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Zu alt für Alkohol?

Älteres Paar sitzt mit Hund auf einer Parkbank
Bild: LightFieldStudios / iStock

Zum Tag der älteren Generation: Mit zunehmendem Alter verändert sich der Körper. Welche Konsequenzen hat das für den Alkoholkonsum?

Die Alkoholverträglichkeit im Alter sinkt

Haben Sie es vielleicht auch schon bemerkt: Das Glas Wein zum Essen steigt Ihnen schneller zu Kopf? Und ein feuchtfröhlicher Abend macht Ihnen am nächsten Tag ganz schön zu schaffen? Das geht nicht nur Ihnen so. Tatsächlich verträgt der Körper weniger Alkohol, je älter er wird. Das hat vor allem zwei Gründe.

  • Die Körperzellen können Wasser nicht mehr so gut speichern wie früher, und der Wasseranteil im Körper sinkt. Dies führt dazu, dass sich die gleiche Menge Alkohol auf weniger Körperflüssigkeit verteilt und die Alkoholkonzentration im Blut somit höher ist. Der Alkohol wirkt also stärker.
  • Zum anderen arbeitet die Leber mit steigendem Alter langsamer und braucht länger für den Abbau des Alkohols. Bis Sie wieder ganz nüchtern sind, dauert es daher auch länger.

Empfehlungen für Senioren ab 65 Jahren

Im fortgeschrittenen Alter ist es deshalb ratsam, mit Alkohol besonders vorsichtig umzugehen. Wie viel Alkohol für ältere Menschen gesundheitlich risikoarm ist, darüber lässt sich nur schwer eine generelle Aussage treffen. Denn der individuelle Gesundheitszustand in dieser Altersgruppe ist sehr unterschiedlich.

Klar ist allerdings: Senioren sollten noch weniger trinken als die empfohlenen Höchstwerte für gesunde Menschen mittleren Alters. Diese liegen für Frauen bei einem Standardglas  eines alkoholischen Getränks pro Tag und bei zwei Standardgläsern für Männer. Zwei Tage in der Woche sollten ganz alkoholfrei sein, um ein Alkoholproblem erst gar nicht entstehen zu lassen.

Übrigens kann abgesehen von der Menge auch die Kombination von Alkohol und Medikamenten schädlich für die Gesundheit sein. Alkohol kann gefährliche Wechselwirkungen auslösen oder die Wirkung des Medikaments aufheben.

Um eine persönliche Empfehlung für Ihre Situation zu erhalten, fragen Sie Ihren Hausarzt oder Ihre Hausärztin.

Die Folgen von Alkoholkonsum im Alter

Wer langfristig zu viel trinkt, gefährdet nicht nur die Gesundheit, sondern verringert auch die Möglichkeit, ein selbstbestimmtes und aktives Leben im Alter zu führen. Denn insbesondere der älter werdende Organismus erleidet gesundheitliche Schäden durch einen zu hohen Alkoholkonsum:

  • Unter Alkoholeinfluss erhöht sich die Gefahr von Stürzen, Unfällen und schweren Verletzungen wie beispielsweise Oberschenkelhalsbrüchen.
  • Die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit lässt nach.
  • Die Gedächtnisleistung sinkt.
  • Alterserkrankungen wie Diabetes oder Bluthochdruck werden durch Alkohol verschlimmert.
  • Wer betrunken Auto fährt, kann seinen Führerschein verlieren und damit ein wichtiges Stück der wertvollen eigenen Mobilität.

Ein problematisches Trinkverhalten ist bei Senioren zudem nicht immer leicht auszumachen. Häufig werden die Folgen eines Alkoholproblems mit Alterserscheinungen verwechselt. Schlafstörungen, Orientierungslosigkeit oder Nachlässigkeit bei der Hygiene können altersbedingt sein oder aber auf einen zu hohen Alkoholkonsum hinweisen.

Es ist nie zu spät für Veränderungen

Viele sagen sich jetzt möglicherweise: "Aber in dem Alter ändert man doch seine Trinkgewohnheiten nicht mehr." Gegenfrage: Warum denn nicht? Ältere Menschen können ihre Gewohnheiten genauso verändern wie jüngere Generationen. Und es lohnt sich: Studien zeigen eindeutig, dass der Verzicht oder das Reduzieren von Alkohol einen positiven Einfluss auf die Gesundheit und die Leistungsfähigkeit hat, besonders im Alter. Meist schon innerhalb kurzer Zeit verbessert sich die körperliche und geistige Verfassung und Sie verspüren mehr Energie.