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Als Eltern über Alkohol sprechen

Der internationale Tag der Jugend wurde erstmals 1999 von der Generalversammlung der Vereinten Nationen ausgerufen. Er will weltweit auf die Rechte von Kindern und Jugendlichen aufmerksam machen - vor allem in den Bereichen Bildung, Gesundheit und Umweltschutz.

Am 12. August ist der internationale Tag der Jugend

In unserer Gesellschaft spielt die Familie die tragende Rolle für die Entwicklung eines Kindes. Hier wird der Grundstein für das Selbstverständnis des Heranwachsenden und sein Verhalten gelegt. Auch der Umgang mit Alkohol wird durch das Elternhaus und das soziale Umfeld maßgeblich geprägt. Was können Eltern tun, damit ihr Kind einen verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol entwickelt?

Der erste Rausch

Irgendwann trinkt jeder Jugendliche zum ersten Mal Alkohol. Gelegenheit dazu gibt es genug: Feiern, Lagerfeuer am See, Geburtstage von Klassenkameraden oder Chillen mit Freunden. Oftmals schmeckt den Heranwachsenden der Alkohol überhaupt nicht, aber sie wollen zu den „Großen“ gehören und trinken deshalb mit. Süße Alkohol-Mischgetränke, die sogenannten Alcopops, Flatrate-Partys und Partyurlaube heizen den Alkoholkonsum der Jugendlichen an. Der erste Rausch ist unvermeidlich.

Darüber reden

Als Eltern werden Sie nicht verhindern können, dass Ihr Kind seine Erfahrungen mit Alkohol macht und dabei vielleicht auch „über die Stränge schlägt“. Aber Sie müssen das nicht kommentarlos hinnehmen. Suchen Sie das Gespräch mit Ihrem Kind. Sagen Sie ihm, dass Sie sich Sorgen machen und wie wichtig es Ihnen ist, dass es gesund aufwächst. Machen Sie Ihrem Kind keine Vorhaltungen, sondern bitten Sie es, in Zukunft vorsichtiger mit Alkohol zu sein. Klären Sie Ihr Kind über die Risiken des Alkohols gerade für junge Menschen auf!

Immer öfter betrunken?

Wenn Ihr Sohn oder Ihre Tochter ein oder zweimal betrunken nach Hause kommt, ist das noch kein Grund für große Aufregung. Wenn dies aber häufiger passiert, sollten Sie unbedingt das Gespräch suchen. Reden Sie mit Ihrem Kind offen und ehrlich darüber, wenn Sie den Eindruck haben, dass es zu viel trinkt oder dass in seiner Clique zu viel getrunken wird. Erklären Sie Ihrem Kind, welche Risiken es eingeht:

  • Jeder Vollrausch schädigt die Gesundheit.
  • Häufiges Trinken führt zur Gewöhnung und es wird immer schwerer aufzuhören.
  • Je früher man anfängt Alkohol zu trinken, desto größer ist die Gefahr, abhängig zu werden.

Ein Alkoholverbot zu verhängen, ist unrealistisch. Vereinbaren Sie stattdessen klare Regeln. Näheres hierzu erfahren Sie auf unserer Webseite unter „kritische Phasen / Situationen“.

Vertrauen ist die beste Prävention

Versuchen Sie auch in der schwierigen Phase der Pubertät ein enges, vertrauensvolles Verhältnis zu Ihrem Sohn oder Ihrer Tochter zu pflegen. Denn auch wenn Ihr Kind sich nun mehr an Gleichaltrigen orientiert und manchmal verschlossen und abwesend wirkt, braucht es Ihre Zuwendung und Unterstützung. Suchen Sie das Gespräch, interessieren sich Sie für Ihr Kind. Sprechen Sie mit ihm über das, was ihm Spaß macht und unterstützen Sie es mit Rat und Tat, wenn Probleme anklingen. Jugendliche, die ein vertrauensvolles Verhältnis zu ihren Eltern haben, greifen sehr viel seltener zu Suchtmitteln.

Seien Sie ein gutes Vorbild

Kinder und Jugendliche ahmen nach, was sie sehen. Das Trinkverhalten der Eltern ist daher von entscheidender Bedeutung. Was leben Sie Ihrem Kind vor? Hinterfragen Sie kritisch Ihren eigenen Konsum:

  • Wie viel und wie oft trinken Sie selbst? Mit dem Alkohol-Selbsttest können Sie innerhalb weniger Minuten überprüfen, ob Ihr Konsum noch im grünen Bereich liegt.
  • Gibt es klar umgrenzte Gelegenheiten, zu denen Sie Alkohol trinken, beispielsweise Feiern oder ein gutes Abendessen?
  • Gibt es Zeiten, zu denen Sie gar keinen Alkohol trinken - etwa tagsüber, an Wochentagen oder wenn Sie Auto fahren müssen?
  • Bieten Sie Ihren Gästen auch nichtalkoholische Getränke an?
  • Erlebt Ihr Kind, wie Sie ein angebotenes alkoholisches Getränk dankend ablehnen?

Nur wenn Sie selbst einen verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol pflegen, werden Sie in Gesprächen mit Ihrem heranwachsenden Kind glaubwürdig erscheinen. Nur dann wird Ihr Sohn oder Ihre Tochter Ihre Bedenken gegenüber Alkohol akzeptieren und sich an vereinbarte Regeln halten.

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