zu trinken. Wie viel Alkohol für ältere Menschen gesundheitlich unbedenklich ist, dazu äußern sich Experten zum Teil nur ungern. Nicht so das amerikanische National Institute on Alcohol Abuse and Alcoholism (NIAAA): Das NIAAA setzt ab dem 65. Lebensjahr eine Grenze und empfiehlt den Über-65-Jährigen andere Grenzwerte für einen risikoarmen Alkoholkonsum als jüngeren Menschen

Lag die empfohlene Grenze bisher für Frauen bei 12 Gramm reinen Alkohols pro Tag und für Männer bei 24 Gramm, verringert sich dies mit dem 65. Geburtstag – vor allem für Männer. Es gelten jetzt maximal 10 Gramm reiner Alkohol täglich für Männer und Frauen. Zwei Tage pro Woche sollten ganz alkoholfrei sein. 10 Gramm reiner Alkohol stecken beispielsweise in einem kleinen Glas Bier (0,25 Liter) oder Wein (0,1 Liter).

Diese Grenzwerte hat längst nicht jeder im Blick. Die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) geht davon aus, dass etwa 20 Prozent der Männer über 60 und immerhin noch fünf bis zehn Prozent der Frauen über 60 Alkohol so konsumieren, dass er ihrer Gesundheit schadet.

Vorsicht mit der Kombination von Alkohol und Medikamenten

Übrigens kann abgesehen von der Menge auch die Kombination von Alkohol und Medikamenten schädlich für die Gesundheit sein. Übelkeit, Kopfschmerzen, Herzrasen und Erbrechen sind nur einige der möglichen Nebenwirkungen. Außerdem kann es sein, dass der Alkohol die Wirkung eines Medikaments verringert bzw. ganz aufhebt oder auch unkontrollierbar verstärkt. Im schlimmsten Fall ist die Kombination von Alkohol und Medikamenten sogar lebensbedrohlich.

Viele sagen sich jetzt möglicherweise: "Aber in dem Alter ändert man doch seine Trinkgewohnheiten nicht mehr." Gegenfrage: Warum denn nicht? Ältere Menschen können ihre Gewohnheiten genauso verändern wie jüngere Generationen. Und es lohnt sich: Studien zeigen eindeutig, dass der Verzicht oder die Reduktion von Alkohol nachweislich einen positiven Einfluss auf die Gesundheit und die Leistungsfähigkeit hat, auch und besonders im Alter. Es lohnt sich also, mindestens den Versuch zu unternehmen.

Auf unseren Seiten "Für Ältere" finden Sie viele weitere Informationen rund um den Alkoholkonsum ab 65. Mit dabei sind auch Inhalte für Fachkräfte und Ehrenamtliche, die sich um Senioren kümmern, sowie für Menschen, die sich Gedanken um den Alkoholkonsum eines älteren Angehörigen machen.
Lesen Sie mehr

 

 

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news-107 Thu, 09 Feb 2017 17:17:00 +0100 Auf die Plätze, fertig, dranbleiben! https://www.kenndeinlimit.de/aktuelles/artikel/alkoholkonsum-reduzieren0/ "Ab jetzt kein Alkohol mehr!" Sie haben Ihren Vorsatz wieder nicht eingehalten? Warum weniger manchmal mehr ist und man sich auch mal selbst verzeihen sollte. Alkoholkonsum reduzieren: 7 Tipps, wie Sie diesmal Ihr Ziel erreichen

Sie haben sich schon viele Male vorgenommen, ab sofort weniger Alkohol zu trinken, es aber nie durchgezogen? Ärgern Sie sich nicht. So wie Ihnen geht es vielen Menschen. Den eigenen Alkoholkonsum zu reduzieren ist ein hoch gestecktes Ziel, bei dem Scheitern erlaubt ist. Entscheidend ist, wie man mit diesem Scheitern umgeht. Der richtige Weg: Abhaken, weitermachen. Die Frage ist nur: Wie klappt es beim nächsten Mal besser?

