Viele Menschen machen zum Jahresbeginn oder zur Fastenzeit bewusst eine Alkoholpause.
Egal, ob Sie langfristig alkoholfrei leben möchten oder Ihren Alkoholkonsum reduzieren möchten – hier finden Sie Informationen, Tipps und Motivation. Machen Sie mit und verzichten Sie auf Alkohol in der Fastenzeit!
Alkoholfasten ist sinnvoll, da eine Alkoholpause Gesundheit, Schlaf, Gewicht, Blutdruck und Stimmung positiv beeinflussen kann. Wir bieten Tipps für den alkoholfreien Alltag, Strategien, um den Alkohol zu reduzieren, Ideen für alkoholfreie Alternativen und Unterstützung durch Fastenbegleiter, Trinktagebuch und Community. Ideal für alle, die in der Fastenzeit Alkohol vermeiden oder langfristig alkoholfrei leben möchten.
Regelmäßiger Alkoholkonsum wirkt sich negativ auf Körper und Psyche aus. Eine Fastenphase hilft, Gewohnheiten zu hinterfragen und neue Routinen zu entwickeln.
Wichtige Reflexionsfragen:
Eine Alkoholpause zeigt, dass Genuss und Lebensfreude auch ohne Promille möglich sind. Bereits nach einigen Wochen werden Sie merken, wie gut der Verzicht auf Alkohol Ihrem Körper tut.
Dokumentieren Sie Ziele, Fortschritte und Erkenntnisse. Unser Fastenbegleiter hilft, motiviert zu bleiben und den eigenen Weg sichtbar zu machen.
Alkoholkonsum stört Tiefschlafphasen. Ohne Alkohol schlafen Sie erholsamer.
Auf Alkohol zu verzichten, bedeutet weniger Kalorien, weniger Heißhunger und mehr Kontrolle über Essgewohnheiten.
Eine Alkoholpause unterstützt stabile Blutdruckwerte. Bei regelmäßigem Alkoholkonsum steigt der Blutdruck dauerhaft an. Bei Alkoholverzicht kann sich der Blutdruck wieder normalisieren.
Weniger Entzündungen, weniger Trockenheit, mehr Ausstrahlung. Denn Alkohol trocknet die Haut aus, indem er ihr Wasser entzieht. Die Folge: Falten und Augenringe, Pickel und Mitesser. Wer einige Wochen auf Bier, Wein und Schnaps verzichtet, wird sich schon bald über ein schöneres Hautbild freuen können.
Alkoholfreie Phasen entlasten die Leber. Die Leber ist als unsere „Entgiftungszentrale" hauptverantwortlich für den Abbau von Alkohol. Wenn sie einmal nicht mit dem Abbau von Alkohol beschäftigt ist, kann sie sich regenerieren. Auszeiten wie Alkoholfasten sind wichtig, weil die Leber ansonsten irreparabel geschädigt werden kann.
Alkohol kurbelt die Ausschüttung positiver Botenstoffe an – wir fühlen uns gut. Die Gefahr: Merkt sich unser Gehirn die Verbindung zwischen Alkohol und Wohlfühlen, müssen wir immer wieder zum Alkohol greifen, um uns so gut zu fühlen. Gleichzeitig wird ohne Alkohol die Botenstoffausschüttung gedrosselt. Wir fühlen uns niedergeschlagen und matt. Durch den Alkoholverzicht normalisieren sich diese Funktionen wieder, der dämpfende Effekt ist weg und die gute Laune stellt sich auch ohne Alkohol wieder ein.
Egal ob Bürofeier oder Geburtstag – mit klaren, freundlichen Antworten bleiben Sie konsequent. Beispiele fürs Nein sagen sind:
„Nein danke, ich nehme eine Apfelschorle."
„Ich trinke heute nichts Alkoholisches.“
„Danke, ich setze ein paar Runden aus."
