Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)
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Alkohol
Alkohol - Gefährdung und Missbrauch

Alkoholkonsum über das gesunde Maß hinaus

Alkohol - Gefährdung, Missbrauch, Abhängigkeit

Die Folgen von Alkohol und die Gefahren, die von Alkohol ausgehen, hängen von der Menge und der Häufigkeit des Alkoholkonsums ab: Je mehr und häufiger Sie Alkohol trinken, desto größer ist das Risiko, sich und anderen zu schaden.

Körperliche, psychische und soziale Schäden entstehen in der Regel nicht von heute auf morgen. Vielmehr wird häufiger und/oder übermäßiger Alkoholkonsum zunächst oft verharmlost. Alkoholmissbrauch wird als solcher nicht erkannt oder aus dem Bewusstsein verdrängt. Insbesondere in Stresssituationen oder bei Konflikten ist es für viele alltäglich, Kummer und Sorgen mit Alkohol »hinunterzuspülen«. Doch gerade dieser Versuch der »Problemlösung« birgt ein erhöhtes Risikopotenzial. Denn dort, wo Alkohol scheinbar bei der Lösung von Problemen hilft, gelingt es in der Folge immer seltener, unangenehme Situationen ohne Alkohol anzugehen.

Alkoholmissbrauch und seine Folgen

»Alkoholmissbrauch« ist - unabhängig von der getrunkenen Menge - jeder Alkoholkonsum, der zu psychischen, sozialen oder körperlichen Schäden führt. Als weitere mögliche Folgen von Alkoholkonsum und Alkoholmissbrauch sind beispielsweise Unfälle im Verkehr oder am Arbeitsplatz, finanzielle Probleme sowie Probleme in Partnerschaft und Familie zu nennen. Alkohol trägt vielfach zum Ausbruch von Aggression und Gewalt gegen andere und gegen Sachen bei. So steht mehr als ein Viertel aller einer Gewalttat Verdächtigen nach polizeilichen Erkenntnissen unter Alkoholeinfluss. Ein weiteres Gesicht von Alkoholmissbrauch.

Wenn Alkoholmissbrauch zur Sucht wird

Der Übergang vom Alkoholmissbrauch zur Alkoholabhängigkeit verläuft fließend. »Alkoholabhängigkeit« ist eine Krankheit, bei der sich das Leben zunehmend auf die Droge Alkohol fixiert. In Deutschland sind ca. 1,3 Millionen Menschen alkoholabhängig, bei weiteren rund 2 Millionen Bundesbürgern im Alter von 16 bis 64 Jahren liegt Alkoholmissbrauch vor. Insgesamt trinken über 8 Millionen so viel Alkohol, dass sie ihre Gesundheit damit gefährden.

Es gibt keine Menge und Häufigkeit, die festlegt, ob eine Alkoholabhängigkeit vorliegt oder nicht. Bei Abhängigen ist Alkohol so wichtig geworden, dass andere Interessen und persönliche Angelegenheiten vernachlässigt werden. Die Tage werden so geplant, dass Alkohol getrunken werden kann. Ein ganz zentraler Hinweis auf eine Abhängigkeit sind wiederholte, erfolglose Versuche, weniger zu trinken bzw. abstinent zu bleiben. Haben Alkoholabhängige einmal damit begonnen zu trinken, fällt es ihnen sehr schwer, maßvoll zu bleiben.

Alkoholkonsum kontrollieren und Hilfe annehmen - je früher desto besser

Leider fällt es vielen von Alkoholmissbrauch und Abhängigkeit Betroffenen schwer, über ihr Alkoholproblem zu sprechen und Hilfe anzunehmen. Auf die Frage nach den Gründen erhält man Antworten wie: »So schlimm ist es bei mir doch nicht«, »Ich bin doch kein Asozialer« oder »Ich schäme mich«. Solche Bedenken zeigen, dass Alkoholprobleme weithin mit dem Extremfall schwerer psychischer und körperlicher Abhängigkeit gleichgesetzt werden. Auch glauben viele, Hilfen, Behandlungen und Therapien in Sachen Alkoholkonsum und Alkoholmissbrauch würden nur für Schwerabhängige angeboten werden.

Dass dem so nicht ist, erfahren Sie auf den folgenden Seiten: Neben Informationen rund um den Alkoholkonsum gibt es Tipps und Anregungen, das eigene Trinkverhalten zu überdenken und ggf. zu ändern. Wer Alkohol missbräuchlich konsumiert, findet erprobte Hilfestellungen, seinen Alkoholkonsum auf ein gesundes Maß an Alkohol zu reduzieren. Wenn bei Ihnen oder einem Ihnen nahestehenden Menschen Alkoholmissbrauch oder Abhängigkeit vorliegt, erhalten Sie Informationen über die vorhandenen Hilfsangebote sowie darüber, welche ersten Schritte Sie selbst tun können, um vom Alkohol loszukommen.

Werden Sie (inter-)aktiv!

Falls Sie sich fragen, wo Sie ganz persönlich in Sachen Alkoholkonsum stehen, ob Sie Ihr Limit bereits überschritten haben und wenn ja, was dies für Ihre Gesundheit bedeuten kann, bieten wir Ihnen die Möglichkeit dies individuell und interaktiv auszuloten.

Unser Selbsttest zeigt Ihnen, wie Ihr persönlicher Alkoholkonsum zu bewerten ist. Mit der interaktiven Bodymap erfahren Sie zudem, an welchen Stellen unser Körper unter überhöhtem Alkoholkonsum besonders leidet. Interessiert Sie, wie viel Alkohol (Gramm / Promille) Sie über den Tag zu sich genommen haben oder  regelmäßig zu sich nehmen, können Sie dies mit unserem Promillerechner ermitteln.