Realistische, konkrete Ziele formulieren

Eine Antwort darauf lautet: Nehmen Sie sich nicht zu viel vor. Setzen Sie sich lieber kleinere, dafür aber realistische Ziele. Sie müssen ja nicht gleich planen, nie wieder Alkohol zu trinken. Besser umsetzen lässt sich der Vorsatz "Ich trinke pro Tag nicht mehr als ein Glas Wein oder Bier". So konkret formuliert fällt es Ihnen auch leichter, sich daran zu halten, als wenn Sie nur sagen "Ich trinke weniger Alkohol". Setzen Sie sich außerdem einen Zeitrahmen, innerhalb dessen Sie Ihren Alkoholkonsum merklich einschränken wollen, zum Beispiel die Fastenzeit, die in diesem Jahr am 1. März beginnt und Ostern endet.

Verbündete suchen

Alleine am Ball zu bleiben, ist gar nicht so einfach. Suchen Sie sich deshalb Verbündete, die ebenfalls weniger Alkohol trinken, oder sogar ganz auf diesen verzichten wollen. Dann können Sie sich gegenseitig motivieren oder auch das Herz ausschütten, wenn es mal nicht so gut läuft. Außerdem haben Sie jemand, mit dem Sie zum Beispiel neue Rezepte für alkoholfreie Cocktails ausprobieren können.

Seine Motivation kennen

"Warum mache ich das eigentlich?", fragen Sie sich vielleicht, wenn Sie zum ersten Mal statt des Rotweins ein Wasser zum Essen bestellen. Ja, warum? Da kann es verschiedene Gründe geben. Zum Beispiel weil Sie festgestellt haben, dass sich Ihr Alkoholkonsum negativ auf Ihren Blutdruck auswirkt. Oder weil Sie abnehmen möchten. Oder aber weil Sie das tägliche Feierabendbier schlecht schlafen lässt. Egal, was Ihre persönliche Motivation ist, wichtig ist, dass Sie sie kennen und sich daran erinnern, wenn Sie mal einen Durchhänger haben.

Alternativen finden

Immer nur Wasser? Ja, das kann langweilig sein. Wer den Alkoholkonsum reduzieren will, kennt dieses Problem. Aber wer hat eigentlich gesagt, dass alkoholfrei gleich Wasser ist? Suchen Sie sich leckere Alternativen. Es gibt unzählige Säfte und Tees oder auch alkoholfreie Cocktails, die Sie ausprobieren können. Seien Sie experimentierfreudig.

Erfolge belohnen

Belohnen Sie sich, wenn Sie Ihr Ziel erreicht haben. Allerdings sollte der Abstand zwischen Erfolg und Belohnung nicht zu groß sein. Je kürzer die Zeit dazwischen, desto größer ist der Ansporn für Sie. Wählen Sie außerdem nichts als Belohnung, was Sie sich sowieso anschaffen wollen oder dessen Umsetzung nicht realistisch ist. Und seien Sie konsequent: Wollten Sie sich mit einem Kinobesuch belohnen, wenn Sie eine Woche lang nicht mehr als ein Bier pro Abend trinken, es aber an einem Abend zwei Bier waren, dann müssen Sie auf den Kinobesuch verzichten.

Ausrutscher verzeihen

Die Versuchung war zu groß, weil der Cocktail einfach zu gut aussah? Das passiert. Kein Grund, gleich das ganze Vorhaben in Frage zu stellen! Verbannen Sie Gedanken wie: "Es hat ja doch keinen Sinn." Oder: "Ich schaffe das ohnehin nicht." Jeder Tag, an dem Sie Ihre Vorsätze in die Tat umgesetzt haben, ist ein Erfolg für Sie. Verzeihen Sie sich also einen Ausrutscher und verfolgen Sie Ihre Ziele konsequent weiter.