Bleiben Sie dabei möglichst entspannt und gelassen, das wirkt souverän und selbstbestimmt. Das Ablehnen von Alkohol ist eine Sache der Übung. Je häufiger man es macht, umso leichter und selbstverständlicher
Ansonsten gilt gerade auf Partys und beim Ausgehen: Trinken Sie langsam oder lassen Sie noch einen Rest im Glas – besonders in Runden, in denen das Trinktempo hoch ist und niemand vor einem leeren Glas sitzen darf. So lange in Ihrem Glas noch etwas drin ist, versucht niemand, Ihnen ein neues Getränk aufzudrängen. Alternativ: Lassen Sie sich an der Bar ein Wasser on the Rocks einschenken. Sieht aus wie Wodka pur. Dass es kein Alkohol ist, wissen nur Sie.
Orientieren Sie sich außerdem gezielt an denjenigen in Ihrer Umgebung, die keinen oder nur wenig Alkohol trinken. So vergleichen Sie sich nicht mit denen, die bereits viel oder sogar zu viel getrunken haben. Außerdem werden Sie vielleicht feststellen, dass da viel mehr Nüchterne mit jeder Menge Spaß auf der Tanzfläche sind als gedacht.
Eventuell wird aber auch ein Restaurantbesuch für Sie zur Herausforderung, weil Sie gerade dort Lust auf ein Glas Wein verspüren. Ein Tipp: Bestellen Sie als Erste oder Erster am Tisch und zwar ein alkoholfreies Getränk. So geraten Sie nicht in die Versuchung, doch Wein oder Bier zu bestellen, wenn Sie die Wahl Ihrer Begleitung hören.
Und ein Tipp für Zuhause: Haben Sie erst gar keinen Alkohol im Kühlschrank oder im Regal, wenn es Ihnen so leichter fällt, nichts zu trinken.
Wenn Sie sich fragen „Wie ersetze ich Alkohol in meinem Alltag?", geht es nicht nur um alternative Getränke. Entscheidend ist, alte Gewohnheiten zu ändern und gesündere Routinen aufzubauen. Die folgenden Vorschläge bieten praktische Alternativen, mit denen Sie Ihren Alltag alkoholfrei gestalten können.
Wenn Treffen mit Freundinnen und Freunden meistens in der Kneipe stattfinden, planen Sie die nächste Verabredung bewusst anders. Gute Alternativen – besonders im Winter – sind:
Alkohol hebt kurzfristig die Stimmung, weil er die Ausschüttung der Botenstoffe Serotonin und Dopamin anregt. Doch es gibt viele gesündere Wege, das Wohlbefinden zu steigern:
Studien der University of Sussex zeigen: Schon 20 Minuten an der frischen Luft steigern unsere Laune deutlich.
Ein aktueller Trend unterstützt alkoholfreies Feiern: sogenannte „Sober-Partys“ oder „Detox-Partys“. Hier wird bewusst ohne Alkohol gefeiert – mit Kokoswasser statt Cola-Rum – und man geht mit klarem Kopf nach Hause.
Eine häufige Frage beim Alkoholfasten lautet: „Was trinke ich?“ Neben Wasser, Saftschorle oder Limonade gibt es inzwischen viele spannende alkoholfreie Drinks:
Viele Bars und Restaurants bieten heute auch „erwachsene Getränke" ohne Alkohol an. Zuhause können Sie sich selbst einen alkoholfreien Cocktail mixen und ihn bewusst aus einem schönen Glas genießen – perfekt auch für einen entspannten Fernsehabend.
Nach einem schwierigen Tag wirkt Alkohol oft verlockend. Doch er löst Probleme nur kurzfristig. Versuchen Sie stattdessen folgende Strategien:
Achtsamkeit unterstützt Sie dabei, Situationen zuerst bewusst wahrzunehmen, bevor automatisch zum Alkohol gegriffen wird. Wer achtsam handelt, kann Impulsen gezielter entgegenwirken und langfristig den Alkoholkonsum reduzieren.
