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Trinkfest? Wer viel verträgt, hat keinen Grund, stolz darauf zu sein

Mit Alkohol abfeiern, ohne abzustürzen. Im Urlaub den ganzen Tag „All-inclusive-Cocktails“ schlürfen. In der Stammkneipe ein Bier nach dem anderen zischen. - Wer so viel Alkohol trinken kann, ist oftmals stolz darauf.

Trinkfestigkeit ist ein Warnsignal

Doch „Trinkfestigkeit“ ist kein Zeichen von „Kondition“, sondern von einer gefährlichen Gewöhnung an Alkohol.

Toleranz gegenüber dem Suchtstoff

Bei einem regelmäßig zu hohen Alkoholkonsum entwickelt der Körper eine Toleranz. Das heißt, er gewöhnt sich an den Suchtstoff. Man wird nicht mehr so schnell betrunken. Um eine vergleichbare Wirkung zu erreichen, muss die Dosis immer weiter gesteigert werden.

Trinkfest sein - ein trügerischer Gewöhnungseffekt

Nur weil man die Wirkung nicht mehr direkt spürt, bedeutet das nicht, dass der  Körper den Alkohol leichter wegsteckt. Im Gegenteil. Eine Person, die zehnmal so viel trinkt wie andere, hat immer die zehnfache Dosis Gift im Körper. Der permanent zu hohe Konsum schädigt die Leber, die Nieren und viele andere Organe. Die Leber hat nicht mehr die Zeit, sich zu regenerieren.

Der Gewöhnungseffekt hat auch keinen Einfluss auf die Wahrnehmungs- und Reaktionsfähigkeit. Der„trainierte Trinker“ mag sich mit einem Promillewert von 1,0 noch recht nüchtern fühlen, fahrtauglich ist er trotzdem nicht mehr. Seine Steuerungs- und Wahrnehmungsfähigkeit ist genauso stark beeinträchtigt wie bei jemandem, der sich bei 1,0 Promille schon sehr betrunken fühlt.  

Die Rolle des Zentralen Nervensystems

Wie funktioniert Alkohol? Was passiert, wenn der Körper eine Toleranz entwickelt? Das Zellgift Alkohol entspannt, indem es die erregenden Zentren des Zentralen Nervensystems (ZNS) dämpft. Man wird locker, redselig und neigt zu Selbstüberschätzung. Bei höheren Alkoholmengen führt die Dämpfung des ZNS zu verlangsamten Reaktionen sowie eingeschränkten Sinneswahrnehmungen.

Bei einem kontinuierlich zu hohen Alkoholkonsum stellt sich das Zentrale Nervensystem auf die Promillewerte ein:

  • Das Gehirn nimmt den hohen Alkoholwert scheinbar nicht wahr und gewöhnt sich an die dauerhafte Blockade der erregenden Zentren.
  • Der Körper gleicht die Dämpfung aus, indem er entgegensteuert: Blutdruck und Puls steigen. Die Betroffenen werden unruhig, nervös und gereizt.

Wenn der zu hohe Alkoholkonsum über einen langen Zeitraum betrieben wird, verstärkt sich die Gegenregulation des Körpers: Konzentrationsstörungen, Zittern, Schlaflosigkeit oder Übelkeit werden immer unangenehmer und sind nur noch durch erneuten Alkoholkonsum erträglich. Aus einer Gewöhnung an Alkohol kann sich so ein Alkoholmissbrauch oder eine Alkoholabhängigkeit entwickeln. 

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