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Alkoholkonsum Jugendliche: Statistik 2025 zeigt historischen Tiefstand beim regelmäßigen Konsum

Getty Images
Der regelmäßige Alkoholkonsum von Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Deutschland ist 2025 so niedrig wie noch nie seit Beginn der Erhebungen. Gleichzeitig zeigt die neue Drogenaffinitätsstudie des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit (BIÖG): Beim Rauschtrinken fallen die Fortschritte deutlich geringer aus als beim regelmäßigen Alkoholkonsum.

Alkoholkonsum Jugendliche: Statistik 2025 zeigt, dass der regelmäßige Alkoholkonsum junger Menschen in Deutschland auf den niedrigsten Stand seit Beginn der Erhebung gesunken ist. Das zeigt die Drogenaffinitätsstudie des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit (BIÖG), für die 7.001 Menschen im Alter von 12 bis 25 Jahren befragt wurden. Die Ergebnisse machen deutlich: Immer weniger junge Menschen trinken Alkohol, sie beginnen später mit dem Konsum und trinken seltener regelmäßig. Gleichzeitig bleibt Rauschtrinken weiterhin ein relevantes Problem.

  • Der wöchentliche Alkoholkonsum liegt bei Jugendlichen (9,2 % der männlichen, 4,1 % der weiblichen) und jungen Erwachsenen (34,7 % der männlichen, 14,3 % der weiblichen) auf dem tiefsten Wert seit 1979.
  • Der Einstieg erfolgt später – das erste Glas trinken junge Menschen heute mit durchschnittlich 15,1 Jahren, rund ein Jahr später als 2004.
  • Immer mehr Jugendliche verzichten vollständig darauf, Alkohol auszuprobieren. Die Lebenszeitprävalenz des Alkoholkonsums ist bei den 12- bis 17-Jährigen seit 2001 deutlich zurückgegangen.
  • Beim Rauschtrinken (14,8 % der männlichen und 14,7 % der weiblichen Jugendlichen) und beim 30-Tage-Konsum fallen die Fortschritte insgesamt geringer aus als beim regelmäßigen Alkoholkonsum. In einzelnen Gruppen zeigen sich jedoch weiterhin Rückgänge.

Regelmäßiger Alkoholkonsum Jugendlicher sinkt auf tiefsten Wert seit 1979

Regelmäßiger Konsum ist aus Präventionssicht besonders relevant, weil er eng mit langfristigen gesundheitlichen Risiken verbunden ist. Die aktuellen Daten zeigen einen deutlichen Rückgang:

  • Jugendliche (12–17 Jahre): 9,2 % der männlichen und 4,1 % der weiblichen Jugendlichen tranken 2025 mindestens einmal pro Woche Alkohol – der niedrigste Wert seit Erhebungsbeginn 1979.
  • Junge Erwachsene (18–25 Jahre): Der wöchentliche Konsum ist gesunken auf 34,7 % (männlich) und 14,3 % (weiblich). Insgesamt lag der wöchentliche Alkoholkonsum 2025 bei 6,8 Prozent der Jugendlichen und 25,0 Prozent der jungen Erwachsenen und damit auf einem historischen Tiefstand.
  • Auch der Alkoholkonsum in den letzten 30 Tagen ist gegenüber 2004 in beiden Altersgruppen deutlich zurückgegangen.

Junge Menschen trinken später das erste Glas Alkohol

Ein später Konsumbeginn führt zu einem geringeren Risiko für spätere Alkoholprobleme. Die Studie belegt einen klaren Trend zum späteren Einstieg:

  • Das erste Glas Alkohol wird heute im Schnitt mit 15,1 Jahren getrunken – rund ein Jahr später als 2004.
  • Der erste Rausch erfolgt mit durchschnittlich 16,2 Jahren und damit etwa 0,7 Jahre später als 2004.

Beim Rauschtrinken bleiben weitere Fortschritte eine Herausforderung

Während der regelmäßige Alkoholkonsum langfristig deutlich zurückgegangen ist, zeigen sich beim Rauschtrinken insgesamt geringere Fortschritte. Die Entwicklung verläuft hier weniger dynamisch als in anderen Bereichen des Alkoholkonsums.

  • Der 30-Tage-Konsum ist langfristig deutlich gesunken. In den letzten Jahren haben sich die Werte jedoch weniger stark verändert als zuvor.
  • Beim Rauschtrinken (mindestens fünf beziehungsweise vier Gläser bei einer Gelegenheit) gaben 14,8 % der männlichen und 14,7 % der weiblichen Jugendlichen an, in den letzten 30 Tagen so getrunken zu haben – ein ähnliches Niveau wie vor der Corona-Pandemie.
  • Bei den jungen Erwachsenen gaben 45,8 % der männlichen und 26,1 % der weiblichen 18- bis 25-Jährigen an, sich innerhalb des letzten Monats in den Alkoholrausch getrunken zu haben. Dabei zeigt die Studie für junge Frauen gegenüber 2023 einen signifikanten Rückgang.

Über die Drogenaffinitätsstudie 2025 des BIÖG

Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG), ehemals BZGA, untersucht mit wiederholt durchgeführten Repräsentativbefragungen den Substanzkonsum sowie die Computerspiel- und Internetnutzung Jugendlicher und junger Erwachsener in Deutschland. Für die Studie „Die Drogenaffinität Jugendlicher und junger Erwachsener in Deutschland 2025“ wurden 7.001 junge Menschen im Alter von 12 bis 25 Jahren im Zeitraum April bis Juli 2025 befragt.

Ein Infoblatt mit ausgewählten Ergebnissen zum Alkoholkonsum der 12- bis 25-Jährigen steht zum Download bereit. Auf unserer Website finden Sie weitere Zahlen zum Alkoholkonsum in Deutschland und Informationen zur Alkoholprävention und Jugendarbeit