Mann mit Brille benutzt Tablet.

Beratungsstellen – Hilfe vor Ort

In der Datenbank der BZgA sind Suchtberatungsstellen im gesamten Bundesgebiet erfasst. 

Beratungsstelle in Ihrer Nähe finden...

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Die Beratung

Gemeinsam nach neuen Wegen suchen

In der Suchtberatung führen Sie Gespräche mit einer fachkundigen Beraterin oder einem Berater. Über einige Wochen hinweg treffen Sie sich in der Regel einmal pro Woche in der Beratungsstelle. Ziel ist es, das Ausmaß Ihres Alkoholproblems zu klären und Ihre Lebensumstände kennenzulernen. Anschließend planen Sie gemeinsam mit Ihrem Berater oder Ihrer Beraterin die nächsten Schritte und beginnen mit der Umsetzung.

Was passiert am Anfang der Suchtberatung?

Einen ersten Beratungstermin können Sie meist kurzfristig telefonisch vereinbaren. Die Beratung ist kostenlos, und die Beratungsstellen unterliegen der Schweigepflicht. Anfangs geht es darum, sich gegenseitig kennenzulernen. Wichtig ist, dass Sie Vertrauen zu Ihrem Berater oder Ihrer Beraterin haben. Ist das nicht so, sollten Sie es offen ansprechen und ggf. die beratende Person oder die Beratungsstelle wechseln. Seien Sie aber ehrlich zu sich selbst: Sie sollten auf keinen Fall die Beratung jedes Mal abbrechen, wenn unangenehme Fragen auftauchen bzw. deutlich wird, dass es so wie bisher nicht weitergehen kann.

Viele Ratsuchende senken bereits in dieser Zeit ihren Alkoholkonsum beträchtlich oder entscheiden sich für eine alkoholfreie Zeit.

Warum kann mir ein Gespräch in einer Beratungsstelle helfen?

  • Es entlastet Sie, endlich offen über Ihr Alkoholproblem sprechen zu können.
  • Der Gang zur Beratungsstelle gibt Ihnen ein gutes Gefühl: Sie haben das Alkoholproblem (endlich) angepackt!
  • Ihre Familie, Angehörigen, Vorgesetzten oder Kolleginnen und Kollegen sehen Ihr Bemühen um eine dauerhafte Lösung.
  • Die Gespräche helfen, ein realistisches Bild Ihrer Schwierigkeiten, aber auch Ihrer Chancen zu gewinnen.
  • Bei beruflichen, finanziellen oder rechtlichen Problemen kann Ihnen die Beratungsstelle weiterhelfen.

Worum geht es in der Beratung noch?

Hier wird auch geklärt, wie es weiter geht:

  • Brauchen bzw. möchten Sie einen stationären oder ambulanten Alkoholentzug?
  • Sind Sie bereit, an einer Alkohol-Entwöhnungstherapie teilzunehmen? Welche Art der Therapie kommt für Sie infrage? Wo wird eine solche Therapie angeboten?
  • Wie sollen Ihre Angehörigen in die Behandlung eingebunden werden?
  • Möchten Sie sich einer Selbsthilfegruppe anschließen?
  • Welche Selbsthilfegruppen gibt es in Ihrer Nähe?

Ein Leben ganz ohne Alkohol? Schaffe ich das?

Wer einmal alkoholabhängig war, läuft Gefahr, selbst nach Wochen oder Monaten der Abstinenz innerhalb kürzester Zeit wieder genauso viel oder sogar noch mehr zu trinken als zuvor. Dauerhaft Maß zu halten ist erfahrungsgemäß anstrengender als die Entscheidung für ein alkoholfreies Leben. In der Suchtberatung klären Sie mit Ihrem Gesprächspartner, ob eine Abstinenz für Sie notwendig ist. Die Beratung soll Ihnen außerdem helfen, den Punkt zu erreichen, an dem Sie sagen können: „Ich will versuchen, (wieder) alkoholfrei zu leben.“