Sich von der BZgA unterstützen lassen

Zum ersten Mal veranstaltet die BZgA in diesem Jahr zur Fastenzeit die Aktion "Kannst du ohne?". Direkt nach Karneval, am 1. März, geht es los. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bekommen jede Woche neue Tipps und Tricks, wie sie während der knapp sieben Wochen Ihren Alkoholkonsum erfolgreich reduzieren können. Außerdem steht ihnen auf der Webseite ihr ganz eigener Bereich zur Verfügung. Dort können die Teilnehmenden zum Beispiel eintragen, welche ihrer Tage alkoholfrei waren, wann es ihnen schwer fällt, zu verzichten, und welche Erfolge sie zu verzeichnen haben. Klingt reizvoll? Dann melden Sie sich schon heute an!

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news-104 Wed, 18 Jan 2017 15:57:00 +0100 Impotent durch Alkohol? https://www.kenndeinlimit.de/aktuelles/artikel/impotent-durch-alkohol0/ Mit Alkohol im Blut geht vieles leichter - auch im Bett. Warum ein solcher Gedanke durchaus trügerisch sein kann. Wie erhöhter Alkoholkonsum die männliche Sexualität beeinträchtigen kann

In geringen Mengen macht Alkohol Männer locker und kann ihre sexuelle Aktivität stimulieren. Wer aber zu viel trinkt, wirkt schnell unattraktiv: Eine verwaschene Aussprache, Gleichgewichtsstörungen und Kontrollverlust sind alles andere als sexy. Auch im Bett wird ein Betrunkener schwerlich seinen Mann stehen können: Bereits ein Blutalkoholspiegel von 0,4 bis 0,5 Promille verringert die Potenz. Männer haben dann nicht nur Erektionsprobleme, sondern auch Schwierigkeiten einen Orgasmus zu bekommen. Bei einem höheren Promillewert kann gar nichts mehr gehen, auch wenn das sexuelle Verlangen stark ist. Der Grund: Alkohol beeinträchtigt das Nervensystem und damit die Weiterleitung der stimulativen Reize.

Nach einem einmaligen Rausch regeneriert sich ein gesunder Körper im Normalfall und die Erektionsfähigkeit kehrt zurück. Der Konsum von Alkohol muss also selbstverständlich nicht grundsätzlich zu Impotenz führen. Wer aber ständig mehr als die gesundheitlich unbedenkliche Menge von 2 Standardgläsern Alkohol pro Tag an maximal 5 Tagen die Woche trinkt, läuft schließlich Gefahr langfristig durch Alkohol impotent zu werden:

Alkohol schädigt die Nerven.

Die zerstörten Nervenzentren in Gehirn und Rückenmark können Reize und Signale nicht mehr richtig zu den Penisnerven weiterleiten.

Alkohol beeinträchtigt den Hormonhaushalt des Mannes.

Alkohol schädigt die Leber. Diese kann das weibliche Sexualhormon Östrogen nicht mehr richtig abbauen. Bei Alkoholikern kommt es zu einem Überschuss an Östrogen und einem Mangel an dem männlichen Sexualhormon Testosteron. Testosterone sind verantwortlich für die sexuelle Begierde des Mannes, seine Libido. Sie sorgen für die Reizbarkeit der Schwellkörper und damit für die Erektion. Durch den niedrigen Testosteronspiegel wird eine Erektion erschwert, auch wenn der Mann ein starkes sexuelles Verlangen verspürt.

Alkohol fördert außerdem die Bildung von Prolaktin, einem Hormon, das im weiblichen Körper für die Milchbildung verantwortlich ist. Prolaktin unterdrückt den zentral vermittelten Penisreflex.

Alkohol kann zu psychischen Krankheiten führen.

Männer mit einem dauerhaft zu hohen Alkoholkonsum leiden häufig an Depressionen. Mangelndes Selbstbewusstsein, sozialer Abstieg und daraus folgende Beziehungsprobleme sind oft die psychischen Auslöser für eine mangelnde Libido.

Mehr darüber, wie Alkoholkonsum die Sexualität und den gesamten Körper beeinträchtigt, erfahren Sie in der Alkohol-Bodymap.

