Mann mit Brille benutzt Tablet.

Das Faktenblatt zum Thema

Die wichtigsten Kontakte und Informationen haben wir auch in einem Faktenblatt für Sie gesammelt. Das PDF können Sie hier herunterladen.

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Kinder aus alkoholbelasteten Familien

So können Sie betroffenen Kindern und Jugendlichen helfen

Etwa 2,65 Millionen Kinder und Jugendliche in Deutschland leben in Familien, in denen mindestens ein Elternteil Alkohol missbräuchlich oder abhängig konsumiert. Weitere etwa 60.000 Kinder leben Schätzungen zufolge in Familien mit einem opiatabhängigen Elternteil. Für die betroffenen Kinder und Jugendlichen bedeutet das eine große Belastung. Sie fühlen sich oft verunsichert, leiden unter Scham- und Schuldgefühlen. Selten haben sie den Mut, sich anderen anzuvertrauen, oft aus Loyalität zu ihren Eltern.

Dabei benötigen gerade Kinder und Jugendliche aus alkoholbelasteten Familien Unterstützung. Haben sie doch ein 2,4 bis 6 Mal höheres Risiko als Gleichaltrige aus unbelasteten Familien, später selbst einmal abhängig zu werden. Sie gehören damit zu einer Hochrisikogruppe und sind eine besondere Zielgruppe der Suchtprävention.

Ein Jugendlicher sitzt auf einem Hausdach und schaut nachdenklich in die Ferne.
Bild: Yalana / iStock

Handeln, wenn Sie Veränderungen beobachten

Fachkräfte oder Ehrenamtliche, die im sozialen, erzieherischen oder medizinischen Bereich arbeiten, können eine wichtige Rolle einnehmen, wenn es darum geht, betroffene Kinder und Jugendliche zu unterstützen. Aber auch Freunde und Bekannte, die Auffälligkeiten bemerken, können einen wertvollen Beitrag zur Verbesserung der Situation leisten. Dazu ist es zunächst wichtig zu erkennen, wenn etwas nicht stimmt. Eindeutige Kriterien gibt es dafür nicht.

Generell gilt: Handeln Sie, wenn Sie beobachten, dass sich das Verhalten eines Kindes oder eines Jugendlichen verändert. Suchen Sie das Gespräch mit ihm oder ihr und mit den Eltern und holen Sie sich im Zweifel Unterstützung von Ihren Kolleginnen und Kollegen oder auch von externen Stellen, wenn Sie den Verdacht haben, dass eine Alkohol- oder Drogensucht in der Familie vorliegen könnte. Beispielsweise in Suchtberatungsstellen oder Erziehungsberatungsstellen.

Anregungen zur kindgerechten Ansprache sowie Hinweise für das Gespräch mit den Eltern finden Sie in folgenden Broschüren, die in Kooperation von BZgA und Deutscher Hauptstelle für Suchtfragen e. V. (DHS) entwickelt wurden. Zu beiden Publikationen stehen Begleithefte für Fachkräfte zur Verfügung, die den Einsatz der Broschüren unterstützen:

Die wichtigsten Informationen und Kontakte haben wir außerdem als Faktenblatt für Sie zusammengestellt. Laden Sie es gleich hier herunter. Mit Hilfe der folgenden Links finden Sie außerdem sowohl Unterstützungsangebote für Kinder und Jugendliche als auch weitere Informationen für Sie als Fachkraft.

Weiterführende Informationen

Hilfe für betroffene Kinder und Jugendliche