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Ausgebrannt?

Die moderne Arbeitswelt macht viele Menschen krank. Immer mehr Deutsche leiden an Burnout - einer schweren körperlichen und seelischen Erschöpfung.

Zu hoher Alkoholkonsum kann ein Anzeichen für Burnout sein.

Insbesondere hoch motivierte Menschen mit einem Perfektionsanspruch geraten in die Burnout-Falle. Gefährdet sind alle, die dauerhaft einen zu hohen Einsatz bringen und dafür auf einen geregelten Feierabend und Freizeit verzichten. Bei Angestellten ist Burnout ebenso verbreitet wie bei Selbstständigen oder berufstätigen Müttern.

Die Burnout-Spirale

Es kann Jahre dauern, bis ein Mensch der Belastung nicht mehr standhält. Viele Burnout-Betroffene starten voller Elan in ihre berufliche Aufgabe. Sie sind ehrgeizig, dynamisch und leistungsbereit. Frauen wollen Kinder und Karriere unter einen Hut bringen und haben den Anspruch, beide Rollen perfekt auszufüllen.  

Doch irgendwann fordert der hohe Einsatz seinen Preis. Die Betroffenen fühlen sich ausgepowert, müde, leer, kraftlos. Anstatt sich zu erholen, zwingen sie sich zu noch mehr Leistung. Private Kontakte und Freizeitbeschäftigungen werden gekappt, um noch mehr Zeit für Arbeit und Pflichten zu haben. Körperliche Symptome wie Anfälligkeit für Infektionskrankheiten, Schmerzen oder Schwindel werden ignoriert oder mit Medikamenten bekämpft. Tagsüber wird der Körper mit Kaffee und Aufputschmitteln zur Leistung gezwungen. Am Abend ist Abschalten nur noch mit viel Alkohol, Schmerz- oder Schlafmitteln möglich.

Alkoholkonsum als Burnout-Warnsignal

Kommen Ihnen die beschriebenen Symptome bekannt vor? Trinken auch Sie Alkohol, um vom Stress des Tages „runterzukommen“ und das angespannte Nervenkostüm zu beruhigen? Wenn Entspannung nur noch mit Alkohol möglich ist, dann ist es höchste Zeit, die Reißleine zu ziehen. Machen Sie sich klar, dass Leistung nicht allein auf Willenskraft basiert. Der Mensch ist keine Maschine. Der Körper, die Nerven, die Seele brauchen Phasen der Regeneration. Die Batterien müssen aufgeladen werden. Eine permanente Überbelastung ist auf Dauer nicht zu bewältigen.  

Versuchen Sie Ihre Lebenssituation zu ändern

  • Sprechen mit Ihren Vorgesetzten und Teams und bitten Sie um Entlastung. Wenn Sie auf kein Verständnis stoßen, sollten Sie nach Möglichkeit die Stelle wechseln.
  • Wenn Sie selbstständig sind, sollten Sie mehr Aufgaben delegieren. Ist dies aktuell nicht möglich, definieren Sie einen realistischen Zeitpunkt, zu dem der Stress vorbei sein sollte. Planen Sie Urlaube und freie Wochenenden fest ein.
  • Wenn Sie in Ihrer Mutterrolle überlastet sind, versuchen Sie, sich Unterstützung zu holen. Reichen die finanziellen Mittel für eine Putz- oder Haushaltshilfe, eine Kinderbetreuung? Sprechen mit Ihrem Partner und Ihren Kindern, wie sie mithelfen können. Wenden Sie sich ggf. an Familienberatungsstellen vor Ort. Wie wäre es zum Beispiel mit einem Mutter-Kind-Urlaub?

Seien Sie gut zu sich selbst

  • Hören Sie auf Ihren Körper. Lassen Sie die Arbeit los und gönnen Sie sich Ruhephasen.  
  • Versuchen Sie tagsüber weniger Kaffee zu trinken und lassen Sie Aufputschmittel weg. Dies kann Ihnen helfen, abends besser zu entspannen.
  • Reduzieren Sie Ihren Alkoholkonsum. Alkohol belastet den Körper zusätzlich und verhindert einen gesunden, erholsamen Schlaf. Bewegen Sie sich lieber an der frischen Luft, joggen Sie eine Runde durch den Park oder treffen sich mit Freunden, um den Kopf frei zu bekommen. Hören Sie eine Entspannungs-CD oder trinken Sie einen Baldriantee, um besser einschlafen zu können.
  • Planen Sie feste „Auszeitinseln“, wie einen Wandertag mit Familie und Freunden. Suchen Sie sich regelmäßige körperliche Aktivitäten, bei denen sich Ihr Körper und Ihre Seele regenerieren kann. Sport macht den Kopf frei und regt das Herz-Kreislaufsystem an, deshalb fühlt man sich danach sehr viel entspannter. Auch ein Saunabesuch kann Körper und Geist wieder ins Lot bringen. Lesen Sie ein schönes Buch, hören Sie entspannende Musik - oder machen Sie einfach mal gar nichts.

Scheuen Sie sich nicht, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen, wenn Sie Burnout-Symptome an sich wahrnehmen. Ein erster Schritt kann ein vertrauliches Gespräch mit dem Hausarzt oder der Hausärztin sein. Wenn Ihnen Ihr Alkoholkonsum Sorgen macht, können Sie sich an die Telefonberatung der BZgA wenden. Sie informiert Sie auch über Beratungsstellen in Ihrer Nähe. Eine ersten Einschätzung zu Ihrem Alkoholkonsum kann Ihnen der Selbsttest geben.

Das Limit für einen risikoarmen Alkohol­genuss

Frauen: Nicht mehr als 1 Standard­glas Alkohol pro Tag

Männer: Nicht mehr als 2 Standard­gläser Alkohol pro Tag

Für Männer und Frauen gilt: An mindestens zwei Tagen pro Woche sollte ganz auf Alkohol­ verzichtet werden, um eine Gewöhnung zu vermeiden.