Für Männer gilt:
Trinken Sie täglich nicht mehr als zwei Standardgläser Alkohol.
Trinken Sie an mindestens zwei Tagen pro Woche gar keinen Alkohol.

Ein Standardglas Alkohol enthält ungefähr 10 g reinen Alkohol. So viel ist z. B. in einem Glas Bier (0,25 l), einem Glas Wein / Sekt (0,1 l) oder einem Schnaps (4 cl) enthalten. Trinken Sie als Mann mehr als zwei Standardgläser pro Tag, können Sie Ihre Gesundheit schädigen und riskieren, von Alkohol abhängig zu werden.

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news-106 Mon, 09 Jan 2017 11:57:00 +0100 Neues Jahr, neue Vorsätze https://www.kenndeinlimit.de/aktuelles/artikel/gute-vorsaetze-weniger-alkohol/ Ab jetzt weniger Alkohol, lautet der klassische Neujahrs-Vorsatz. Die Briten widmen dem gleich einen ganzen Monat. Und Sie? Trockener Start ins neue Jahr

Das neue Jahr ist erst wenige Tage alt und traditionell fassen viele Menschen nun den Entschluss, alte Laster loszuwerden und gute Vorsätze in die Tat umzusetzen – und bestenfalls durchzuhalten. Neben mehr Sport und mehr Zeit für Familie und Freunde gehört für viele Menschen in Deutschland auch der Verzicht auf Alkohol zu den Dingen, die sie im neuen Jahr anpacken wollen. In Großbritannien steht sogar der ganze erste Monat unter dem Motto Verzicht auf Alkohol: Bei der Aktion "Dry January", dem "trockenen Januar", geht es darum, in den ersten Wochen des neuen Jahres komplett auf Alkohol zu verzichten. Jeder sechste Brite schließt sich inzwischen der Bewegung an.

Viele Vorteile für Ihre Gesundheit

Auch in Deutschland gehört weniger Alkohol zu trinken zu den am häufigsten gefassten guten Vorsätzen. Wer es noch ernster nimmt, verzichtet gleich komplett auf alkoholhaltige Getränke und Lebensmittel, die Alkohol enthalten. Aus gutem Grund, schließlich verbessert sich die Gesundheit dadurch nachhaltig. Verzichten Sie auf Alkohol, belasten Sie Ihr Herz-Kreislauf-System weniger und minimieren das Risiko für Leberschädigungen. Sie werden auch merken, dass Ihr Schlaf ruhiger und erholsamer wird, sich Ihr Gewicht verbessern kann und Sie sich insgesamt besser und fitter fühlen. Außerdem wird man Ihnen das alkoholfreie Leben ansehen: Ihre Haut strahlt und Sie haben mehr Energie – nicht nur, weil Sie am nächsten Tag keinen Kater mehr haben. Viele Gründe also für den Verzicht auf oder das Reduzieren von Alkohol.

BZgA startet im Frühjahr Aktion "Kannst du ohne?"

Doch nicht nur das: Wer seinen Körper gleich zum Jahresanfang daran gewöhnt, weniger Alkohol zu trinken, schafft für sich die beste Ausgangslage für die Teilnahme an der Aktion "Kannst du ohne?" der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA). Zum ersten Mal startet die BZgA diese Aktion, die über die gesamte Fastenzeit hinweg läuft – und greift damit ein Thema auf, das viele beschäftigt. Zwei Drittel aller Menschen in Deutschland nehmen sich inzwischen jedes Jahr vor, Alkohol zu fasten. Zu diesem Ergebnis kam eine Studie der Krankenkasse DAK 2016. Und damit Sie Ihr Ziel erreichen, unterstützen wir Sie mit Tipps, Rezepten und Tools auf dem Weg zum alkoholfreien Leben. Los geht’s am 1. März. Bereits ab Februar finden Sie alle Details zur Aktion hier auf der Webseite.

