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Schlechter Schlaf durch Alkohol

Am 21. Juni ist Tag des Schlafes. Er soll darauf aufmerksam machen, wie wichtig guter Schlaf ist. Alkohol ist dafür nicht förderlich.

Alkohol als Einschlafhilfe?

Es ist schon spät und Sie kommen einfach nicht zur Ruhe. Ein Glas Wein, beschließen Sie, hilft da sicherlich. Und tatsächlich: Der Alkohol setzt die Hirntätigkeit herab, so dass die Gedanken nicht mehr endlos kreisen und Sie den Stress des Tages vergessen. Schon bald kommt die nötige Bettschwere. Alkoholisiert schlafen Sie tatsächlich schneller ein. Doch Sie zahlen einen hohen Preis. 

Mit Alkohol ist Ihr Schlaf weniger erholsam

Denn im Laufe der Nacht rächt sich der Alkohol, es kommt zu Schlafstörungen: Ihr Schlaf wird unruhig, und Sie wachen häufiger auf. Alkohol verstärkt zudem den Harndrang und trocknet den Körper aus. Wer größere Mengen getrunken hat, muss nachts erst auf die Toilette und dann in die Küche, um den typischen Brand mit Wasser oder Saft zu löschen. 

Am nächsten Morgen fühlen Sie sich nicht ausgeruht, sondern müde und gerädert. Wenn Sie Alkohol regelmäßig als Einschlafhilfe nutzen, riskieren Sie zudem, in eine Abhängigkeit zu geraten.

Alkohol lässt Frauen schlechter schlafen

Wenn Männer und Frauen die gleiche Menge Alkohol zu sich nehmen, beschert das den Frauen einen weit unruhigeren Schlaf, und sie fühlen sich am nächsten Morgen viel schlechter als die Männer. Das zeigten wissenschaftliche Studien im Schlaflabor. Haben Frauen vor dem Zubettgehen Alkohol getrunken, werden sie häufiger und schneller wach und empfinden den Schlaf insgesamt als weniger erholsam. Der Grund: Der weibliche Körper ist den schädlichen Auswirkungen des Alkohols viel stärker ausgesetzt. Frauen haben einen geringeren Anteil an Körperflüssigkeit, auf die sich der Alkohol verteilt. Dadurch ist trotz der gleichen getrunkenen Menge die Blutalkoholkonzentration bei Frauen höher.

Tipps für einen gesunden Schlaf

Wenn Sie gut und erholsam schlafen möchten, sollten Sie Folgendes beherzigen:

  • Trinken Sie Alkohol generell nur in Maßen.
  • Trinken Sie 4 bis 6 Stunden vor dem Schlafgehen keinen Alkohol mehr. 
  • Verzichten Sie ab dem späten Nachmittag auf koffeinhaltige Getränke.
  • Widmen  Sie sich entspannenden Dinge, bevor Sie ins Bett gehen: Hören Sie z.B. ruhige Musik oder lesen Sie ein schönes Buch. Computerarbeit, Sport und aufreibende Gespräche sind nicht geeignet für eine gute Nachtruhe. 
  • Sorgen Sie für ein dunkles, ruhiges und kühles Schlafzimmer mit einer Raumtemperatur von ca. 16 bis 18 Grad Celsius.
  • Sie können  Ihren Schlaf zudem durch bewährte Hausmittel fördern. Trinken Sie beispielsweise vor dem Zubettgehen einen Baldriantee, eine heiße Milch mit Honig oder nehmen Sie ein heißes Bad mit Hopfen oder Melisse.

Alkohol und Schlafmittel – eine gefährliche Mischung

Wenn Sie bereits unter Schlafstörungen leiden, ist Alkohol genau die falsche Medizin. Besonders wichtig: Nehmen Sie auf keinen Fall Alkohol und Schlafmittel zusammen ein. Durch die Wechselwirkung vervielfacht sich die betäubende Wirkung in gefährlicher Weise. Das kann beispielsweise den Blutdruck so stark absenken, dass es zu einem Kreislaufkollaps kommt.

Das Limit für einen risikoarmen Alkohol­genuss

  • Frauen sollten pro Tag nicht mehr als ein Standardglas, und Männer nicht mehr als zwei Standardgläser trinken.
  • Verzichten Sie an mindestens zwei Tagen pro Woche ganz auf alkoholische Getränke.