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So funktioniert's

Tipps und Tricks für den alkoholfreien Alltag

"Heute muss ich Alkohol trinken. Ich bin doch eingeladen." Sie kennen den Gedanken? Es ist Zeit, sich von ihm zu verabschieden. Denn Sie müssen erst einmal gar nichts und vor allem müssen Sie keinen Alkohol trinken. Die Versuchung ist natürlich trotzdem groß und alte Gewohnheiten sind hartnäckig. Aber es gibt ein paar Tricks, wie Sie neue Gewohnheiten für Ihren alkoholfreien Alltag entwickeln können.

Gruppe junger Menschen sitzend mit alkoholfreien Getränken
Bild: filadendron / iStock

Beim Ausgehen und auf Partys

Bei solchen Anlässen ist der Druck, mit den anderen Alkohol zu trinken, meist am größten. Es erfordert ein bisschen Übung, hier Alkohol abzulehnen. Bleiben Sie freundlich, aber bestimmt. Trinken Sie langsam oder lassen Sie einen Rest im Glas – besonders in Runden, in denen das Trinktempo hoch ist und niemand vor einem leeren Glas sitzen darf. So lange in Ihrem Glas noch etwas drin ist, versucht niemand, Ihnen ein neues Getränk aufzudrängen. Ihre Freunde sind trotzdem hartnäckig und wollen Sie zu einem Bier oder einem Schnaps überreden? Drehen Sie den Spieß um und fragen Sie, warum es so wichtig ist, dass Sie Alkohol trinken. Und wenn Sie das Diskutieren leid sind: Lassen Sie sich an der Bar ein Wasser on the Rocks einschenken. Sieht aus wie Wodka pur. Dass es kein Alkohol ist, wissen nur Sie.

Generell gilt: Lassen Sie sich nicht beirren und behalten Sie Ihre gute Laune. In der Regel sind es nicht die Getränke, die Ihnen von einem gelungenen Abend in Erinnerung bleiben, sondern die Gespräche, die Menschen oder die Zeit auf der Tanzfläche. Sie selbst geben die Party? Dann ist das Ihre Chance, Ihre Gäste mit tollen neuen alkoholfreien Cocktails zu überraschen. Und sie vielleicht von einem neuen Lifestyle zu überzeugen.

Auf Partys trinke ich Cola oder Säfte. Ich lasse mich nicht unter Druck setzen, auch wenn ich der Einzige bin, der keinen Alkohol trinkt. Da stehe ich darüber.

Holger Weiss trinkt keinen Alkohol. Warum und wie das geht, erzählt er im Interview.

Allein zuhause vor dem Fernseher

Im Grunde die ideale Situation, um das Feierabendbier einfach im Kühlschrank zu lassen. Sie müssen sich vor niemandem rechtfertigen, keiner bietet Ihnen Alkohol an. Und weder Wein noch Bier zu trinken bedeutet nicht, dass Wasser Ihre einzige Option ist. Die Alternative könnte ein Saft sein, den Sie bisher noch nie probiert haben – pur oder als Schorle. Im Winter wärmt eine Kanne guter Tee, im Sommer erfrischt selbstgemachte Limonade. Und nicht vergessen: Das Auge trinkt mit. Verwenden Sie ein schönes Glas oder garnieren Sie Ihr Getränk mit einer Zitronenscheibe oder einem Minzblatt.

Die Versuchung ist trotz allem groß? Haben Sie erst gar keinen Alkohol im Kühlschrank oder im Regal, wenn es Ihnen so leichter fällt, nichts zu trinken.

Anstoßen mit den Kollegen

Die Kollegin hatte Geburtstag. Darauf erst einmal einen Sekt. Aber nicht gezwungenermaßen. Stoßen Sie mit an, nur eben mit Wasser oder Saft, wenn Sie keinen Alkohol möchten. Trinken Sie Ihr nicht-alkoholisches Getränk aus einem Sektglas. Das macht es festlicher. Oder Sie nehmen den Sekt, stoßen mit an und behalten einfach das volle Glas in der Hand.

Grundsätzlich können Sie Alkohol jederzeit ablehnen. Das gilt für die Kneipentour mit Kollegen nach Feierabend genauso wie für das Mittagessen mit Geschäftspartnern. Sagen Sie einfach freundlich: "Danke, für mich nicht." Und spätestens wenn Sie sagen, dass Sie noch Auto fahren müssen, wird niemand mehr versuchen, Sie zu einem Glas Wein zu überreden.

Mit zu viel Alkohol schaden Sie Ihrer Karriere massiv, nicht aber, wenn Sie keinen Alkohol trinken.

Etikette-Trainerin Imme Vogelsang im Interview über Alkohol im Arbeitsumfeld.

Bei Stress und Frust

Ein mieser Tag bei der Arbeit, Streit mit dem Partner oder einfach schlechte Laune? Den Frust jetzt in Alkohol zu ertränken, wäre leicht. Es löst das Problem aber nur kurzfristig. Begegnen Sie Ihrem Frust, anstatt ihn zu ignorieren – beispielsweise indem Sie mit jemandem darüber sprechen. Rufen Sie einen Freund oder eine Freundin an, jemanden, dem Sie vertrauen, und reden Sie sich den Frust von der Seele. Gemeinsam können Sie dann über eine Lösung nachdenken.

Bewegung ist ein anderer Weg, sich zu entspannen. Dem einen hilft schon ein zügiger Spaziergang, andere verausgaben sich am liebsten einmal richtig, um den Kopf freizukriegen. Wieder andere bevorzugen Entschleunigung mit Meditation oder Yoga. Oder planen Sie mal wieder ganz bewusst etwas, das Ihnen Spaß macht, für das Sie aber schon lange keine Zeit mehr hatten.