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news-68 Tue, 27 Dec 2016 09:00:00 +0100 Neujahr ohne Katzenjammer https://www.kenndeinlimit.de/aktuelles/artikel/silvester-alkohol-mythen/ Um den Konsum von Alkohol, mögliche Folgen und wie man diese vermeiden kann, ranken sich diverse Mythen. Ein paar davon sind für den Jahreswechsel besonders interessant. Alkoholmythen

Egal, ob Sie sich auf das neue Jahr freuen oder einfach froh sind, dass das alte vorbei ist – das Anstoßen gehört für Viele zu einer ordentlichen Silvesterparty dazu. Das geht allerdings auch ohne Blackout und Katzenjammer. Wir haben uns ein paar der hartnäckigsten Mythen rund um Vollrauschprävention etwas näher angeschaut.

 

Eine gute Grundlage verringert die Wirkung von Alkohol

Ja und nein.

Man hört und liest es immer wieder – die beste Vorbereitung auf einen Abend mit Alkohol ist, vorher ordentlich zu essen. Am besten deftig.

Das stimmt insofern, als dass eine fettige Mahlzeit den Alkohol bindet und dieser dadurch langsamer ins Blut gelangt. Doch Vorsicht: Langsamer bedeutet nicht, gar nicht! So kann dieser Effekt sogar trügerisch sein. Denn wenn Ihnen der Alkohol nicht gleich zu Kopf steigt und Sie deshalb mehr oder schneller trinken, kommt die böse Überraschung mit Verzögerung und umso heftiger. Von einem Augenblick zum nächsten sind Sie dann plötzlich sturzbetrunken. Also gilt auch trotz Raclette: Immer schön langsam trinken. Und regelmäßig ein Wasser zwischendurch.

 

Wasser beschleunigt den Alkoholabbau

Falsch.

Der Mythos, dass sich der Alkoholabbau irgendwie beschleunigen ließe, hält sich hartnäckig. Fakt ist: Die Leber schafft je nach Körpergröße und Gewicht nur 0,1 bis 0,2 Promille pro Stunde. Daran ändert auch ein Liter Wasser nichts. (Kaffee übrigens auch nicht.)

Trotzdem ist es sinnvoll, zwischendurch immer mal ein Glas Wasser zu trinken. Zum einen, weil Sie dann insgesamt weniger Alkohol zu sich nehmen, und zum anderen, weil Alkohol dem Körper Wasser entzieht. Was unter anderem für den Kater am Morgen verantwortlich ist.

Wir empfehlen, nach jedem alkoholischen Getränk ein alkoholfreies Getränk einzuschieben – am besten Mineralwasser. Dann geben Sie dem Körper auch gleich ein paar der Minerale zurück, die der Alkohol ausgeschwemmt hat.

 

Wer viel tanzt, schwitzt den Alkohol einfach aus

Leider auch falsch.

Für den Alkoholabbau ist zu 95 Prozent die Leber zuständig, lediglich 5 Prozent werden über die Haut, also unter anderem durch Schwitzen abgegeben.

Wir möchten Ihnen trotzdem sehr ans Herz legen, an Silvester ordentlich zu tanzen. Denn vom Tanzen bekommt man gute Laune und das auch ganz ohne Alkohol.

 

Wer durcheinander trinkt, wird schneller betrunken.

Nein, aber ...

Wie schnell Sie betrunken werden und vor allem wie stark, hängt einzig und allein davon ab, wieviel reinen Alkohol Sie zu sich nehmen. Ob zwei Shots Wodka à 4 cl oder ein großes Bier à 500 ml spielt dabei keine Rolle – die Menge Alkohol ist dieselbe.

Und jetzt kommt das große Aber: Wer durcheinander trinkt, neigt dazu, insgesamt mehr Alkohol zu sich zu nehmen. Das liegt daran, dass das dritte Bier einfach nicht mehr so gut schmeckt, wie das erste. Greifen Sie dann zum Wein oder Sekt, bringt das Abwechslung mit sich und das steigert wiederum die Lust am Trinken. Deshalb unser Tipp: Entscheiden Sie sich für ein Getränk und bleiben Sie dabei.

