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Selbsthilfegruppen

Sich selbst helfen und andere unterstützen

In Deutschland gibt es schätzungsweise rund 7.000 Selbsthilfegruppen für Abhängige und ihre Angehörigen mit mehr als 120.000 Mitgliedern. Die Gruppen kommen meist einmal wöchentlich zu einer zwei- bis dreistündigen Sitzung zusammen. Die Sitzungen sind für neue Teilnehmerinnen und Teilnehmer jederzeit offen, die Teilnahme ist kostenlos.

Alle Gespräche sind streng vertraulich

Selbsthilfegruppen arbeiten (fast) ohne feste Regeln und Vorschriften. Eine Regel ist jedoch unumstößlich: Was die Gruppenmitglieder an Persönlichem zur Sprache bringen, ist streng vertraulich und darf nicht nach außen getragen werden. Innerhalb der Gruppe sind alle gleichberechtigt und für sich selbst verantwortlich. Jeder ist ein Gewinn für die Gruppe. Es kommt auf Ihre Bereitschaft an, über sich, über persönliche Anliegen und Sorgen zu reden, anderen zuzuhören und von jenen zu lernen, die gleiche oder ähnliche Probleme haben.

In den Selbsthilfegruppen lernen Sie oder Ihre Angehörigen Menschen kennen, die es schon geschafft haben und Ihnen dadurch Hoffnung machen können. Sie erkennen, warum Alkohol im Leben eine solche Bedeutung erlangen konnte und wie Sie diesen Zustand ändern können. Oft wird dabei deutlich, dass die Abhängigkeit ein Hinweis auf tiefer liegende Probleme ist, die es zu lösen gilt, um ein zufriedenes und abstinentes Leben führen zu können.

Miteinander zu sprechen gehört zum Heilungsprozess

Selbsthilfegruppen wirken. Denn Sie praktizieren, was mitentscheidend für die Heilung ist: Sie sprechen mit anderen, hören ihnen zu, tauschen sich aus, besinnen sich, lassen sich Zeit und gehen Beziehungen ein. Häufig verbringen die Gruppenmitglieder über die Gruppenstunden hinaus einen Teil ihrer Freizeit gemeinsam. Bei Aktivitäten wie Wandern, Ausflugsfahrten, Kegeln oder Spieleabenden können Sie lernen, Ihre Freizeit gemeinsam ohne Alkohol zu gestalten. Gerade wenn Ihr Leben bzw. Ihr Umfeld viele Jahre lang durch Alkohol geprägt war, ist dies eine wichtige Hilfe beim Aufbau eines alkoholfreien Lebens.

Selbsthilfe kontra Therapie?

Selbsthilfe und fachliche Hilfe schließen sich gegenseitig nicht aus, sondern ergänzen einander. Selbsthilfegruppen schaffen so die wichtige Möglichkeit, begleitend zu Beratung und Therapie über die eigene Betroffenheit zu sprechen. Der Aufbau eines Kontakts zu einer wohnortnahen Selbsthilfegruppe sollte für Sie deshalb ein fester Bestandteil der Behandlung sein.

Kontakte zu Selbsthilfegruppen

Jede Beratungsstelle informiert Sie gern über Selbsthilfegruppen in Ihrer Nähe. Hier eine Übersicht von ausgewählten Organisationen:

Waldweg 6
D-84177 Gottfrieding-Unterweilnbach
bundesweite Telefonnummer (Vorwahl der Stadt) + 19295
erste-hilfekontakt(at)anonyme-alkoholiker.de
www.anonyme-alkoholiker.de

Postanschrift:
Gemeinsames Dienstbüro Anonyme Alkoholiker Interessengemeinschaft e.V.
Postfach 11 51
D-84122 Dingolfing

Emilienstr. 4
45128 Essen
Telefon: 0201 773007
www.al-anon.de

Oppelner Str. 130
53119 Bonn
Telefon: 0228 66850
info(at)awo.org
www.awo.org

Julius-Vogel-Straße 44
44149 Dortmund
Telefon: 0231 5864132
https://www.bke-suchtselbsthilfe.de/

Freiligrathstr. 27
42289 Wuppertal
Telefon: 0202 620030
www.blaues-kreuz.de

Adenauerallee 45
20097 Hamburg
Telefon: 040 245880
info(at)guttempler.de
www.guttempler.de

Kurt-Schumacher-Str. 2
34117 Kassel
Telefon: 0561 780413
www.freundeskreise-sucht.de

Münsterstr. 25
59065 Hamm
Telefon: 01805 410450
www.kreuzbund.de

Wilmersdorferstraße 39
10627 Berlin
Telefon: 030 31018964
www.nakos.de