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Zuhause in Corona-Zeiten

Familie am Tisch: Vater arbeitet am Laptop, Mutter hilft Sohn bei Hausaufgaben
iStock / monkeybusinessimages

Schlägt Ihnen die aktuelle Situation aufs Gemüt? Das können Sie jetzt für sich und andere tun.

Darauf sollten Sie nun achten

Derzeit befinden wir uns in einem Ausnahmezustand – das Corona-Virus bzw. COVID-19 hat die Welt verändert. Das soziale und kulturelle Leben ist lahmgelegt, Restaurants und Geschäfte sind geschlossen. Wer kann, arbeitet aus dem Homeoffice. Auch in unserer Freizeit müssen wir zu Hause bleiben und enge Kontakte zu anderen Menschen so weit wie möglich vermeiden. Das stellt uns vor neue psychische Herausforderungen. Die Isolation von der Außenwelt kann für viele belastend sein, wenn auch auf ganz unterschiedliche Weise.

Viele Singles, Alleinlebende und Ältere fühlen sich zurzeit sehr einsam. Bei Familien, die auf einmal auf engstem Raum rund um die Uhr zusammen sind, kommt es schon mal zum Krach. Hinzu kommen Ängste vor der Krankheit und die allgemeine Ungewissheit, wie es weitergeht.

Gerade jetzt ist es also wichtig, auf die körperliche und seelische Gesundheit zu achten. Greifen Sie nicht aus Langeweile, Sorge oder Frust zum Alkohol. Latente Aggressionen treten dadurch eher zum Vorschein. Und wer alleine trinkt, verstärkt die Niedergeschlagenheit. Vor allem Menschen mit psychischen Erkrankungen sollten sich vom Alkohol fernhalten. Bestehende Depressionen könnten sonst verstärkt werden. Alkohol schwächt außerdem das Immunsystem und kann somit das Risiko eines Infekts erhöhen.

Was können Sie für sich tun?

Jetzt gilt es, sich in den eigenen vier Wänden wohlzufühlen und sich die Zeit dort so angenehm wie möglich zu gestalten.

  • Für Paare und Familien kann das Gebot, zu Hause zu bleiben, sogar eine Chance sein – endlich haben Sie die Gelegenheit, wieder mehr Zeit miteinander zu verbringen. Niemand muss mehr von einem Termin zum anderen hetzen. Es ist Ruhe für lange Gespräche, lustige Spieleabende, gemeinsame Auf- oder Umräumaktionen. Doch wer mal Zeit für sich braucht, sollte sich auch ohne große Erklärungen zurückziehen dürfen.
  • Wenn nicht körperlich, so kann man sich doch auch virtuell nah sein. Holen Sie sich Ihre Freunde und Familie als Videobild ins Wohnzimmer. Ein Kaffeeklatsch oder ein gemeinsames Abendessen per Video-Chat kann durchaus Spaß machen.
  • Auch frische Luft hilft gegen Trübsal blasen. Radtouren, Spaziergänge, Joggen, Nordic Walking – natürlich mit genügend Abstand zu anderen – verschaffen zwischendurch ein paar Glückshormone.
  • Falls Sie trotzdem die Lust überkommt, etwas Alkoholisches zu trinken, versuchen Sie, mit unseren Tipps, Ihr Verlangen zu überlisten.
  • Räumen Sie Ihre Alkoholvorräte weit weg, am besten in den Keller, und lassen Sie beim Einkaufen die alkoholischen Getränke einfach weg.

Was können Sie für andere tun?

  • Haben Sie Freunde, die alleine leben? Rufen Sie an und fragen Sie, wie es geht. Oder veranstalten Sie einen Videochat in netter Runde.
  • Großeltern oder ältere Menschen sollten jetzt nicht besucht werden, um sie nicht mit einer eventuellen Ansteckung zu gefährden. Um so mehr werden diese sich nun über längere Telefongespräche freuen.
  • Wenn Sie jung sind, fragen Sie bei älteren Nachbarn nach, ob Hilfe gebraucht wird. Sie könnten zum Beispiel anbieten, notwendige Einkäufe zu erledigen und diese vor die Tür zu stellen.
  • Anregungen, was Sie gemeinsam mit Ihren Kindern unternehmen können, finden Sie auf den BZgA-Seiten 

Brauchen Sie Hilfe?

Falls Sie merken, dass Sie zu viel oder zu oft trinken, und alleine damit nicht zurechtkommen, holen Sie sich Hilfe! Das ist übrigens kein Eingeständnis von Schwäche, sondern eine kluge Entscheidung.

  • Bei einer Suchtberatungsstelle können Sie auch telefonisch mit erfahrenen Beraterinnen und Beratern über Ihre Situation sprechen. Sie werden sehen, dass Ihr Gegenüber Ihr Alkoholproblem versteht und Ihre Gefühle nachvollziehen kann. Gemeinsam können Sie mögliche Lösungen diskutieren und weitere Schritte planen.
  • Selbsthilfegruppen wie beispielsweise die Anonymen Alkoholiker haben ein umfangreiches Online-Meeting-Angebot entwickelt. 
  • Haben Sie das Gefühl, dass Ihnen gerade alles zu viel wird und Ihre Sorgen Sie erdrücken? Bei der Telefonseelsorge bekommen Sie rund um die Uhr Unterstützung, und das kostenlos und anonym unter den Nummern 0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222.
  • Auch die kostenlose Sucht und Drogen Hotline steht Ihnen mit Rat und Informationen unter 01805 313031 zur Seite.

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Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) gibt Tipps bei häuslicher Quarantäne.