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Bloß nicht uncool werden!?

Alkohol ist als Genussmittel ein fester Bestandteil unserer Gesellschaft. Deshalb machen viele Jugendliche irgendwann Erfahrung damit. Gelegenheit Alkohol auszuprobieren gibt es für Teenager genug: Feiern, Lagerfeuer am See, Geburtstage von Klassenkameraden oder einfach nur Chillen mit Freunden.

Wie sprechen Sie mit Ihrem heranwachsenden Kind über Alkohol?

Insbesondere im Sommer, wenn die Temperaturen steigen, wird auch von Jugendlichen mehr Alkohol konsumiert. Oftmals schmeckt den  Teenagern der Alkohol überhaupt nicht, aber sie wollen zu den „Großen“ gehören und trinken deshalb mit. Der erste Rausch ist unvermeidlich.

Wenn Sie sich als Eltern Sorgen beim Thema Alkohol und Teenager machen, ist das nur verständlich. Schließlich möchten Sie Ihr Kind vor schlimmen Alkoholerfahrungen bewahren. Und Sie möchten auf keinen Fall, dass es Probleme mit Alkohol bekommt. Aber Sie wollen Ihren heranwachsenden Sohn oder Ihre Tochter auch nicht zu sehr einschränken und „uncool“ wirken. Was können Sie tun?

Bleiben Sie im Gespräch

Sie werden es nicht verhindern können, dass Ihr Kind seine ersten Erfahrungen mit Alkohol macht und dabei vielleicht ein wenig „über die Stränge schlägt“. Aber Sie müssen es nicht kommentarlos hinnehmen. Sprechen Sie mit Ihrem Kind. Sagen Sie ihm, dass Sie sich Sorgen machen. Machen Sie Ihrem Kind keine Vorhaltungen, sondern erklären Sie ihm, welche körperlichen und geistigen Schäden Alkohol gerade bei Jugendlichen anrichten kann. Bitten Sie es, in Zukunft vorsichtiger mit Alkohol zu sein.  

Die beste Prävention gegen Alkoholprobleme ist ein gutes Verhältnis zu den Eltern. Interessieren Sie sich für das Leben Ihres Kindes. Sprechen mit ihm über die Dinge, die es toll findet. Hören Sie zu, wenn Probleme anklingen, und versuchen Sie, es zu unterstützen. Teenager, die eine vertrauensvolle Beziehung zu Ihren Eltern haben und mit ihnen reden können, greifen seltener zu Suchtmitteln wie Alkohol als Jugendliche, bei denen das nicht der Fall ist. Selbst wenn es scheint, als ob für Ihr Kind die gleichaltrigen Freunde nun wichtiger sind, braucht es immer noch die Zuwendung und die Unterstützung seiner Eltern.

Sprechen Sie auch mit anderen Eltern. Wahrscheinlich sind Sie mit Ihren Sorgen nicht allein. Wenn im Freundeskreis Ihres heranwachsenden Sohnes oder Ihrer Tochter zu viel getrunken wird, können Sie sich mit den betroffenen Eltern über den Alkoholkonsum der Teenager austauschen und sich in manchen Dingen absprechen. Das Gespräch mit Eltern, die gerade ähnliche Schwierigkeiten erleben, kann in jeden Fall gut tun.

Immer öfter betrunken?

Wenn Ihr Sohn oder Ihre Tochter ein oder zweimal betrunken nach Hause kommt, ist das noch kein Grund zur Aufregung. Wenn dies aber häufiger passiert, sollten Sie unbedingt das Gespräch suchen. Klären Sie Ihr Kind über die Risiken von Rauschtrinken auf und vereinbaren Sie klare Regeln.

Erstellen Sie gemeinsam mit Ihrem Kind verbindliche Konsumregeln:

  • Wie oft, wie viel und wann darf es Alkohol trinken?
  • Vereinbaren Sie, wann und wie Ihr Kind von Feiern nach Hause kommt.
  • Seien Sie immer telefonisch für es erreichbar.
  • Machen Sie ihm klar, dass Sie immer und in jeder Situation für es da sind.

Seien Sie ein Vorbild

Damit Ihr Kind Sie ernst nimmt, ist es wichtig, dass Sie glaubwürdig sind. Ihr eigenes Verhalten ist dabei entscheidender als das, was Sie sagen. Deshalb ist es gut, wenn Sie Ihren eigenen Alkoholkonsum auf den Prüfstand stellen. Nur wenn Sie selbst verantwortungsvoll mit Alkohol umgehen, wird Ihr Sohn oder Ihre Tochter Ihre Bedenken akzeptieren und sich an vereinbarte Regeln halten. Wenn Sie Ihren Alkoholkonsum überprüfen möchten, können Sie dies im Alkohol-Selbsttest tun.

Erfahren Sie auf den folgenden Seiten mehr über die Bedeutung des elterlichen Umgangs mit Alkohol für die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen.

Hinweis:

Ab wann ist Alkohol erlaubt? Kennen Sie das Jugendschutzgesetz?
Wie erleben Kinder den Alkoholkonsum von Erwachsenen? Eine Film-Reportage fragt nach und stellt fest, dass Kinder sehr genau hinsehen.