Schaffen Sie sich Freiräume und überprüfen Sie, ob das, was von Ihnen erwartet wird und auf Sie einprasselt, realistisch zu bewältigen ist. Wenn Sie es schaffen, Ihren Alltag langfristig zu entschleunigen, wird Ihnen das auch dabei helfen, weniger Alkohol zu trinken.
Sechs Wochen Fastenzeit können lang sein und es wird Momente geben, in dem Sie denken: „Ich habe keine Lust mehr." Damit Sie dennoch motiviert bleiben und Ihr Ziel erreichen, finden Sie hier 10 Tipps.
Ein präzises Ziel erleichtert das Durchhalten. Formulieren Sie konkret, was Sie erreichen möchten: „Ich trinke 40 Tage keinen Alkohol.“ oder „Ich reduziere meinen Alkoholkonsum auf X Gläser pro Woche.“. Schreiben Sie Ihr Ziel auf. Das erhöht die Verbindlichkeit.
Verabschieden Sie sich von negativen Erwartungen wie „Auf der Party trinke ich sowieso wieder Alkohol." Richten Sie Ihre Aufmerksamkeit auf das gute Gefühl, wenn Sie Ihr Ziel erreichen. Dieses Erfolgserlebnis ist ein starker Motivator.
Warum wollen Sie auf Alkohol verzichten? Wenn Sie Ihre persönliche Motivation kennen, bleibt das Alkoholfasten sinnvoll für Sie. Gute Gründe, auf Alkohol zu verzichten, gibt es viele: Sie schlafen besser. Sie geben Ihrer Leber Zeit, sich zu erholen. Sie können Gewicht verlieren. Überlegen Sie: Was ist Ihr wichtigster Grund?
Nutzen Sie die Fastenzeit, um Neues auszuprobieren: neue alkoholfreie Getränke, eine neue Sportart, ein Sprachkurs, Kino, Museum oder andere Aktivitäten. Frischer Wind im Alltag unterstützt auch neue Trinkgewohnheiten.
Halten Sie Ihre Erfolge fest! Das motiviert zusätzlich. Nutzen Sie zum Beispiel einen Fastenzeit-Kalender, den Sie täglich abhaken, oder unser Trinktagebuch. Das wird Sie motivieren weiterzumachen. So behalten Sie Ihren Erfolg sichtbar im Blick.
Gemeinsam fällt das Durchhalten leichter. Suchen Sie sich Personen, die auch auf Alkohol verzichten – für Austausch, Ideen und Motivation. Übrigens: Auch in unserer Facebook-Gruppe finden Sie Gleichgesinnte.
Veränderung beginnt oft außerhalb der gewohnten Muster. Üben Sie zum Beispiel ein selbstbewusstes „Nein, danke!", wenn Sie nichts mehr trinken möchten. Ohne Rechtfertigung oder Erklärung. Das stärkt Ihr Selbstvertrauen.
Perfektion ist nicht das Ziel. Wenn Sie einmal mehr trinken als geplant, ist das kein Grund, alles hinzuwerfen. Verzeihen Sie sich Ausrutscher. Bleiben Sie dran und schauen Sie: Was kann ich daraus lernen?
Viele Trinkmomente sind mit Ritualen verknüpft: Das Feierabendbier zum Krimi, das Glas Rotwein zum Abendessen, der Sekt zum Anstoßen. Ersetzen Sie diese Routinen durch neue: Tee, Limonade oder andere alkoholfreie Alternativen sind genauso lecker.
Sie haben Ihr Ziel erreicht? Herzlichen Glückwunsch! Genießen Sie Ihren Erfolg! Belohnen Sie sich zum Beispiel mit einem Saunabesuch, einem neuen Buch, einem Restaurantbesuch oder einem besonderen Erlebnis. Es muss gar nichts Großes sein. Nutzen Sie einfach die Gelegenheit, um sich selbst und Ihren Erfolg zu feiern.