Mann mit Brille benutzt Tablet.

Bin ich am Limit?

Trinke ich zu viel Alkohol? Ist meine Gesundheit bereits gefährdet? 16 Testfragen helfen Ihnen dabei, Ihren Umgang mit Alkohol zu überprüfen.

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Ändern Sie Ihre Gewohnheiten

Lachendes Paar hält Gläser mit Wasser.

Um den eigenen Alkoholkonsum langfristig zu reduzieren, ist es wichtig, seine alten Trinkgewohnheiten zu durchbrechen. So geht es.

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Riskanter Konsum im Alter

Mehr als gut für Sie ist

Das tägliche Glas Wein, dazu der Verdauungsschnaps nach dem Essen oder das Bier vor dem Fernseher: Wer regelmäßig Alkohol trinkt und das in größeren Mengen, konsumiert Alkohol riskant. Das bedeutet, dass Sie Ihrer Gesundheit durch Ihr Trinkverhalten dauerhaft schaden können. Das gilt in jedem Alter. Bei älteren Menschen wird es allerdings oft nicht wahrgenommen, wenn sie Alkohol riskant konsumieren. Das hat verschiedene Gründe. Sei es beispielsweise, weil das riskante Trinkverhalten von Angehörigen und anderen Menschen in ihrem Umfeld stillschweigend hingenommen wird oder weil Folgeschäden fälschlicherweise auf das Alter geschoben werden.

Nie zu spät für Veränderungen

Wer das 60. Lebensjahr überschritten hat, hat zum Teil 40 Jahre und mehr Erfahrungen unterschiedlichster Art mit alkoholischen Getränken. Langjährige Trinkgewohnheiten werden da von manch einem nicht in Frage gestellt – weder von sich selbst noch von seinem Umfeld. Davon auszugehen, dass ältere Menschen nicht mehr in der Lage sind, ihr Trinkverhalten zu ändern, oder dass sich Veränderungen nicht mehr lohnen könnten, ist aber unsinnig. Studien zeigen eindeutig, dass der Verzicht oder die Reduktion von Alkohol nachweislich einen positiven Einfluss auf die Gesundheit und die Leistungsfähigkeit hat, auch und besonders im Alter.

Bei älteren Menschen, die Alkohol riskant konsumieren bzw. ein Alkoholproblem haben, unterscheidet man zwei Gruppen. Die größere besteht aus Menschen, die teilweise schon seit Jahrzehnten Alkoholprobleme haben. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich das negativ auf ihre Gesundheit auswirkt, ist hoch. Zur zweiten Gruppe zählen Menschen, die erst spät angefangen haben, Alkohol in riskantem Maß zu konsumieren. Die Gründe dafür sind genauso vielschichtig wie bei jungen Menschen. So kann beispielsweise eine kritische Lebensphase der Auslöser dafür sein, häufiger zum Alkohol zu greifen, etwa mit dem Eintritt in die Rente, durch reduzierte soziale und familiäre Kontakte, finanzielle Einbußen oder den Verlust des Lebenspartners.

Ältere Person mit einem Glas Rotwein
Bild: iStock / Philary

Die Zeichen richtig deuten

Die Anzeichen dafür, dass Sie Alkohol in riskanten Mengen konsumieren und vielleicht sogar ein Alkoholproblem besteht, sind oft nicht ganz leicht zu deuten – weder für Sie noch für Ihr Umfeld. Denn die möglichen Symptome können auch altersbedingt auftreten und nichts mit dem Alkoholkonsum an sich zu tun haben. Zu diesen Symptomen gehören:

  • Gangunsicherheit
  • Stürze
  • Zittern
  • Schwindel
  • Ängste
  • Depressionen
  • Gewichtsverlust
  • Schlafstörungen
  • Verwirrtheit

Achten Sie deshalb darauf, ob Sie noch andere Auffälligkeiten an sich selbst bemerken: Erwischen Sie sich zum Beispiel dabei, dass Sie nach immer neuen Wegen suchen, sich Alkohol zu beschaffen? Oder stellen Sie fest, dass Sie mehr vertragen als früher, also eine Toleranz gegenüber Alkohol entwickeln? Sind Sie schon einmal Auto gefahren, obwohl Sie alkoholisiert waren oder mussten die Verabredung mit Ihren Enkeln absagen, weil Sie am Tag zuvor zu viel getrunken hatten? Auch das können Anzeichen dafür sein, dass Sie Alkohol riskant konsumieren.

Folgen für Ihre Gesundheit

Wer Alkohol regelmäßig riskant konsumiert, riskiert damit, seiner Gesundheit zu schaden. Folgen von übermäßigem Alkoholkonsum können beispielsweise sein:

  • Abnahme der geistigen und körperlichen Leistungsfähigkeit
  • anhaltende Müdigkeit
  • Schwindelanfälle
  • Bluthochdruck
  • Übergewicht
  • Entzündung der Magenschleimhaut (Gastritis)
  • Herzmuskel-Erkrankungen
  • Leber-Erkrankungen
  • Entzündung der Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis)
  • Erhöhtes Krebsrisiko

Ein zusätzliches Risiko für Ihre Gesundheit besteht, wenn Sie bereits an einer Erkrankung wie Diabetes oder Übergewicht leiden, wenn Sie Medikamente einnehmen oder wenn Sie rauchen.

Wenn Sie herausfinden wollen, ob Sie ein riskantes Alkoholkonsummuster haben, können Sie zum Beispiel als erstes den Alkohol-Selbsttest machen. Zudem finden Sie auf unserer Webseite weitere Informationen zu den Themen riskanter Alkoholkonsum und Abhängigkeit. Auch das BZgA-Infotelefon steht Ihnen zur Verfügung. Es lohnt sich also, den eigenen Alkoholkonsum anzuschauen und zu hinterfragen – besonders wenn Sie aktiv und gesund bleiben wollen. Und auch das belegen Studien: Es ist durchaus möglich, sein Trinkverhalten auch im Alter zu verändern, und es wirkt sich positiv auf die Gesundheit aus.