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Das tut der Leber gut!

Chemielabor und Energielieferant

„An die Leber denken!“ – so lautet das Motto des Deutschen Lebertages, der am 20. November 2017 stattfindet. Wie ist es mit Ihnen – haben Sie schon einmal ganz bewusst an Ihre Leber gedacht? Was sie in Ihrem Körper leistet und wie Sie ihr Gutes tun können?

Was die meisten Menschen gar nicht wissen: Die Leber ist ein ganz schöner Brocken. Sie wiegt bei einem erwachsenen Menschen circa 1,5 Kilogramm. Zum Vergleich: Das Herz ist nur in etwa 350 Gramm schwer. Die Leber erfüllt im menschlichen Körper essentielle Aufgaben. Sie nimmt Stoffe aus dem Blut auf, filtert giftige Anteile heraus, wandelt sie um und gibt die gereinigten Stoffe wieder in die Blutbahn ab. Gleichzeitig steuert sie den Fett- und Zuckerstoffwechsel, regelt den Vitaminhaushalt und verändert Stoffe aus der Nahrung so, dass sie vom Körper verwertet werden können. Die Leber ist also ein echtes Kraftwerk, das rund um die Uhr für Sie arbeitet – ca. 2.000 Liter Blut filtert sie täglich.

Alkoholabbau in der Leber

Einer der größten Feinde der Leber ist Alkohol, denn als unsere „Entgiftungszentrale“ ist die Leber hauptverantwortlich für den Abbau von Alkohol. Während des Abbauprozesses entsteht Acetaldehyd, das im nächsten Schritt in Essigsäure umgewandelt und über den Urin wieder ausgeschieden wird. Zu große Mengen Acetalde-hyd schädigen die Zellfunktionen der Leber und sorgen für den bekannten „Kater“ am nächsten Morgen – und das ist noch das harmloseste Symptom. Denn wer dauerhaft zu viel Alkohol trinkt, riskiert Fettablagerungen in der Leber; die sogenannte Fettleber entsteht. Dabei vergrößert sich das Organ und wird weiß.
Die Fettleber ist das frühe Stadium einer alkoholbedingten Lebererkrankung. Die gute Nachricht: Sie können Ihrer Leber jetzt noch helfen. Wenn der Alkoholkonsum deutlich reduziert oder – noch besser – gar kein Alkohol mehr getrunken wird, kann sich die Fettleber zurückbilden. Sie bekommt die Chance, sich zu erholen.

Die Tücke der Leberzirrhose: Anfangs völlig symptomfrei

Wer allerdings weitertrinkt, wird den Prozess der Leberschädigung vorantreiben und früher oder später an einer Fibrose leiden – die Vorstufe einer Leberzirrhose. Dabei entstehen in der Leber Entzündungen. Leberzellen werden zerstört und es bildet sich Narbengewebe. Im schlimmsten Fall verhärtet die Leber, vernarbt und schrumpft – es hat sich eine Leberzirrhose gebildet, die nicht heilbar ist. Das Tückische an der Leberzirrhose: Sie verläuft anfangs völlig symptomfrei.

Gesunde Ernährung und Bewegung tun der Leber gut

Was können Sie tun, um Ihre Leber ein Leben lang zu unterstützen? Setzen Sie sie vor allem nicht zu großen Risiken aus – eine unausgewogene Ernährung, vor allem zu fettiges Essen, und exzessives Trinken schaden ihr. Die Leber verzeiht uns zwar lange Zeit vieles, braucht allerdings Phasen der Erholung, damit sich die Zellen regenerieren können. Natürlich bedeutet das in erster Linie Verzicht auf Alkohol bzw. einen kontrollierten Alkoholkonsum. Außerdem tut der Leber regelmäßige Bewegung und eine ausgewogene Ernährung gut, also viel Obst und Gemüse, etwas Fisch und wenig Fleisch, nicht zu viel Fett und Zucker.

Sie möchten Ihrer Leber noch mehr Gutes tun? Hier finden Sie einige Tipps:

  • Trinken Sie viel. So wird Ihre Leber optimal entgiftet. Ideal sind mindestens zwei Liter Flüssigkeit am Tag – am besten eignen sich Wasser und Kräutertees. 
  • Dunkle Schokolade essen. Studien weisen darauf hin, dass dunkle Schokolade den Blutdruck senkt, und eine positive Wirkung auf die Leber haben kann.
  • Leberwickel machen: Wenn Sie zu fett und zu viel gegessen haben, können Sie die Verdauung mit einem Leberwickel anregen. Tauchen Sie einfach ein kleines Handtuch in heißes Salzwasser, wringen Sie es sorgfältig aus und legen Sie es auf die Leber. Legen Sie anschließend eine Wärmflasche auf das Handtuch und lassen Sie den Wickel 30 Minuten lang wirken. Durch die Wärme wird die Leber besser durchblutet und der Entgiftungsprozess beschleunigt sich.
  • Bitterstoffe in den Speiseplan einbauen: Pflanzliche Lebensmittel, die viele Bitterstoffe enthalten, wirken sich positiv auf die Leber aus. Dazu gehören neben Artischocken zum Beispiel auch Chicorée, Endiviensalat, Löwenzahn, Radicchio, Rosenkohl und Salbei. Alternativ können Sie sich auch einen Salbei- oder Löwenzahntee machen.

Hilfe und Unterstützung rund um das Thema Alkoholkonsum

Sie können Ihren eigenen Alkoholkonsum nicht richtig einschätzen? Dann orientieren Sie sich im ersten Schritt an den Richtwerten für risikoarmen Alkoholkonsum. Frauen sollten höchstens 12 Gramm Alkohol pro Tag trinken. Das ist ungefähr ein kleines Glas Wein (0,1 l) oder ein kleines Glas Bier (0,3l). Für Männer gilt die doppelte Menge. An mindestens zwei Tagen in der Woche sollten Sie an Ihre Leber denken und ganz auf Alkohol verzichten. Um Ihren Umgang mit Alkohol noch besser einzuordnen, können Sie unseren Alkohol-Selbsttest machen.