 

Das Feuerwerk übersteht man am besten mit Schnaps – der wärmt von innen

Ganz falsch und sogar gefährlich.

Jeder, der schon mal einen Schnaps getrunken hat, kennt das wohlig-warme Gefühl, das sich sofort im Bauch ausbreitet. Der Alkohol weitet die Blutgefäße, wodurch es zu einer höheren Durchblutung und einem subjektiven Wärmegefühl kommt. Der Alkohol verhindert aber auch, dass sich die Blutgefäße wieder verengen, wie sie es normalerweise tun würden, sobald der Körper zu viel Wärme verliert. Sind Sie dann auch noch zu dünn bekleidet (Sie wollten ja nur ganz kurz raus und das Feuerwerk anschauen), winkt die Erkältung schon um die Ecke. Im Fall eines Vollrausches kann dieser Effekt sogar lebensgefährlich werden, denn wer dann einschläft oder stürzt und liegen bleibt, dem droht der Erfrierungstot.

Deshalb: Tun Sie sich und Ihren Freunden einen Gefallen und nehmen Sie eine Thermoskanne leckeren heißen Tee mit nach draußen. Oder probieren Sie eine unserer alkoholfreien Punsch-Ideen!

Noch mehr Tipps, wie Sie am Limit bleiben finden Sie hier.

Und wenn sich der Kater nicht vermeiden ließ, lesen Sie hier, wie Sie ihn wieder loswerden.

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news-67 Fri, 23 Dec 2016 09:00:00 +0100 Fröhliche Weihnachten! https://www.kenndeinlimit.de/aktuelles/artikel/froehliche-weihnachten/ Weihnachten ist da. Zeit, sich endlich von Listen voll unerledigter Aufgaben und überzogenen Erwartungen an das Fest der Liebe zu verabschieden. Entschleunigen Sie die Feiertage

Ihre Aufgabenliste will einfach nicht enden? Ignorieren Sie sie. Was bis zum Morgen des 24. Dezembers nicht erledigt ist, kann ruhig bis nach den Feiertagen ruhen. Selbst der Weihnachtsmann käme nicht nach: Wissenschaftler haben berechnet, dass der Nikolaus über 800 Häuser pro Sekunde besuchen müsste, um allen Erdenbewohnern an Heiligabend Geschenke zu bringen.

Klären Sie die Erwartungen der Einzelnen vorab

Und was wir dem Weihnachtsmann nicht zumuten wollen, sollten wir uns selbst auch nicht antun. Weihnachten muss nicht perfekt sein. Es gibt sowieso schon genug Stolperfallen zu beachten. Gerade bei der Familienfeier kann einen die Verwandtschaft zur Weißglut treiben. Schwelende Streitereien brechen auf. Klären Sie besser vorher die Erwartungen der Einzelnen. Verteilen Sie Aufgaben, um Konflikte zu vermeiden. Und: Stellen Sie klar, welche brenzligen Themen Sie an Weihnachten besser aussparen möchten. Versuchen Sie, gelassen zu bleiben und sich nicht zu ärgern. Vor allem, spülen Sie nicht gleich den Frust hinunter. Mit weniger Alkohol behalten Sie leichter die Kontrolle.

Gönnen Sie Ihrem Magen eine Pause

Übrigens freut sich auch Ihr Magen über gelegentliche Entspannung bei all dem guten Weihnachtsessen. Alkohol hilft allerdings auch da nicht. Zwar lockert der Schnaps die Muskulatur Ihres Magens und damit das Völlegefühl. Der Alkohol verzögert jedoch die Verdauung. Ihr Körper muss erst das Glas Wein oder das Hochprozentige abbauen, dann verarbeitet er die Mahlzeit. Schaffen Sie sich Abhilfe mit verdauungsfördernden Kräutern, wie Lorbeer, Kümmel, Bohnenkraut oder Fenchel. Auch Bewegung an der frischen Luft regt Ihren Stoffwechsel an – und hilft außerdem dabei tief durchzuatmen und zur Ruhe zu kommen.

Wir wünschen Ihnen allen ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

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