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Impotent durch Alkohol?

Mit Alkohol im Blut geht vieles leichter - auch im Bett. Warum ein solcher Gedanke durchaus trügerisch sein kann.

Wie erhöhter Alkoholkonsum die männliche Sexualität beeinträchtigen kann

In geringen Mengen macht Alkohol Männer locker und kann ihre sexuelle Aktivität stimulieren. Wer aber zu viel trinkt, wirkt schnell unattraktiv: Eine verwaschene Aussprache, Gleichgewichtsstörungen und Kontrollverlust sind alles andere als sexy. Auch im Bett wird ein Betrunkener schwerlich seinen Mann stehen können: Bereits ein Blutalkoholspiegel von 0,4 bis 0,5 Promille verringert die Potenz. Männer haben dann nicht nur Erektionsprobleme, sondern auch Schwierigkeiten einen Orgasmus zu bekommen. Bei einem höheren Promillewert kann gar nichts mehr gehen, auch wenn das sexuelle Verlangen stark ist. Der Grund: Alkohol beeinträchtigt das Nervensystem und damit die Weiterleitung der stimulativen Reize.

Nach einem einmaligen Rausch regeneriert sich ein gesunder Körper im Normalfall und die Erektionsfähigkeit kehrt zurück. Der Konsum von Alkohol muss also selbstverständlich nicht grundsätzlich zu Impotenz führen. Wer aber ständig mehr als die risikoarme Menge von 2 Standardgläsern Alkohol pro Tag an maximal 5 Tagen die Woche trinkt, läuft schließlich Gefahr langfristig durch Alkohol impotent zu werden:

Alkohol schädigt die Nerven.

Die zerstörten Nervenzentren in Gehirn und Rückenmark können Reize und Signale nicht mehr richtig zu den Penisnerven weiterleiten.

Alkohol beeinträchtigt den Hormonhaushalt des Mannes.

Alkohol schädigt die Leber. Diese kann das weibliche Sexualhormon Östrogen nicht mehr richtig abbauen. Bei Alkoholikern kommt es zu einem Überschuss an Östrogen und einem Mangel an dem männlichen Sexualhormon Testosteron. Testosterone sind verantwortlich für die sexuelle Begierde des Mannes, seine Libido. Sie sorgen für die Reizbarkeit der Schwellkörper und damit für die Erektion. Durch den niedrigen Testosteronspiegel wird eine Erektion erschwert, auch wenn der Mann ein starkes sexuelles Verlangen verspürt.

Alkohol fördert außerdem die Bildung von Prolaktin, einem Hormon, das im weiblichen Körper für die Milchbildung verantwortlich ist. Prolaktin unterdrückt den zentral vermittelten Penisreflex.

Alkohol kann zu psychischen Krankheiten führen.

Männer mit einem dauerhaft zu hohen Alkoholkonsum leiden häufig an Depressionen. Mangelndes Selbstbewusstsein, sozialer Abstieg und daraus folgende Beziehungsprobleme sind oft die psychischen Auslöser für eine mangelnde Libido.

Mehr darüber, wie Alkoholkonsum die Sexualität und den gesamten Körper beeinträchtigt, erfahren Sie in der Alkohol-Bodymap.

Für Männer gilt:
Trinken Sie täglich nicht mehr als zwei Standardgläser Alkohol.
Trinken Sie an mindestens zwei Tagen pro Woche gar keinen Alkohol.

Ein Standardglas Alkohol enthält ungefähr 10 g reinen Alkohol. So viel ist z. B. in einem Glas Bier (0,25 l), einem Glas Wein / Sekt (0,1 l) oder einem Schnaps (4 cl) enthalten. Trinken Sie als Mann mehr als zwei Standardgläser pro Tag, können Sie Ihre Gesundheit schädigen und riskieren, von Alkohol abhängig zu werden.